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Nachricht vom 23.12.2021    

Corona: Die Zahlen sinken weiter - Aber erster Omikronfall im Westerwald bestätigt

Inzwischen sind 17 Verdachtsfälle auf Omikron im Westerwald aufgetaucht. Ein erster Fall wurde mittlerweile bestätigt. Kurz vor Weihnachten sind tragischerweise eine 86-Jährige und eine erst 60-Jährige aus der Verbandsgemeinde Montabaur an Covid-19 verstorben.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. Kurz vor Weihnachten sinken die Zahlen weiter ab. Laut Landesuntersuchungsamt sind derzeit noch 885 Fälle im Westerwaldkreis aktiv. Die 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz sinkt auf 3,09 pro 100.000 Einwohner. In den letzten 7 Tagen sind 318 neue Fälle bekannt geworden. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im Westerwald 156,8 pro 100.000 Einwohner, ist also ganz leicht gestiegen. Der Landeswert liegt bei 173,2. Die Delta-Variante scheint uns allmählich aus ihren Klauen herauszulassen.

Omikron droht mit fünfter Welle
In Großbritannien und in Frankreich sind durch die Omikron-Variante mehr Menschen innerhalb von 24 Stunden infiziert worden, als jemals zuvor. Die französischen Behörden scheinen schon zu kapitulieren. Es werden dort keine verschärften Maßnahmen mehr angeordnet. Aus Regierungskreisen in Frankreich heißt es, die Omikron-Variante sei zu ansteckend, als dass man sie jetzt noch aufhalten könne. Virologen hoffen, dass der Krankheitsverlauf von Omikron generell gemäßigt bleibt. Noch kann das niemand voraussehen. Prognosen sagen aber voraus, dass Omikron bis spätestens Ende Januar 2022 auch die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird. In Rheinland-Pfalz gibt es bislang 145 Verdachtsfälle, 10 Fälle sind eindeutig bestätigt, davon einer im Westerwald.

So wie es derzeit aussieht, sind lediglich geboosterte Personen ein Stück weit vor Omikron geschützt, zumindest kann sie die Schwere des Verlaufs bei Omikron mindern. So hat sich gezeigt, dass in den vergangenen acht Wochen eine vollständige Impfung einen 24,1-fachen Schutz für die 18 bis 59-Jährigen bietet, um das Risiko eines intensivmedizinischen Aufenthaltes zu vermeiden. Bei den Älteren liegt dieser Schutz immer noch beim 18,8-fachen. Von den 187 Verstorbenen im Westerwald ist nachgewiesen, dass Covid-19 bei 180 Personen ursächlich zum Tod geführt hat.



Hausärzte sind monatelang ausgebucht
Laut kassenärztlicher Vereinigung wurden alleine von den Hausärzten bis zum Mittwoch 52.065 Personen im Westerwald geboostert, haben also die Auffrischimpfung bereits erhalten. Das entspricht inzwischen 25,79 Prozent der Geimpften. Hinzu kommen das Impfzentrum Westerwald-Sieg, wo inzwischen knapp 8.000 Menschen geimpft worden sein sollten sowie die zahlreichen Impfungen per Impfbus.

Trotz aller Aktivität: Die Nachfrage ist derart groß, dass viele Hausärzte bereits bis in den März 2022 hinein ausgebucht sind. Geboosterte Personen genießen derzeit das Privileg, dass sie zum Beispiel beim Besuch im Restaurant keinen zusätzlichen Testnachweis vorlegen müssen. Ob das angesichts der Omikron-Variante so bleibt, ist derzeit ungewiss.

Aufgeschlüsselt nach Verbandsgemeinden
Laut Kreisverwaltung sind die erfassten aktiven Fallzahlen noch niedriger, als vom Landesuntersuchungsamt ermittelt. Dies liegt an unterschiedlichen Meldeverfahren und zeitlicher Versetzung. In den einzelnen Verbandsgemeinden sind die Fälle laut Kreisverwaltung wie folgt verteilt:
Montabaur: 121
Westerburg: 80
Selters: 75
Höhr-Grenzhausen: 63
Rennerod: 63
Wirges: 52
Bad Marienberg: 42
Wallmerod: 41
Hachenburg: 32
Ransbach-Baumbach: 32

Quellen: Landesuntersuchungsamt, Kassenärztliche Vereinigung, Kreisverwaltung, Landesregierung, Bundesregierung, RKI, Redaktion



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