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Nachricht vom 13.06.2022    

Feurige Fiesta und verzauberte Puppen: Ballerinen zünden Tanz-Feuerwerk


Ein farbenfrohes, feuriges und famoses Spektakel boten die Ballerinen der Haigerer Ballettschule "Ivanisi" bei ihrer Ballettgala - gleich zwei Stücke bot das Ensemble: "Die verzauberten Puppen" und spanische Momente aus "Don Quijote".

Lina Schüler und die Porzellanpuppen. Fotos und Text: Christian Pulfrich

Westerburg. Rund 550 Zuschauer mussten mangels passender Bühnen im nördlichen Kreis den langen Weg nach Westerburg nehmen - dieser lohnte sich, denn es wurde ein Feuerwerk der Ballettkunst geboten und der Auftritt mit stürmischen Applaus und Standing Ovation quittiert.



Die Geschichte der „Verzauberten Puppen" ist inhaltlich schnell erzählt: die „Kleine Prinzessin" (Lisette Fischer) sitzt gelangweilt und traurig auf ihrem Thron und ihre Hofdame, die „Puppenfrau" Claudia Lohmann, bemüht sich, der Prinzessin die schönen Seiten des Lebens zu zeigen und erweckt die Puppen zum Leben, die dann für die Prinzessin tanzten. Was die Tänzerinnen boten, ließ nicht nur die Prinzessin erwachen, sondern verzückte das Publikum: Die verschiedenen Gruppen der Ballettschule zeigten in ihren bunten Kostümen ein farbenfrohes Feuerwerk. Die Jüngsten tanzten als „Harlequins" und als „kleine Feen" mit Claudia Lohmann und Annemie Nöh munter über die Bühne. Die erst zehnjährige Maria Maricus führte die Marishkas in ihren purpurroten und kobaltblauen Kostümen zu ihrem Auftritt und die bezaubernde Lina Schüler tanzte zusammen mit den „Porzellanpuppen". Orientalisch wurde es mit Daria Kushnirova und Sophia Dalke, bevor Katharina Korthaus zusammen mit „chinesischen Puppen" ihr Können zeigte. Anne Marie Heinke führte die „Ländler" mit ihren Dorfmädchenkleidern auf die Bühne. Als Spieluhren tanzten Liv Marit Stehl und Josefine Kumst ganz famos und die Schmetterline brachten nochmals ordentlich Farbe ins Spiel. Den Abschluss des ersten Akts boten die Ballerinen Sophie Wagner, Nele Gail, Nathalie Paul und Ballettschulenleiterin Elisabeth Höfer: Der „Grand Pas de Quatre" bot minutenlang Balletttanz der Spitzenklasse, alle vier Tänzerinnen kennen die Bühne seit Jahren und bewiesen, wie hochklassig Ballettsport in Haiger trainiert wird. In unglaublicher Präzision und Abstimmung zeigte das Quartett schwierigste Schritte und Posen scheinbar spielerisch und in absoluter Synchronität.





In eine ganz andere Welt entführte der zweite Teil: Schon die Ouvertüre ließ die Zuschauer akustisch nach Spanien reisen. „Bilder aus Don Quijote" wurden mit einem Gruppentanz in spanischen Kostümen eröffnet: Mit seinen sieben Tänzerinnen trat der einzige Junge, Allessio Damian Sätzer, in Aktion. Beim Entrée, der Serenade und Morena war wieder die Tanzkunst der „Großen" gefragt: Katharina Korthaus, Sophie Wagner, Lina Schüler, Nele Gail, Vanessa Wissenbach, Liv Marit Stehl, Josefine Kumst, Nathalie Paul und Elisabeth Höfler begeisterten in ihren bunten, weitschwingenden Kleidern. Immer voller wurde die Bühne in der Folge, bis beim Gruppentanz insgesamt 16 Akteure in ihren iberischen Kostümen die Atmosphäre eines spanischen Dorfplatzes auf die Bühne zauberten. Die Spannung steigerte sich durch verschiedene Variationen und Charaktertänzen der älteren Tänzerinnen, bis beim großen Finale alle Tänzerinnen die Bühne in ein farbenfrohes Spektakel verwandelten.



Insgesamt verzückten die Ballerinen gute eineinhalb Stunden ihr Publikum und zeigten Tanzkunst auf höchstem Niveau. Besonders hervorzuheben ist die große Anzahl junger und jüngster Tänzerinnen, die in ihren Gruppentänzen überzeugten. Die Choreographien der beiden Teile stammen von Ballettschulenlehrerin Elisabeth Höfer und der „Grand Dame" des Haigerer Balletts, Dana Manolescu Ivanisi. Die nächste Aufführung ist schon in Planung: Im Sommer 2023 wird „Schneewittchen" auf die Westerburger Bühne gebracht.


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