Werbung

Nachricht vom 28.10.2021    

Nur noch 2,7 Prozent: Arbeitslosigkeit im Westerwald sinkt weiter

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Montabaur bleibt auf Erholungskurs: Sowohl im Westerwald- als auch im Rhein-Lahn-Kreis gehen die Arbeitslosenzahlen weiter zurück. Hingegen spitzen sich die Auswirkugen des Fachkräftemangels zu. Offene Stellen bleiben sehr lange unbesetzt.

Symbolfoto

Montabaur/Region. Die Arbeitslosigkeit in der Region ist erneut zurückgegangen. Ende Oktober sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur, also Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis, 4.899 Menschen ohne Job gemeldet. Das sind 153 Personen weniger als im September.
Davon haben im Westerwaldkreis derzeit 3.048 Personen keine Beschäftigung (131 weniger als im September und 1.065 weniger als im Oktober 2020).
Die Arbeitslosenquote ist im Monatsverlauf um 0,1 Prozentpunkte auf nur noch 2,7 Prozent gesunken. Gegenüber dem Oktober 2020 gibt es 1.622 Erwerbslose weniger und einen Rückgang in der Quote um 0,9 Prozentpunkte. Vor einem Jahr waren es also noch 3,6 Prozent.

Elmar Wagner, Chef der Agentur für Arbeit Montabaur, beobachtet eine kontinuierliche Entspannung: „Der Arbeitsmarkt erholt sich seit Jahresbeginn in kleinen Schritten von den Folgen der Pandemie. Darin spiegelt sich der wirtschaftliche Aufwärtstrend. Die Zahl der Arbeitslosen konnte im Vergleich zum Herbst 2020 um ein Viertel abgebaut werden und ist erstmals seit fast zwei Jahren wieder unter 5.000 gesunken. Wir nähern uns erfreulich schnell dem niedrigen Niveau vor der Krise.“

Von der positiven Entwicklung profitieren alle Personengruppen, besonders aber die unter 25-Jährigen. Ihre Arbeitslosenquote beträgt nur noch 1,9 Prozent. Wagner: „Der Fachkräftebedarf spitzt sich in immer mehr Branchen bedenklich zu. Deshalb finden gerade junge Menschen, die aus einer Ausbildung kommen, leicht einen passenden Job mit guten Konditionen.“

Im Laufe des Monats meldeten sich 1.581 Männer und Frauen arbeitslos, während 1.741 Personen sich wieder abmelden konnten. Damit sind die Zu- und Abgänge auf dem niedrigsten Oktoberwert seit 2015. „Es ist ein Begleiteffekt der Corona-Krise, dass der Arbeitsmarkt weniger in Bewegung ist als gewohnt“, sagt der Agenturchef. „In ungewissen Zeiten setzt man auf eher Sicherheit als auf Risiko. Arbeitnehmer, die sich eigentlich verändern möchten, warten ab. Und die Betriebe haben dank der erleichterten Kurzarbeiterregeln die Möglichkeit, ihre Beschäftigten zu halten, auch wenn die Auftragslage noch nicht wieder zufriedenstellend ist.“



Auf dem Stellenmarkt geht es etwas belebter zu. Im Oktober meldeten die Betriebe dem Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter 628 Stellen; das sind 22 mehr als im September. Deutlicher fällt das Plus in der Jahressumme aus: von Januar bis Oktober gab es 6.167 Jobangebote der Unternehmen – 1.089 mehr als im gleichen Zeitraum 2020, der stark von der Pandemie mit ihren betrieblichen Einschränkungen bis hin zum Lockdown geprägt war. Jetzt zieht vor allem das verarbeitende Gewerbe wieder an. Der Bestand an zu vermittelnden Stellen liegt mit 3.976 fast wieder auf Rekordniveau und zeigt, wie gesucht insbesondere Fachkräfte sind. Oft können Stellen erst nach geraumer Zeit besetzt werden oder bleiben vakant.

Und so sieht es in den beiden Landkreisen des Agenturbezirks aus: Die Quote ist im Monatsverlauf um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent gesunken und liegt jetzt 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Im Rhein-Lahn-Kreis sind 1.851 Arbeitslose gemeldet. Das sind 22 Personen weniger als vor einem Monat und 557 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Quote bleibt auf dem Septemberwert von 2,8 Prozent und ist wie bei den Nachbarn gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozentpunkte zurückgegangen.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Stromabschaltung in Nister, Nistertal und Unnau

Am Sonntag, 13. April, wird in den Orten Nister, Nistertal und Unnau im Ortsteil Korb das Stromnetz gewartet. ...

Waldbrand in Nauroth: Schnelles Eingreifen verhindert weitere Ausbreitung des Feuers

Am Freitagnachmittag (4. April) kam es am Ortsrand von Nauroth zu einem Bodenfeuer, das sich aufgrund ...

Geschicklichkeitsturnier der Kreisjugendfeuerwehr Westerwald begeistert Wallmerod

Am Samstag (29. März) und Sonntag (30. März) fand in Wallmerod ein beeindruckendes Geschicklichkeitsturnier ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Hachenburg plant klimaneutrale Zukunft bis 2040

Die Verbandsgemeinde Hachenburg hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Mit der Fortschreibung ihres ...

Musikalischer Frühling im Westerwald: Serenaden-Konzert in Rennerod

Am Sonntag, 6. April, wird die Westerwaldhalle in Rennerod zum Schauplatz eines besonderen musikalischen ...

Weitere Artikel


Projekt "SPORTspielPLATZ": Schützengesellschaft Dernbach lädt ein

Die Schützengesellschaft Dernbach 1968 e.V. beteiligt sich an Projekt "Sportspielplatz" der Sportjugend ...

Alte Bücher vom Profi begutachten lassen

Am 27. November können Besitzer alter und womöglich wertvoller Bücher diese im Antiquariat in Rennerod ...

Boogie, Blues und Jazz in neuem Gewand

Das Forum Selters und Kultursommer Rheinland-Pfalz präsentieren "Boogielicous" in der Festhalle Selters. ...

Unternehmen aus Montabaur gewinnt Innovationspreis

Das Wirtschaftsministerium und die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) zeichneten fünf ...

Peter Sternberg aus Kalifornien findet seine jüdischen Wurzeln im Westerwald

Der Montabaurer Stadtarchivar Dennis Röhrig deckt viele Spuren auf: Ein Nachfahre von Holocaust-Flüchtlingen, ...

342 Ausbildungs-Absolventen für herausragende Abschlüsse ausgezeichnet

342 Absolventinnen und Absolventen haben im Jahrgang 2021 die Abschlussprüfung mit dem Gesamtergebnis ...

Werbung