Werbung

Nachricht vom 28.01.2022    

Corona: Trotz steigender Inzidenzen sinkt die Hospitalisierungsrate

Die Inzidenz im Westerwaldkreis steigt rasant weiter. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz bereits bei bisher unerreichten 865,3. Die Hospitalisierungsrate hingegen fällt binnen zwei Tagen um 0,65 Punkte auf 4,5. Wenn sich diese Momentaufnahme milder Verläufe weiter fortsetzt, wäre das ein gutes Zeichen.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. Laut Landesuntersuchungsamt wurden im Westerwaldkreis seit vergangenem Freitag 1.749 Neuinfektionen registriert. Im Vergleich lag die Anzahl der registrierten Neuinfektionen eine Woche zuvor bei 938. 3.171 Fälle sind derweil schon im Westerwald aktiv, am Montag waren es noch knapp 1.800, am Mittwoch waren es etwas mehr als 2.500. Die Kurve geht also weiter steil nach oben.

Pressekonferenz auf Bundesebene
Bei der Pressekonferenz am 28. Januar erläuterte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, Deutschland habe die besondere Situation, dass viermal so viele Senioren über 60 Jahre im Verhältnis zu Großbritannien nicht geimpft seien, nämlich gut 12 Prozent. Diese Gruppe gelte es jetzt, besonders zu schützen. Im Verhältnis zur Gesamtinzidenz sei dies bisher auch gelungen. Tatsächlich liegt die 7-Tage-Inzidenz dieser Altersgruppe im Westerwald aktuell bei 302,5, was auf der einen Seite sehr hoch ist, andererseits nicht einmal halb so hoch, wie die Gesamtinzidenz. Lauterbach verwies darauf, dass das Risiko, an Corona zu sterben, nach einer Booster-Impfung zu 99 Prozent sinken würde. Sein Ziel sei es, durch die Omikron-Welle zu kommen, mit möglichst wenigen Sterbefällen. Um im Herbst eine neue Welle zu verhindern, plädierte Lauterbach nochmals für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht.

RKI-Chef Lothar Wieler gab an, die Omikron-Welle wäre ohne die ergriffenen Maßnahmen noch rasanter gestiegen, als jetzt zu sehen. Dadurch würde Zeit gewonnen, dass sich mehr Menschen mit einer Booster-Impfung vor einem schweren Verlauf schützen könnten. Laut kassenärztlicher Vereinigung bestätigt sich dieser wichtige Zeitfaktor. Bis jetzt haben inzwischen 71.589 Westerwälder bei den ansässigen Hausärzten eine Boosterimpfung erhalten, das sind 1.400 Personen mehr, als noch vor zwei Tagen, also im Schnitt rund 700 Personen am Tag. Bis jetzt sind 35,46 Prozent der Bevölkerung geboostert, haben entsprechend die Auffrischimpfung erhalten. Lothar Wieler betonte dennoch: In nur einer Woche hätte sich ein Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland infiziert. Das betrifft natürlich auch Mitarbeiter der Krankenhäuser, wodurch weiteres Personal ausfällt und die Kapazitäten eingeengt werden.



Aktive Corona-Fälle in den Verbandsgemeinden
Die Verbandsgemeinde Hachenburg stagnierte in den aktiven Fallzahlen seit Mittwoch. Alle anderen Verbandsgemeinden legten zu. Die Fälle hinter den Pluszeichen gelten für einen Zeitraum von 48 Stunden.
Montabaur: 441 (+76)
Wirges: 308 (+56)
Hachenburg: 251 (+-0)
Westerburg: 233 (+71)
Ransbach-Baumbach: 210 (+13)
Bad Marienberg: 192 (+30)
Höhr-Grenzhausen: 179 (+7)
Selters: 159 (+9)
Rennerod: 135 (+6)
Wallmerod: 108 (+21)

Quellen: Landesuntersuchungsamt, Kassenärztliche Vereinigung, Kreisverwaltung, Landesregierung, Bundesregierung, RKI, Redaktion (ts)


Mehr dazu:   Coronavirus  
Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Frühlingszeit, Zeckenzeit: Was Hunde, Katzen & Menschen jetzt wissen müssen

Nach einem milden Winter sind die Zecken wieder unterwegs und machen nicht nur uns Menschen, sondern ...

Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Montabaur feiert erfolgreiche Premiere der Lachnacht

Die "1. Montabaurer Lachnacht" lockte am 2. April zahlreiche Besucher in die Stadthalle Haus Mons Tabor. ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Einführung von Pfarrer Michael Zopf in Rennerod: Ein neuer Abschnitt für die Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Rennerod hat Pfarrer Michael Zopf in einem festlichen Gottesdienst offiziell ...

Abiturfeier am Mons-Tabor-Gymnasium: Ein magischer Abschied

Am 31. März verabschiedete das Mons-Tabor-Gymnasium 95 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Feierlichkeiten ...

Weitere Artikel


Aktualisiert: Verkehrsunfallflucht in Dernbach - Zeugen halfen bei Aufklärung

Die Polizei suchte am heutigen Samstag nach Hinweisen aus der Bevölkerung. Ein älterer grüner BMW der ...

Ortsbegehung in Neuhäusel - Verkehrsberuhigter Bereich im Visier

Ein Wohngebiet im verkehrsberuhigten Bereich in Neuhäusel war Treffpunkt für Delegierte der Verbandsgemeinde, ...

Endergebnisse der „Stunde der Wintervögel“ liegen vor

Bei der vom NABU initiierten Zählung „Stunde der Wintervögel“ haben rund 176.000 Menschen mitgemacht ...

Westerwald: Jenny Groß als neue CDU-Kreisvorsitzende vorgeschlagen

Der CDU-Kreisvorstand und die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden haben in einer als Videokonferenz durchgeführten ...

Polizei in Wirges sucht nach dem Fahrer eines beschädigten Renault

Eine Frau, die in Wirges beim Ausparken einen Renault anstieß, suchte im nahen Supermarkt nach dem Fahrer ...

Mieter-Gütesiegel warnt vor zu teuren Klimaschutz-Sanierungen

Die Mieter nicht "arm sanieren" ist die Botschaft des Mieter-Gütesiegels "Mein Fair-Mieter". Rund 100.100 ...

Werbung