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Pressemitteilung vom 08.12.2021    

Studienzeit in Beirut: Bad Marienberger Pfarrer Karl Jacobi ist im Libanon

Drei Monate lang ist der Westerwälder Pfarrer Karl Jacobi im Libanon. Der Seelsorger der Bad Marienberger Kirchengemeinde in Hof verbringt in Beirut eine Studienzeit.

Pfarrer Karl Jacobi aus Bad Marienberg. (Foto: Evangelisches Dekanat Westerwald)

Bad Marienberg. Die Studienzeit für Pfarrer an der Near East School of Theology (NEST) in Beirut ist international ausgerichtet. Es ist eine Gelegenheit zum Austausch und bietet die Möglichkeit, sich in der Welt des Gastlandes einzuleben. Pfarrer Jacobi ist Ende September zusammen mit Studienkollegen nach Beirut aufgebrochen. Der Libanon kämpft derzeit gleichzeitig mit einer der weltweit schlimmsten Wirtschaftskrisen in der modernen Geschichte, der Covid-19-Pandemie und den Folgen der massiven Explosion des Hafens von Beirut. Jüngste Schätzungen zeigen, dass fast 9 von 10 Libanesen in Armut und 36 Prozent in extremer Armut leben. Die von UNICEF veröffentlichten neuen Zahlen zeigen eine starke Verschlechterung der Lebensbedingungen über sechs Monate hinweg, wobei mehr als die Hälfte der Familien mindestens ein Kind hat, das im September täglich eine Mahlzeit ausgelassen hat.

Die Auswirkungen sind dramatisch, sodass 700.000 Kinder im Libanon nicht wieder zur Schule gehen können. Karl Jacobi ist schon vor diesem Aufenthalt im Libanon gewesen. Der weit gereiste Pfarrer war bereits in Südafrika und Äthiopien im Pfarrdienst. Im Libanon kommt Jacobi nun – neben den Studienzeiten zu Islamkunde, Geschichte, Orientalischen Kirchen und der libanesischen Gesellschaft als Multi-Kulti Gesellschaft – in Kontakt mit Theologen, Hilfsorganisationen und Menschen in unterschiedlichsten Zusammenhängen. Seine Erfahrungen postet er auf der Website: https://beirut.team.



Jacobi erhofft sich von der Studienzeit neue Erkenntnisse zu Flüchtlingsbewegungen, da im Libanon viele Flüchtlinge aus Syrien leben. Und auch zum Islam. “Wir bekommen hier bei uns einen europazentrierten Islam mit, das ist in einem Kernland des Islams anders. Die Hisbollah werden im Libanon als sozial denkende Menschen wahrgenommen, die sich für die Gemeinschaft einsetzten, da helfen, wo der Staat versagt.“ Er hoffe, dort einen authentischen Blick auf den Islam zu bekommen, und erhoffe sich Erkenntnisse darüber, wie Multi-Kulti im Libanon funktioniert und wie Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen im Westerwald aussehen kann. (PM)


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