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Nachricht vom 17.06.2021    

Sachstandsabfrage zum Thema Kalamitätsholz

In den vergangenen Wochen hat sich Jenny Groß, CDU-Landtagsabgeordnete des Westerwaldkreises, vermehrt mit den Unternehmerinnen und Unternehmern der heimischen Holzindustrie ausgetauscht und an zahlreichen Videokonferenzen oder vor Ort-Besuchen teilgenommen.

Kalamitätsholz im Westerwald. Foto: privat

Montabaur. In den intensiven und aber vor allem informativen Gesprächen tauschten sich die Unternehmer und die Abgeordnete zuletzt unter anderem über die Vermarktung und Verwendung des Überangebots von Kalamitätsholz, die Wiederaufforstung sowie die Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags im Forstwirtschaftsjahr 2021 aus.

Diese Hauptdiskussionspunkte nahm Jenny Groß zum Anlass und fragte bei Bundeswaldministerin Julia Klöckner nach dem aktuellen Sachstand und den derzeitigen Vorhaben im Bereich des Kalamitätsholzes. Laut Bundeswaldministerium ist die Kalamität der letzten Jahre die schwerste Krise der Forstwirtschaft seit Beginn der Bundesrepublik Deutschland, auch weil die heimische Holzindustrie das Kalamitätsholz aufgrund von ausgelasteten Produktionskapazitäten nicht vollständig aufnehmen konnte. Dies führte zu einem bundesweit dramatischen Verfall des Holzpreises. Julia Klöckner erklärte: „In den von der Kalamität hauptbetroffenen Regionen standen und stehen die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer weiterhin vor der Herausforderung, adäquate Absatzkanäle für das Kalamitätsholz zu finden. In dieser Situation waren die starken Exporte vor allen nach China für die Forstwirtschaft ein wichtiges Ventil, um bei fehlendem Inlandsabsatz zumindest Deckungsbeiträge für die notwendige Schadensbewältigung und Wiederbewaldung zu erzielen. Die Exportmengen sind zwischenzeitlich wieder rückläufig und die Waldbesitzer können und sollen, wo es möglich und preislich attraktiv ist, das Holz auch wieder an regionale Abnehmer verkaufen.“

In Bezug auf die Frage nach dem Holzeinschlag im Forstwirtschaftsjahr 2021 teilt das Bundesministerium mit, dass es sich um eine staatlich angeordnete Solidarmaßnahme zur Unterstützung von Forstbetrieben handelt, die von den Folgen der aktuellen Waldkalamität in Deutschland besonders hart getroffen sind. Ziel ist es, einen großen Teil des nur noch begrenzt haltbaren Kalamitätsholzes in den Wäldern möglichst rasch in die stoffliche Verarbeitung zu bringen. Daher wurde für die Holzart Fichte der ordentliche Holzeinschlag bis Ende September 2021 auf 85 Prozent beschränkt. Der Einschlag für andere Holzarten sowie von Schad- und Kalamitätsholz ist dagegen weiterhin und ohne Einschränkung durch die Verordnung möglich.



Die Landtagsabgeordnete Jenny Groß und die Bundesministerin sind sich einig, dass für die neue Waldgeneration vor allem die fachgerechte Wiederbewaldung der Schadflächen die entscheidende Grundlage ist. Denn allein in Rheinland-Pfalz werden für das Jahr 2021 circa 5 Millionen Kubikmeter Schadholz erwartet. „Angesichts der sich ändernden klimatischen Rahmenbedingungen sollen klimaresiliente Mischwälder aus Laubholz und zuwachsstarke Nadelbaumarten entstehen, damit auch künftige Genrerationen von den vielfältigen Leistungen des Waldes profitieren können“, so Bundesministerin Klöckner. „Wir müssen unseren inländischen Markt und unsere regionalen Rohstoffe und Unternehmer in dieser für das Klima besonders schweren Zeit mehr unter die Arme greifen und sie bei der Bewältigung der Schadholz-Herausforderungen unterstützen. Ich begrüße daher die Holzeinschlagsbeschränkung und werde mich selbstverständlich weiterhin für die Aufforstungs- und Bewaldungsprojekte im Westerwaldkreis einsetzen“, erklärte Jenny Groß, MdL. (PM)


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