Werbung

Nachricht vom 28.03.2021    

Nicole nörgelt… über Osterruhen und die innere Sperre gegen die Sperre

Von Nicole

GLOSSE | Hach ja, die Osterruhe. Wäre bestimmt kuschelig geworden, ein langes Wochenende zuhause, den Kühlschrank voller leckerem Essen und Snacks, ein bisschen gemütliche Deko im Wohnzimmer, die Füße hoch und einfach mal Nichts machen.

Region. Das haben wir doch an Weihnachten schon geübt – und es alle überlebt. Und dann kommt „Muddi“ und vermasselt es. Oder bessert einen Fehler aus. Oder beides, denn richtig machen kann anscheinend auch die clevere Frau Merkel in letzter Zeit nichts mehr.

Dabei hätten wir den Unterschied wahrscheinlich kaum gemerkt, inzwischen steht doch der ganze Westerwald unter Ausgangssperre, abends alle früh ins Bett und Tür zu! Haha. Find ich lustig. Wo sollen wir auf dem Land denn auch bitteschön hin? Kneipen zu, keine Partys, Restaurants geschlossen, nicht mal auf einem schnöden Sängerfest ein bisschen zu alten Schlagern schwofen kann man. Ausgangssperre, lächerlich. Wozu also die ganze Aufregung?

Verbot, Sperre, Verfügung – alles Worte, die keiner gerne hört. Da spürt man doch gleich, wie es in den Fingern juckt, den Sinn jeder Ansage in Frage zu stellen und sich über jede Anweisung hinwegzusetzen. Ich gehe raus, wann ich will! Verreise, wohin ich will! Treffe, wen ich will und wo ich will!

Aber ist es denn wirklich so schwer zu begreifen, dass man zurzeit mit diesem „Mit mir nicht!“-Verhalten nicht nur sich in Gefahr bringt, sondern jeden, mit dem man zu tun hat? Ja, wir sind alle ausgehungert nach Leben, es soll wieder losgehen, wir lechzen nach „etwas“, um dem Lagerkoller zu entgehen. Wenn erwachsene Menschen für sich entscheiden, ihre Gesundheit und den eigenen Körper in Gefahr zu bringen, ist das eine Sache, aber wir leben nun einmal nicht alleine in der Wildnis und entscheiden für alle, die uns begegnen, mit. Zugegeben, die Situation ist völlig absurd. Es ist noch gar nicht so lange her, da war man ein fauler Sack, wenn man das ganze Wochenende nur zwischen Bett, Kühlschrank und Netflix in der eigenen Bude abgehangen hat – und heute ist man genau dann ein verantwortungsvoller Bürger?



Da sollten wir doch eigentlich froh sein, dass uns der ganze Irrsinn letzte Nacht wenigstens eine Stunde lang erspart blieb. Die haben wir nämlich im Dienste der Sommerzeit ganz geschmeidig übersprungen. Reicht nicht, sagen Sie? Dann stellen wir doch gemeinsam die Uhren gleich auf 2022 vor. Ich wäre dabei.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!
Ihre Nicole


Mehr dazu:   Nicole nörgelt  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Schwache Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur zeigt sich im März nur eine schwache Frühjahrsbelebung. Die ...

Stromabschaltung in Nister, Nistertal und Unnau

Am Sonntag, 13. April, wird in den Orten Nister, Nistertal und Unnau im Ortsteil Korb das Stromnetz gewartet. ...

Waldbrand in Nauroth: Schnelles Eingreifen verhindert weitere Ausbreitung des Feuers

Am Freitagnachmittag (4. April) kam es am Ortsrand von Nauroth zu einem Bodenfeuer, das sich aufgrund ...

Geschicklichkeitsturnier der Kreisjugendfeuerwehr Westerwald begeistert Wallmerod

Am Samstag (29. März) und Sonntag (30. März) fand in Wallmerod ein beeindruckendes Geschicklichkeitsturnier ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Hachenburg plant klimaneutrale Zukunft bis 2040

Die Verbandsgemeinde Hachenburg hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Mit der Fortschreibung ihres ...

Weitere Artikel


Oh du schöner Westerwald

Nach dem erfolgreichen Start der beiden ersten Imagefilme „Oh du sympathischer Westerwald“ und „Oh du ...

Aktionen im April in Hachenburg

Das Jugend- und Kulturzentrum bietet im April eine Osterwerkstatt für Kinder von 7 bis 12 Jahren an sowie ...

Buchtipp: „Steiniger Tod“ von Joachim Gruschwitz

Der erste Kriminalroman des Autors hat es in sich: Zwei Tote auf zwei Autobahnbrücken bei Karlsruhe in ...

Verkehrsunfall mit vier verletzten Personen

Durch Unachtsamkeit entstand auf der Ortsumgehung Siershahn ein Verkehrsunfall, aus dem vier verletzte ...

Viele Strafen, wenig Tore: Krefeld gewinnt in Diez

Kein schönes Spiel, kein schönes Ergebnis - zumindest nicht aus Sicht der Rockets: Die EG Diez-Limburg ...

Michaela Abresch, literarische Wanderin zwischen historischem Westerwald und Nordsee

„Wir Westerwälder“ können auch Literatur. Daher hat die Regionalinitiative der drei Landkreise Neuwied, ...

Werbung