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Nachricht vom 11.05.2011    

Eindruckvolles Benefizkonzert für Japan in Selters

Bei einem Benefizkonzert in Selters zugunsten des Japanischen Roten Kreuzes mit zwei deutsch/japanische Ehepaaren wurden 1800 Euro gespendet. Der stellvertretenden Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes MdL Ralf Seekatz nahm das Geld dankend entgegen. Das Konzert war die erste Veranstaltung des „Forum Selters“.

Virtuos und eindrucksvoll: Werner Gössl an der Marimba.

Selters. Mit einer Klaviersonate von Beethoven, der in Japan sehr verehrt wird, eröffnete Arnd Dolge den Abend. Er gab in seiner Interpretation den Sätzen eine emotionale Bezeichnung: Der erste Satz strahle Geborgenheit aus, der zweite, schnelle Satz erklinge leidenschaftlich, der Dritte drücke Trauer aus um im Schlusssatz könne man in den schnellen Bewegungen Lebensfreude spüren, so der Pianist. Auf diese Weise vorgetragen, bildete die Sonate einen gelungenen Einstieg in den Abend, bei dem es auch in einem Gespräche mit Familie Dolge um das Leben im Erdbebenland Japan ging. Beide hatten viele Jahre in Japan gelebt und sich während des Erdbebens am 11. März dort aufgehalten. Im Gespräch mit Moderator Klaus-Jürgen Krah schilderten das Ehepaar eindrücklich, wie Japaner mit der Erdbebengefahr leben, wie auch ihre Kinder feuerfeste Schulranzen mit Notrationen mit sich trugen, dass man Schränke an der Wand verschrauben muss und als Kind lernt, Kleidung abends so abzulegen, dass man sich schnell im Dunkeln anziehen kann.



Das Ehepaar Atsuyo und Werner Gössl musizierten auf Marimba und Klavier. Mit hymnischen und rhythmisch-prägnanten Stücken, mit ihrer intensiv-virtuosen Spielweise aber auch mit sphärisch-choralähnlichen Passagen zauberten beide einen selten gehörten Klang in den Selterser Festsaal.

Aufregend wurde es, als Arnd und Kimiko Dolge zu zweit vor einem Flügel Platz nahmen. Besonders die furiose und dynamische Interpretation von Smetanas „Die Moldau“ brachte stehenden Applaus. Ihren Dank aber auch ihre Anteilnahme angesichts der 25.000 Toten, davon 4.000 Kindern, sprachen die Pianisten in einer Zugabe aus: Eine Variation von „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“.


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