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Pressemitteilung vom 03.05.2022    

Regionaler Arbeitsmarkt bleibt noch auf Erholungskurs

Die Zahl der Erwerbslosen im Bezirk Montabaur sinkt unter 5.000. Besonders im Bereich der Fachkräfte gibt es einen hohen Bedarf. Dies zeigt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt. Derzeit gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerbende.

Symbolfoto. (Foto: Pixabay / nicholasjkaufmann)

Westerwaldkreis. Trotz unsicherer Zeiten und herabgesetzter Konjunkturprognosen bleibt der Arbeitsmarkt auf Erholungskurs: Im April waren für den Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur – er umfasst den Westerwald- und den Rhein-Lahn-Kreis – 4.901 Menschen ohne Job gemeldet. Das sind 235 Personen weniger als im Vormonat. Wesentlich ausgeprägter ist der Rückgang um 1.424 Personen gegenüber dem April 2021, als die Pandemie noch deutlich zu Buche schlug. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,7 Prozent; im März waren es 2,8 Prozent, vor einem Jahr 3,5 Prozent.

“Es ist erfreulich, dass die Zahl der Arbeitslosen wieder unter 5.000 gesunken ist“, sagt Elmar Wagner, Chef der Agentur für Arbeit Montabaur. “Nach den langen und erheblichen Einschränkungen durch Corona kehrt zunehmend Normalität ein. Die gewohnte Frühjahrsbelebung verstärkt diese positive Entwicklung. Sie wird jedoch gewiss nicht anhalten: Putins Krieg gegen die Ukraine wird zusätzlich zu allem menschlichen Leid massive Folgen haben für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt – weltweit und bis hinein in unsere Region.“

Insgesamt ist die Erwerbslosigkeit zwar zurückgegangen. Aber während des vergangenen Monats mussten sich im Bezirk Montabaur mehr Menschen als im März arbeitslos melden, weil sie ihren Job verloren haben. Und auf der anderen Seite konnten nicht so viele Arbeitslose wie im Vormonat in eine neue Beschäftigung gehen. Dies wertet Wagner als erstes Anzeichen einer Trendwende.

Auch auf dem Stellenmarkt ging es im April verhaltener zu. Die Unternehmen meldeten weniger freie Arbeitsplätze als in den Vormonaten. In der Jahressumme seit Januar steht jedoch ein Plus von 197 Stellen beziehungsweise 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Bestand ist mit 4.026 Stellen um ein Drittel höher als im April 2021 (plus 1.034 Stellen) und spiegelt den Branchen übergreifenden Fachkräftebedarf, der immer schwieriger zu decken ist.



Wagner: “Mit dem demografischen Wandel verschärft sich diese Herausforderung. Zusammen mit den Partnern am Arbeitsmarkt gilt es, Potenziale zu erkennen und zu erschließen. Dazu gehört, gut ausgebildete Frauen zurück ins Berufsleben zu holen, Wege zu ebnen für Menschen mit Handicaps und bei der Suche nach Auszubildenden auch jungen Leuten eine Chance zu geben, die die Anforderungen zunächst nicht optimal erfüllen. Die Arbeitsagentur kann die Betriebe dabei unterstützen und auch finanziell fördern.“

Auf dem Ausbildungsmarkt geht die Zahl der Bewerber weiter zurück. Seit Beginn des Ausbildungsjahres (1. Oktober 2021) haben sich bei der Arbeitsagentur 1.410 junge Leute gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 122 Personen oder 8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2020/21. Das Angebot der Unternehmen ist unterdessen im selben Maß gestiegen. Mit 1.816 Ausbildungsplätzen meldeten sie 139 mehr als ein Jahr zuvor; das entspricht einem Plus von 8,3 Prozent. Derzeit warten noch 1.212 Lehrstellen darauf, besetzt zu werden, während 790 junge Menschen noch auf der Suche sind. Pro Kopf gibt es also aktuell 1,5 offene Plätze für Azubis. Elmar Wagner: “Das zeigt: Wer über eine klassische Lehre ins Berufsleben einsteigen will, hat bessere Startbedingungen denn je. Viele Betriebe werden im Wettbewerb um geeignete Nachwuchskräfte neue Ideen entwickeln müssen.“

Und das sind die Eckwerte des Arbeitsmarkts im Kreis: Für den Westerwaldkreis werden 3.047 Menschen ohne Arbeit gezählt. Das sind 137 Personen weniger als im März und 809 weniger als im April 2021. Die Quote ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozentpunkte gesunken. Sie beträgt aktuell 2,7 Prozent. (PM)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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