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Nachricht vom 26.01.2011    

14 ehrenamtliche Lernpaten wollen Grundschüler unterstützen

Unter dem Motto „Keiner darf verloren gehen“ startete Landrat Achim Schwickert offiziell ein neues Projekt des Westerwaldkreises. So genannte Lernpaten werden ab dem neuen Schuljahr an in bestimmte Grundschulen gehen und sich dort um Schüler kümmern, die einen gewissen Förderbedarf haben. Träger des Projektes ist der Westerwaldkreis in Kooperation mit dem Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Zunächst 14 Damen und Herren, ausgestattet mit einer guten Portion Lebenserfahrung, wollen ehrenamtlich als Lernpaten fungieren.

Landrat Achim Schwickert (links) freute sich über so viel ehrenamtliches Engagement der Lernpaten und wünschte dem Projekt „Keiner darf verloren gehen“ viel Erfolg.

Westerwaldkreis. Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen: Lernpaten sollen keine Nachhilfelehrer sein. Ihre Aufgabe ist es, Kindern, die vorübergehend oder längerfristig von zu Hause nicht die notwendige Unterstützung – aus welchen Gründen auch immer – erhalten, um in der Schule erfolgreich zu sein, zur Seite zu stehen. Sie begleiten die Kinder, stellen ihnen Zeit und Verständnis zur Verfügung und übernehmen nach und nach den Part einer zusätzlichen Bezugsperson.

Aufgrund der persönlichen Beziehung zu dem Patenkind sollen die Lernpaten emotionale, kognitive und soziale Defizite erkennen. Durch Spiele, Gespräche oder gemeinsame Freizeitaktivitäten können sie das Kind stärken und seine Entwicklung fördern. In einer 30-stündigen Schulung bereitete Sozialwissenschaftler Frank Simon vom Haus für Jugend- und Familienhilfe in Brandscheid die Ehrenamtlichen auf ihre Tätigkeit vor. Er wird die Lernpaten auch weiterhin betreuen. An die Lernpaten werden verschiedene Anforderungen gestellt. Sie sollten beispielsweise den Kindern mit Interesse, Einfühlungsvermögen und Respekt begegnen, zuverlässig und zur Konfliktlösung fähig sowie geduldig, offen und sensibel für Probleme sein. Die Lernpaten sollen den regelmäßigen Kontakt mit dem Kind gewährleisten können.



Das Projekt „Keiner darf verloren gehen“ wurde durch die „Bürgerstiftung Pfalz“ im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Dieses Projekt wurde im Laufe der Jahre inzwischen an 23 Grundschulen mit 70 ehrenamtlichen Lernpaten erfolgreich praktiziert. Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Laufe der Jahre wurde deutlich, dass alle 100 am Projekt beteiligten Kinder ihre Leistung verbessern konnten. Das ergab eine Untersuchung durch die Universität Koblenz-Landau. Die Kinder sind aufgrund der Betreuung konzentrationsfähiger, ausgeglichener und haben mehr schulischen Erfolg. Die Paten sollen engen Kontakt mit der jeweiligen Grundschule pflegen und unterstützen das Lehrpersonal durch ihre Tätigkeit. Welche Kinder einen Lernpaten zur Seite gestellt bekommen, entscheiden die Schulleitung und der Klassenlehrer. Die Eltern müssen ihr Einverständnis geben.

Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, ist eine Ausweitung geplant. Für diesen Fall werden noch weitere Lernpaten gesucht. Interessenten können sich beim Kreisjugendamt in Montabaur melden: Telefon 02602/124-397 (Alexandra Khan).


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