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Pressemitteilung vom 13.12.2021    

Jenny Groß: Fachkompetenz der Förderschulen im Westerwald erhalten

Mitglied des Landtags (MdL) Jenny Groß besuchte die Schule am Rothenberg in Hachenburg. Handlungsbedarf bestehe vor allem in der Ausbildung von Förderschulkräften mit dem Schwerpunkt Sprache.

MdL Jenny Groß besuchte die Schule am Rothenberg. (Foto: Jenny Groß)

Westerwaldkreis. “Wir sind froh, dass mit der Schule am Rothenberg für Schüler und Eltern ein gutes und bewährtes Angebot mit dem Förderschwerpunkt Sprache für den Westerwaldkreis und den Landkreis Altenkirchen in Hachenburg angeboten wird“, so Jenny Groß MdL bei einem Gespräch mit Schulleiter Hans-Peter Augel und Konrektorin Kerstin Schlemper in Hachenburg. Großen Handlungsbedarf sehen Schulleitung und MdL Groß jedoch in der Ausbildung der künftigen Förderschullehrkräfte für den Förderschwerpunkt Sprache.

Zuvor informierten Augel und Schlemper die CDU-Landtagsabgeordnete sowie den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden und Kreisausschussmitglied Karl-Heinz Boll über die aktuelle Entwicklung an der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache. Mit dem Erweiterungsbau haben sich die räumlichen Gegebenheiten deutlich verbessert. Lernende und Lehrende sind dem Schulträger Westerwaldkreis für die gute räumliche Versorgung und die Sachausstattung dankbar. Auch die Zusammenarbeit mit den Kommunen vor Ort (Verbandsgemeinde und Stadt Hachenburg) sei konstruktiv. Als vorteilhaft erweise sich die Lage im Sportzentrum der Stadt Hachenburg, die unter anderem mit dem neuen Pumptrack, der Rundsporthalle, dem Schwimmbad und dem Kleinspielfeld eine zusätzliche Bereicherung für die Schulkinder darstelle.

Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Westerwälder Kreistag und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß MdL, ist sich mit der Schulleitung einig, dass die universitäre Ausbildung in Rheinland-Pfalz stärker auf die anspruchsvollen Herausforderungen eines inklusiven Schullebens und des jeweiligen Förderbedarfs ausgerichtet sein muss. Ein “Allrounder“ (Alleskönner) könne dies nicht leisten. Die Vermittlung von diagnostischen und therapeutischen Methoden oder die förderschwerpunktbezogene Fachdidaktik blieben dabei auf der Strecke. Nachbarbundesländer bieten auch bei der Verzahnung von Studium und Praxis bessere Ausbildungsangebote. Daher werde den Abiturienten aus dem Westerwald während der Praktika an der Schule am Rothenberg das Studium der Sprachheilpädagogik an einer Universität in einem Nachbarbundesland empfohlen.



Augel und Schlemper liegt die Zukunft des sonderpädagogischen Angebots am Herzen: “Wir begreifen uns als eine inklusive Schule, die für eine begrenzte Zeit (meist 1. und 2. Schuljahr) ein Förderort für schulpflichtige Kinder mit einem umfänglichen Förderbedarf im Bereich Sprache/Sprachentwicklung ist. Ferner begleiten wir ehemalige Schüler bei Bedarf beim Übergang von der Förderschule Sprache in die Grundschule.“ Beratungsangebote bestehen auch für die Kindertagesstätten beim Übergang der Kinder in die Grund-/Förderschule. Bei der Weiterbildung der Lehrkräfte von Regelschulen wird bezüglich einer optimierten Förderung im Bereich Sprache (Grammatik, Wortschatz, Lese- und Rechtschreibstörung LRS, Kommunikation, Lehrersprache...) vor Ort konkret aufgeklärt. Als PL-Hospitationsschule (PL=Pädagogisches Landesinstitut) biete die Schule am Rothenberg außerdem individuelle Fortbildungs- und Studientage für Lehrkräfte des ganzen Landes an.

MdL Jenny Groß machte abschließend deutlich, dass sie sich auf Landesebene nachdrücklich für eine ortsnahe (Uni Koblenz) und aufgabenzentrierte, fachlich optimierte Ausbildung der Sprachheilpädagogen beziehungsweise aller Förderschullehrkräfte einsetzen will: “Auch im nächsten Jahrzehnt sollen Westerwälder Schülerinnen und Schüler von fachlich gut ausgebildeten Lehrkräften unterrichtet werden.“ (PM)



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