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Nachricht vom 30.11.2021    

Stadtbibliothek Montabaur: Wie der Würfel aus dem Tablet kam

Medientraining für Kita-Kinder in der Stadtbibliothek Montabaur: Kids aus der Kita Himmelfeld übten den Umgang mit einem Tablet und lernten dabei spielerisch die Bibliothek kennen. Natürlich wurde dann auch noch richtig mit Schere und Papier gebastelt.

Das Training haben Daniel Zils von medien+bildung.com und Carina Senko von der Stadtbibliothek Montabaur geleitet. (Fotoquelle: Stadt Montabaur)

Montabaur. Stolz präsentiert der kleine Jan seinen bunten Papierwürfel. Die Bilder darauf hat er selbst fotografiert und ausgesucht, den Würfel hat er auf einem Tablet entworfen und anschließend gebastelt. Jan ist Vorschulkind an der Kita Himmelfeld und hat an einem Medientraining in der Stadtbibliothek Montabaur teilgenommen. Dieses war der Abschluss einer Fortbildungsreihe, die das Bibliotheksteam besucht hatte. Ausrichter der Fortbildung war das Landesbibliothekszentrum in Kooperation mit medien+bildung.com.

Vorschulkinder lernten den Umgang mit Tablets

Die Vorschulkinder der Kita Himmelfeld waren mit Eifer bei der Sache. Unter der Anleitung von Medienpädagoge Daniel Zils von medien+bildung.com übten sie erst einmal den Umgang mit den Tablets. Dann ging es auf Fotosafari durch die Räume der Stadtbibliothek auf der Suche nach geeigneten Bildmotiven für die Papierwürfel.

„Auf diese Weise haben sie nicht nur die ganze Bibliothek kennengelernt, sondern auch mit Freude ihre Lieblingsbücher fotografiert“, berichtete Carina Senko vom Bibliotheksteam, die das Medientraining organisiert und zusammen mit Zils geleitet hatte. Im nächsten Schritt galt es, die Bilder auf dem Tablet zu bearbeiten, auf das richtige Format zu bringen und schließlich in das Raster für den späteren Papierwürfel einzufügen. Dabei konnten die Kinder neben den eigenen Fotos auch online auf eine Bildgalerie zugreifen. All das ermöglicht die App „foldify“, die das Bibliotheksteam im Rahmen der Fortbildung kennengelernt hatte.

Der Würfel kommt zurück in die reale Welt
Schließlich wurden die fertigen Würfelschablonen auf Papier ausgedruckt, ausgeschnitten und zusammengeklebt. Hier war die Mithilfe der Erzieherinnen gefragt. „Für uns war es sehr spannend zu beobachten, welches Kind welche Kompetenzen mitbringt: Einige konnten mühelos mit dem Tablet umgehen, hatten aber hier und da noch Probleme, den Würfel richtig zu falten. Bei anderen Kindern war es genau umgekehrt“, stellte Angelika Kespe vom Kita-Team fest.



Die App „foldify“ eignet sich besonders gut, um den Transfer von der digitalen Welt ins reale Leben zu üben. „Erst erscheinen die Fotomotive aus der realen Welt digital auf dem Bildschirm des Tablets, dann entsteht dort digital der Vordruck für den Würfel, der dann als Papierausdruck wieder ins reale Leben gelangt. So lernen die Kinder spielerisch, wie digitale und analoge Welt zusammenhängen“, erklärte Daniel Zils die Vorteile dieser App.

Dabei ist „foldify“ nur eine von vielen Anwendungen und Methoden, die die Bibliotheksmitarbeiterinnen im Rahmen der zweijährigen Fortbildung kennengelernt haben. „Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten. Wir müssen jetzt überlegen, welche Geräte und Programme wir bei uns einsetzen können. Auf jeden Fall ist Medienbildung ein Schwerpunkt in unserer Bibliothek“, so Carina Senko.

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie haben Schulklassen jeder Altersstufe und Kita-Gruppen regelmäßig die Bibliothek besucht. Mit dem Einsatz der neuen Medien könnten künftig auch gezielte Kursangebote dazu kommen. Dieses Medientraining wurde vom Landesbibliothekszentrum finanziert. (PM)


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