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Nachricht vom 07.11.2010    

Theatergruppe „fratze im kopp“ feierte gelungene Premiere

Neben dem Wunsch nach Anerkennung und Reichtum standen so mache nackte Tatsachen im Mittelpunkt der Komödie „Diese Kunstbanausen“, mit der die Gemündener Theatergruppe „fratze im kopp“ nun Premiere feierte.

Schlussszene im Stück der Theatergruppe "fratze im kopp": Kurz bevor der Vertrag mit dem Galeristen Schnakenköter unterschrieben wird, wandelt sich das Blatt. Fotos: Ulrike Preis

Gemünden. Viele große Maler wurden erst nach ihrem Tod berühmt. Mit einem ausgeklügelten Plan spekuliert Malermeister Ernst Pinsel (Arno Eckstein) jedoch darauf, schon früher zum ersehnten Reichtum zu kommen. Dass nur er sich als „Meistermaler Ernesto Pinselo – Maler der Auteklotür“ sieht, stört ihn da kein bisschen. Seine bessere Hälfte Johanna (Martina Stahl), die er liebevoll „Strunzelbeerchen“ nennt, hat schon lange kein Verständnis mehr für ihren „eingebildeten Künstler“, dem es offensichtlich gar nichts ausmacht, dass der aufdringliche Gerichtsvollzieher Heino Kuckuck (Dietmar Wolf) mittlerweile tagtäglich bei ihnen reinschaut. Auch Schwiegermutter Traude (Monica Fialho-Schwarz) hat wenig für den „missratenen Leinwandbeschmutzer“ übrig. Als schließlich die pickfeine Lilo (Andrea Fritsch) und ihr „warmer“ Bruder Gernot Schnakenköter (Emil Holzbach) auftauchen, scheint es zunächst so, als hätten die schlechten Zeiten ein Ende. Die beiden erfahrenen Galeristen erkennen zwar das „gewisse Extra“ der Bilder, wollen aber den Preis gewaltig drücken. Auf diesen Handel lässt sich Ernst Pinsel jedoch nicht ein. Viel lieber heckt er gemeinsam mit seinem Freund Herbert Saftig (Denis Wolf) den Plan aus, in den Wellen des Wiesensees zu ertrinken, um als ominöse, aufgetakelte, russische Diva wieder auf der Bildfläche zu erscheinen. Wäre da nicht die überaus neugierige Nachbarin Klothilde Schnack (Margit Keßler), die für allerlei Turbulenzen sorgt. Scharf auf eine Belohnung stachelt sie den Polizisten Otto Specht (Marcel Holzbach) an, der sich durch die Aufklärung des Falls eine Beförderung erhofft. Immer wieder dreht sich die Geschichte um „Nöfrötöte“, einem Gemälde, welches einen nackten Frauenhintern zeigt. Wurde das Bildnis der Cellulitis befallenen Hängebacken zunächst von allen verschmäht, so steigt sein Preis nun unaufhörlich. Als Ernst Pinsel dann auch noch von den Toten aufersteht, sind die Kunstbanausen nicht mehr zu bremsen und die Geschichte nimmt ein rasantes Ende. Mit lang anhaltendem Beifall honorierten die zahlreichen Besucher die tolle Inszenierung, die an den beiden nächsten Wochenenden nochmals aufgeführt wird. Dietmar Wolf, der zusammen mit Margit Keßler die Regie führte, bedankte ich im Namen aller Akteure vor und hinter den Kulissen. Großes Lob galt auch dem farbenprächtigen Bühnenbild, welches in der Hand von Ingelore Schlosser und ihrem Team lag. Über das erste Bild aus der Verlosung von „Nöfrötöte“ freute sich Ernesto Fialho aus Willmenrod.



Weitere Aufführungen sind am Freitag, 12. November und Samstag 13. November; sowie Freitag, 19. November und Samstag, 20. November. Beginn jeweils um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.
Karten sind erhältlich bei folgenden Vorverkaufsstellen: Eva Wolf (Tel. 02663/8763), der NASPA-Niederlassung Gemünden (außerhalb der Geschäftszeiten bei Sabine Jung (Tel. 02663/8703) und im Internet unter www.fratze-im-kopp.de (hier erfolgt der Versand direkt und ohne Zusatzkosten!) (upr)


Lokales: Westerburg & Umgebung
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