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Nachricht vom 27.03.2021    

Viele Strafen, wenig Tore: Krefeld gewinnt in Diez

Kein schönes Spiel, kein schönes Ergebnis - zumindest nicht aus Sicht der Rockets: Die EG Diez-Limburg hat das Heimspiel in der Oberliga Nord gegen den Krefelder EV mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) verloren. Den Gastgebern fehlte am Freitagabend vor allem die Qualität im Abschluss.

Foto: Nicole Baas

Diez-Limburg. Es war irgendwie bezeichnend für diesen Abend: Das Spiel war lange vorbei, da standen beide Teams noch zusammen. Manche eher gemütlich, andere eher angespannt - nicht jeder trug noch einen Helm, auf Abstand achtete kurzweilig niemand mehr. Nachdem sich die Stimmung zwischen beiden Mannschaften über 60 Minuten in aller Ruhe aufgebauscht hatte, gab es zum Abschluss noch einmal nette Worte und Körperkontakt. Nicht ganz unbeteiligt daran: die Unparteiischen.

„Leute, das ist ein total faires Spiel - und es gibt ständig Strafen", hatte Rockets-Cheftrainer Marius Riedel zwischenzeitlich einen Appell an die Schiedsrichter gesendet. Vanessa Anselm und Robert Ruhnau waren schon sehr oft am Diezer Heckenweg zu Gast in der laufenden Saison. Stets ruhig, souverän und unauffällig leiteten die beiden die Spiele. Die Eigendynamik am Freitagabend auf dem Eis aber hatten sie dieses Mal durchaus gefördert - wohlgemerkt auf beiden Seiten. Viele kleine Entscheidungen sorgten in der Summe für eine irgendwie unentspannte Atmosphäre auf dem Eis. Am Ende gingen die Gastgeber, das fairste Team der Liga mit rund 8 Strafminuten pro Spiel, mit 40 Strafminuten nach 60 Minuten vom Eis. Passte irgendwie aber auch in den Abend.

Ob das Spiel mit weniger Strafen auf beiden Seiten einen anderen Verlauf genommen hätte, ist natürlich fraglich. Fakt aber war: Es wurde jede Menge Überzahl und Unterzahl gespielt - die beiden ausgemachten Schwachstellen im Spiel der EGDL. Und weil durch den Ausfall von Kevin Lavallee und Kyle Brothers zudem die Reihen kräftig durchgewirbelt wurden, fanden die „neuen" Mitspieler nur schleppend zusammen.

Krefeld wusste das auszunutzen: Maciek Rutkowski erzielte bereits früh die Führung (2.). Die Antwort auf der Gegenseite gab Leon Köhler mit einem schönen Schuss in den Winkel (8.). Ansonsten war da viel Tempo, viel Unterbrechung, viele geblockte Schüsse, viele starke Paraden der beiden Keeper Jan Guryca (Fangquote 95,3) und Nils Kapteinat (96,3) - und eben ein paar Strafen auf beiden Seiten.



Einem torlosen zweiten Drittel folgte dann die Entscheidung im letzten Drittel, die ein wenig wie aus dem Nichts fiel: Ein verdeckter Schuss von Rutkowski fand den Weg ins Tor (49.), Guryca hatte keine Chance. Das Eishockeyspiel endete mit einem Fußballergebnis: 2:1 für Krefeld.

„Das Spiel heute war sehr zerfahren", sagte Riedel nach Spielende. „Ich fand es nicht so unfair, bis auf die Aktion nach dem Schlusspfiff. Keine Ahnung, warum es heute so viele Strafen gab. Das ärgert dann natürlich auch die Spieler, und dann wird es auch mal recht hitzig. Wir haben heute leider kein gutes Powerplay gespielt, mit dem man ein solches Spiel hätte entscheiden können. Wir waren nicht geradlinig genug. Krefeld hat viel Druck gemacht, war aggressiv und laufbereit, und wir hatten ein Problem damit umzugehen. Die Umstellung von den letzten Spielen zu heute ist uns schwer gefallen. Am Ende hat Krefeld den Sieg verdient."

EG Diez-Limburg: Guryca (Busch) - Valenti, Seifert, Marek, Halbauer, Slaton, Pöpel, Wächtershäuser, Droick, Krämer - Hildebrand, Matheson, Zajic, Lademann, Fearing, Patocka, Firsanov, Wellhausen, Köhler, Lehtonen.

Schiedsrichter: Vanessa Anselm / Robert Ruhnau. Zuschauer: Keine zugelassen.

Tore: 0:1 Maciek Rutkowski (2.). 1:1 Leon Köhler (8.), 1:2 Maciek Rutkowski (49.).

Strafminuten: Diez-Limburg 40, Krefeld 22 /Schüsse: Diez-Limburg 27, Krefeld 43. (PM)



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