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Nachricht vom 03.11.2010    

Krimiabend mit leckeren Köstlichkeiten

Nachrichten über Brand- und Terroranschläge gehören längst zum Alltag. Mit den Hintergründen und Geschichten der Opfer und Ermittler befasst sich der Bonner Krimiautor Markus Stromiedel, der kürzlich im „Marktplatz 8“ in Westerburg seine Zuhörer an ereignisreiche Orte führte.

Krimiautor Markus Stromiedel führte seine Zuhörer an schreckliche Orte und konfrontierte sie mit Angst, Verbrechen und Tod. Foto: Ulrike Preis

Westerburg. Einen spannenden und zugleich genussreichen Abend erlebten die rund 70 Besucher, die der Einladung des Fördervereins für psychisch kranke Menschen des Diakonischen Werkes im Westerwaldkreis in den „Marktplatz 8“ in Westerburg gefolgt waren. „Ich versuche, meine Fantasie so dicht wie möglich an die Realität zu setzen“, erläuterte Markus Stromiedel, der den aufmerksamen Zuhörern gerne einen Einblick in seine Arbeit gab. Zunächst arbeitete er als Journalist für die "Zeit" und die "Frankfurter Rundschau", bevor er in die Filmbranche wechselte. Er war Chefdramaturg bei der Bavaria Film, Creative-Producer für Columbia TriStar und Writing-Producer für Studio Hamburg. Vor elf Jahren begann er, als freier Autor Drehbücher zu schreiben. Aus seiner Feder stammen Bücher für viele erfolgreiche Krimis und Fernsehfilme. Dazu gehören unter anderem „Tatort“, „Der Staatsanwalt“ und „Stubbe: Von Fall zu Fall“.

„Sie sollen unterhaltsam sein - ohne zu verblöden“, sagte er im Hinblick auf die Romane, in die er jeweils ein Jahr Zeit investierte. An diesem Abend las er aus seinen beiden Krimis „Zwillingsspiel“ und „Feuertaufe“ vor. Die Tatorte liegen jeweils in Berlin. Zum einen geht es um einen Terroranschlag in der S-Bahnstation Savignyplatz, bei dem elf Menschen ums Leben kommen. Im zweiten Buch dreht sich alles um einen Brandanschlag auf ein Mietshaus in Kreuzberg, bei dem ein kleiner Junge als einziger überlebt. Mit seinen knallharten und erschreckenden Einführungen ins Geschehen hatte Stromiedel die Zuhörer schnell am „Haken“. Den „harten Tobak“ und die „starken Impulse“ setze er bewusst. Zum einen, um den langen Schreibprozess durchhalten zu können und zum anderen, um den Leser an die Lektüre zu fesseln – verbunden mit der Hoffnung, dass sich vielleicht etwas ändert! Gebannt lauschte sein Publikum den Ausführungen, in denen der Autor sowohl einen ausschweifenden Blick auf den Tatort als auch die Opfer und Ermittler warf. Schnell machten die Anwesenden Bekanntschaft mit Kommissar Peter Selig - „der sich ins erste Buch reingeschummelt hat“. Dabei erfuhren sie auch einiges über dessen Vergangenheit und konnten sich so ihr eigenes Bild von dem schüchternen, stotternden und unpolitischen Ermittler machen. Seine Recherche beginne in der Tageszeitung, die er sehr aufmerksam lese, so Stromiedel. „Ich würde so gerne mal bei Frau Merkel Mäuschen spielen“, äußerte er den Wunsch. Schließlich stelle sich die Frage: Wie läuft es hinter den Kulissen ab? Hierauf gibt er seinen Lesern gerne eine ausführliche Antwort.



Pfarrer Eckehardt Brand, der zuvor die Besucher begrüßt hatte, dankte dem Autor für sein Kommen und den beiden Kooperationspartner, für ihre Unterstützung. Denn die Buchhandlung Logo erfüllte mit einem Büchertisch den Wusch zum Weiterlesen und der Weinladen Akzente bot Weine vom Kaiserstuhl (dem heißesten Weinberg). In der Pause wurden kulinarische Köstlichkeiten passend zum Ort des Geschehens – gereicht. Dank galt den fleißigen Helferinnen, die die Besucher mit Soleiern, Schmalzbroten und Berliner Buletten versorgten und so zum Gelingen eines kurzweiligen und überaus spannenden Abends beigetrugen. (upr)



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