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Nachricht vom 08.06.2022    

Abtei Marienstatt: Ein romantisches Konzert der Weltklasse

Von Elke Stockhausen

Pfingstmontag, ein romantisches Konzert mit Violine und Klavier in einem nahezu vollen Haus: die Annakapelle im Schulgebäude des privaten Gymnasiums der Abtei Marienstatt. Ein Konzert aus der Reihe der Marienstatter Abteikonzerte, das wieder einmal zeigte, dass der Besuch sich lohnt.

(Fotos: Elke Stockhausen)

Streithausen. Frater Georg eröffnete den Nachmittag mit einer kurzen Ansprache.
“Was hat Pfingsten mit Musik zu tun?“, eine Frage, die sich sicher nur wenige der Zuhörer gestellt hatten. Der aus dem neunten Jahrhundert stammende, lateinische Pfingsthymnus um den Heiligen Geist “Veni, creator spiritus“ gäbe hier die Antwort. Die vierte Strophe lautet: “Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht und unser schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut.“ Pablo Casals sähe die Verbindung zur Musik wie folgt: “Bei denen, die nicht lieben, vertreibt Musik allen Hass. Dem Ruhelosen gibt sie Frieden und den Weinenden tröstet sie. Die, die nicht mehr weiterwissen, finden neue Wege und denen, die alles ablehnen, erwächst neue Sicherheit und Hoffnung.“

Meisterlich vorgetragen
Eingestimmt, mit diesen Worten, begann ein Konzert, von Meisterhänden vorgetragen. Franz Schubert, Sonatine a-Moll op.137/2. Die eine aus dem Zyklus von drei Sonatinen, die Schubert für Piano und Violine schrieb. Romantisch, oftmals getragen vom Melodienbogen der Violine, das Klavier begleitend mit Akkorden. Die Romantik des Stückes, dargeboten in Perfektion, als hätten beide Meister mit Magie den Instrumenten den Weg gezeigt, den beide gemeinsam gingen.

Gefolgt von Ludwig van Beethoven, Sonate op. 24 „Frühlingssonate“, die mit leichtem Temperament tänzelnd den Frühling beschrieb und musikalische Sprenkel von frischer Frühlingsluft und singenden Vögeln an die Zuhörer weitergab. Beethoven, wer es bemerkte, manchmal verwendete er hier Passagen des populären Klavierstückes „Für Elise“.
Franz Liszt, Cantique d´amour, das Hohe Lied der Liebe, entführte in die sanfte Ruhe. Rolf-Dieter Arens brillierte. Die Weichheit, mit der er den Steinway Flügel zum Klingen brachte, transportierte Gefühle und wieder einmal schlossen einige im Publikum die Augen, um ganz in der Musik zu versinken.



Edvard Grieg, Sonate c-Moll op. 45, vermochte eine Kommunikation beider Instrumente zu kreieren und bildete den Abschluss einer romantischen Reise durch die Klassik.

Ein Konzert, voller Gefühl. Romantik, getragen durch die Moll-Tonarten und wohl temperiert. Die beiden Meister? Andreas Hartmann am Grand Piano, ist Honorarprofessor für Violine an der Hochschule in Weimar. Auch Rolf-Dieter Arens hatte in Weimar eine Professur inne, bis er 1991 emeritierte. Ihr musikalisches Schaffen führte beide in die Welt, sie waren an TV-, CD- und Rundfunkproduktionen beteiligt und spielten gemeinsam die Robert Schumann Sonate für Violine und Klavier op. 121 ein.

Wieder einmal bot der Marienstatter Musikkreis die Möglichkeit, einen musikalischen Genuss zu erleben. Am Freitag, 29. Juli, wird es die Orgelnacht sein, die das Publikum mit einer Illumination im Hochchor der Abtei erwartet. Nähere Informationen finden man unter www.abtei-marienstatt.de. (Elke Stockhausen)



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