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Nachricht vom 29.09.2021    

Experte warnt: "Bei Senioren sind viele Gefäßerkrankungen unerkannt"

Schlaganfall, Thrombosen oder ballonartige Erweiterungen der Gefäße standen im Mittelpunkt des Expertenvortrags der Alloheim Senioren-Residenz „Anna Margareta“ und Haus „Am Kurpark“ in Bad Marienberg. In seinem Referat über die Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen gab Dr. Payman Majd viele Tipps zur Vorsorge und Behandlung.

Bei Senioren sind viele Gefäßerkrankungen unerkannt. (Symbolfoto)

Bad Marienberg. Dr. med. Payman Majd, Leiter der Gefäßchirurgie des Evangelisches Krankenhauses in Bergisch Gladbach, führte dazu bereits eigene Forschungen durch und berichtete in einem eindrucksvollen Vortrag über seine Erfahrungen, Früherkennungsmöglichkeiten und Therapien. Corona-bedingt fand der Vortrag als Online-Veranstaltung statt.

„Die Ursache derartiger Erkrankungen können vielfältig sein. Meist basieren sie auf einem ungesunden Lebensstil. Risikofaktoren wie Rauchen, mangelnde Bewegung, eine falsche Ernährung oder auch als Folge einer Diabetes mellitus-Erkrankung“, erläuterte Dr. Majd. Er führte aus, dass die Messung des Verschlußindex nur zehn Minuten dauere. „Sie ist keine Kassenleistung und wird in der Regel auch nicht bei einer hausärztlichen Standarduntersuchung durchgeführt“, bedauert er, „der Verschlußindex kann aber ein Marker für zukünftig drohende Infarkte sein. Dadurch können Risikopatienten frühzeitig erkannt und eine medizinische oder medikamentöse Behandlung als Vorsorgemaßnahme angesetzt werden.“



Wie Dr. Majd weiter ausführte, werden Gefäßerkrankungen leider immer noch zu spät erkannt. „Bei Schmerzen im Bein oder in der Schulter suchen die meisten Patienten erst einmal einen Orthopäden auf“, resümiert er und rät, im Zuge der Diagnostik unbedingt auch das Gefäßsystem untersuchen zu lassen.

Im Zuge eines Fazits konnte er die zahlreichen Zuhörer dennoch beruhigen: „Ist eine Gefäßerkrankung erkannt und diagnostiziert, gibt es viele Möglichkeiten der Therapie. Selbst die Behandlung von Verschlüssen oder Aneuyrismen zum Beispiel unterhalb der Nieren lassen sich heute sogar minimal-invasiv beheben.“

Wer sich den Vortrag anschauen möchte, kann dies im Internet jederzeit tun. (PM)


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