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Nachricht vom 24.11.2010    

Schulbuchverleih: Kreis legt viel Geld drauf

Die Gelder, die der Westerwaldkreis aufgewandt hat, reichen für die Schulbuchausleihe nicht aus. Dadurch wird im Jahr 2011 noch mehr Aufwand betrieben werden müssen.

Westerwaldkreis. Was Kenner schon im Vorfeld vermutet hatten, trifft wohl ein: Die 26.208 Euro, die der Westerwaldkreis für die vom Land Rheinland-Pfalz eingeführte und an ihn übertragene Schulbuchausleihe für seine Aufwendungen als Ausgleich für Sach- und Personalkosten erhält, werden bei Weitem nicht ausreichen. Das berichtete Landrat Achim Schwickert in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. „Nach unseren vorläufigen, ersten überschlägigen Ermittlungen ist nicht davon auszugehen, dass mit der vom Land erstatteten Verwaltungskostenpauschale die gesamten uns entstandenen Kosten komplett aufgefangen werden können“, informiert Schwickert das Kreisgremium.

Dem Kreis seien allein schon Sachkosten fast in der Höhe der Landespauschale entstanden. Hinzu kämen noch erhebliche Personalkosten in etwa gleicher Höhe. In der Kreisverwaltung geht man davon aus, dass sich der Aufwand noch steigern wird, wenn die gebrauchten Schulbücher zurückgenommen, bewertet, ausgetauscht und wieder neu ausgeliehen werden müssen. Deshalb soll jetzt mit dem Bildungsministerium, so Landrat Schwickert, über eine Erhöhung der Kostenerstattung mit dem Mainzer Bildungsministerium nachverhandelt werden.
An der zum laufenden Schuljahr landesweiten Ausleihe haben sich (Stand Anfang November) insgesamt 2912 Schüler von Schulen in Trägerschaft des Westerwaldkreises beteiligt. Dies entspricht einer Quote von 59,4 Prozent. 1863 Kinder haben die entgeltliche und 1049 Kinder die kostenlose Ausleihe in Anspruch genommen, die Eltern mit geringem Einkommen gewährt wird. Die Logistik war aufwendig und in eine leer stehende Industriehalle im Industriegebiet „Feincheswiese“ in Staudt verlagert worden. Um die Bücher zu sortieren und den einzelnen Schülern im Paket zuzuordnen, war während der Sommerferien ein durchgängig mit fünf Personen besetzter Zweischichtbetrieb notwendig. Das Team setzte sich aus je einem Bediensteten der Fachabteilung, zwei Auszubildenden sowie zwei Ferienjobbern zusammen.



Es wurden im ersten Arbeitsschritt insgesamt 22 934 Schulbücher mit einem von der Kreisverwaltung generierten und gedruckten Eigentums-Exemplarbarcode versehen. Insgesamt sind Bücher im Wert von 396 300 Euro angeschafft worden. Den Betrag, abzüglich des mit dem Buchhandel vereinbarten Rabatts in Höhe von 12 Prozent, hat das Land dem Kreis bereits erstattet – ebenso die Verwaltungskostenpauschale, die aber den tatsächlichen finanziellen Aufwand nur unzureichend abdeckt. Umgekehrt hat der Kreis dem Land das Elternentgelt von 65.400 zurückgezahlt.


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