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Nachricht vom 06.02.2022    

Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Solidarität prägen die Caritas im Westerwald

Nächstenliebe, Respekt, Gerechtigkeit und Solidarität prägen die Caritas. Die Jahreskampagne steht unter dem Hashtag #DasMachenWirGemeinsam. Der Vorstand zeigt die Regenbogenflagge und steht für vollständige Normalität der verschieddenen sexuellen Ausrichtungen.

Für Caritasdirektorin Stefanie Krones und Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß vom Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn sind Werte wie diese, aber auch Respekt, Gerechtigkeit und Solidarität gerade in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. (Fotoquelle: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e.V.)

Westerwaldkreis. Nächstenliebe, Respekt, Gerechtigkeit und Solidarität sind nicht nur Begriffe, die die Caritas treffend umschreiben. Es sind vielmehr die Werte, die das Handeln der Caritas prägen und die die Menschen leben, die dort tagtäglich ehren- und hauptamtlich tätig sind. Und dies seit nunmehr 125 Jahren. So lange schon setzt sich Deutschlands größter Wohlfahrtsverband für eine solidarische Gesellschaft ein.

Aus diesem Grund steht die Caritaskampagne 2022 des Deutschen Caritasverbandes auch ganz im Zeichen des Jubiläums. Unter dem Motto "Zukunft denken, Zusammenhalt leben" und dem Hashtag "#DasMachenWirGemeinsam" will man deutlich machen, was die Caritas antreibt und welche Werte ihr wichtig sind.

Besonders in Zeiten von globaler Pandemie, Klimawandel und gesellschaftlichen Spaltungen seien diese Werte wichtiger denn je, betonen Caritasdirektorin Stefanie Krones und Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß unisono. Seit etwas mehr als einem Jahr leiten die beiden Vorstände gemeinsam die Geschicke beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn.

72 Prozent der Menschen glauben, die Corona-Pandemie wirft Gräben auf
Die Sorge, die Pandemie könne den Zusammenhalt in der Gesellschaft beschädigen, begleitet die Corona-Krise von Anfang an. Dies unterstreicht auch eine aktuelle Umfrage des Deutschen Caritasverbandes. Laut dieser sind 72 Prozent der Menschen in Deutschland der Meinung, dass die Pandemie den Zusammenhalt in Mitleidenschaft gezogen hat, 37 Prozent davon sehen ihn gar deutlich beschädigt. Nur 25 Prozent der Befragten erleben den Zusammenhalt als gestärkt. Während die Umfrage den bundesweiten Trend widerspiegelt, können Stefanie Krones und Frank Keßler-Weiß aus dem eigenen Verband durchaus von vielen großartigen Beispiele gelebter Solidarität berichten.

Impfquote der Mitarbeiter schützt sensible Einrichtungen
„Die zurückliegenden Monate waren für den gesamten Verband extrem herausfordernd. Zumal wir es in vielen Bereichen mit Menschen zu tun haben, die zu den vulnerablen Risikogruppen gehören, etwa in unseren Altenzentren, den Sozialstationen oder den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung", berichtet Stefanie Krones. Dass es bisher dennoch gelungen sei, das Corona-Virus weitestgehend aus den Einrichtungen fernzuhalten oder zumindest einzugrenzen, sei in erster Linie auf das Engagement und das Know-how der Mitarbeitenden zurückzuführen. Eine große Rolle spiele das Commitment der Mitarbeitenden gegenüber den jeweiligen Einrichtungen und insbesondere gegenüber den Menschen, für welche die Caritas da ist. Schließlich müssten sich die Mitarbeiter auch in ihrem privaten Leben maximal einschränken, um sich selbst, aber vor allem auch die Menschen, für die sie Verantwortung tragen, nicht zu gefährden. Dies sei bis jetzt - auch dank der nahezu 100-prozentigen Impf- und Boosterquote - gelungen.



„Gleichzeitig konnten wir im gesamten Verband eine große Solidaritätsbereitschaft erleben. Die Mitarbeitenden in allen Bereichen haben sich – auch abteilungsübergreifend – untereinander ergänzt und unterstützt“, sagt Frank Keßler-Weiß und weist zudem auf die riesige Welle an gesamtgesellschaftlicher Hilfsbereitschaft hin, die der Verband während der gesamten Pandemie erfahren durfte.

Regenbogen für die Akzeptanz diverser sexueller Ausrichtungen
Wie wichtig Nächstenliebe, Respekt, Gerechtigkeit und Solidarität sind, werde auch bei der aktuell geführten Diskussion rund um den Hashtag "#OutInChurch" deutlich. Im Rahmen der besagten Kampagne hätten sich kürzlich Menschen, die hauptamtlich oder ehrenamtlich in der katholischen Kirche arbeiten, gearbeitet haben oder arbeiten möchten, als queer (also nicht heterosexuell) geoutet. Der Vorstand des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn erklärt sich solidarisch mit allen queeren Menschen und unterstützt die Initiative mit dem Hashtag "#OutInChurch" ohne jede Einschränkung, so zeigen Krones und Keßler-Weiß Regenbogenflagge.

Besonders wichtig sei beiden, dass niemandd im Verband Angst habe. Die Loyalitätspflichten, die für die Einrichtungen und Dienste gelten, seien bereits mit der Reform der kirchlichen Grundordnung 2015 sehr weitgehend geöffnet und an die gelebte Realität angepasst worden.

Im Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn leben und arbeiten seit langem nicht-heterosexuelle Menschen, mit und ohne Partnerschaft, in eingetragener Lebenspartnerschaft oder verheiratet, offen mit ihren Kollegen in bestem Einvernehmen zusammen. Aus Sicht der beiden Vorstandsmitglieder sei es wichtig, alles dafür zu tun, dass diese Haltung in allen Bereichen der Kirche und Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit wird. Alle Menschen mit ihren vielfältigen Identitäten seien Ebenbilder Gottes und selbstverständlicher Teil unserer Gemeinschaft, so Krones und Keßler-Weiß.(PM)


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