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Nachricht vom 10.10.2022    

"Kunstmeile" und verkaufsoffener Sonntag lockten nach Bad Marienberg

Von Wolfgang Rabsch

Bad Marienberg scheint einen besonders guten Draht nach ganz oben zu haben, denn während andere Ortschaften in den letzten Tagen und Wochen bei Open-Air Veranstaltungen mit dem schlechten Wetter haderten, überstrahlte an diesem Wochenende (9. Oktober) in Bad Marienberg die Sonne alle Wolken.

Fotograf: Wolfgang Rabsch

Bad Marienberg. Mit dem schönen Wetter waren beste Voraussetzungen gegeben, im Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Marienberg die „Kunstmeile“ zu eröffnen, und gleichzeitig in der Bismarckstraße die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag zu öffnen.

Die „Kunstmeile“ hat sich inzwischen längst etabliert und ist zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Bad Marienberg gewachsen. Ursprünglich wurde die Kunstmeile ins Leben gerufen, um Künstler in der Region des Westerwaldes zu fördern und zu unterstützen. Die letzte Veranstaltung dieser Art fand 2019 statt, musste aber wegen Umbaumaßnahmen in der Sparkasse in das Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung verlegt werden. 22 Ausstellungen der Kunstwerke wurden ohne Unterbrechung in den Jahren zuvor in der Kundenhalle des Beratungscenters der Sparkasse Westerwald-Sieg (SKWWS) durchgeführt. 2020 und 2021 fiel die „Kunstmeile“ der Pandemie zum Opfer.

So wunderte es nicht, dass Dr. Andreas Reingen als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westerwald-Sieg, sich beim Hausherrn der VG Bad Marienberg, Bürgermeister Andreas Heidrich, auf das herzlichste bedankte, dass die Ausstellung im Foyer des Verwaltungsgebäudes stattfinden konnte. Dr. Reingen würdigte auch die Arbeit von Sybille Hölzemann-Gösel und Peter Mohr, beide Angestellte bei der SKWWS, die maßgeblich am Zustandekommen der Ausstellung mitgewirkt hatten. Insbesondere hob der Vorstandsvorsitzende das Wirken von Uli Seiler, dem ehemaligen Landtagsabgeordneten aus Bad Marienberg hervor, der vor über 20 Jahren den Kontakt zu den Künstlern hergestellt, und diesen kontinuierlich vergrößert, und zusammengeführt hat.

Kai Enners, vom Vorstand der Werbegemeinschaft Bad Marienberg, die zusammen mit der SKWWS die Kunstmeile veranstaltet, informierte die Gäste über das Zustandekommen der diesjährigen Kunstmeile, und zeigte sich überzeugt, dass diese auch von Erfolg gekrönt sein würde. In Vertretung für die verhinderte Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher, überbrachte Julia Salzmann die besten Wünsche der Stadt Bad Marienberg, und eröffnete schließlich die Vernissage.

Rolf Schneider definierte linguistisch den Begriff Kunst
Zuletzt ergriff Rolf Schneider, einer der ausstellenden Künstler das Wort, und befasste sich mit der Definition des Wortes Kunst. Ihm sei aufgefallen, als er bei seinem Metzger Fleischwurst bestellte, dieser fragte, ob er die Wurst im Natur- oder Kunstdarm wünsche. „Da frage ich mich, was hat die Pelle mit Kunst zu tun? Auch der Unterschied zwischen künstlich und künstlerisch ist gravierend. Während künstlich falsch und unecht meint, steht das andere Adverb für gestaltend, kreativ und fantasievoll“, meinte der Künstler. Rolf Schneider führte noch weitere negative Beispiele auf, die mit Kunst im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben: Kunstschnee, Kunstrasen und Kunstdünger.



Mit der linguistischen Definition der Begriffe wolle er die Bedeutung von Kunst hervorheben. Für seine Rede erhielt Rolf Schneider viel Beifall.

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von der Jazzpianistin Lea Wagenbach, die auf dem Flügel der Verbandsgemeinde spielt, und von Paul Müller mit seinem Saxofon. Beide sind besonders talentierte Schüler des Landesmusikgymnasiums Rheinland-Pfalz in Montabaur.

Nach dem Ende der kleinen Eröffnungsfeier nutzen die Anwesenden die Gelegenheit, sich eingehend mit den ausgestellten Bildern zu befassen. Da viele der ausstellenden Künstler auch vor Ort waren, fanden viele Gespräche statt, die sich fast alle um das Thema Kunst drehten. In der Ausstellung waren verschiedene Stilrichtungen der Malerei zu bewundern, so etwa Aquarellmalerei, Ölmalerei, Pastellmalerei, aber auch kunstvolle Fotografien und Skulpturen aus Stahl, Eisen und Holz fanden die Aufmerksamkeit der Besucher.

Besucheransturm auf der Flaniermeile
Der verkaufsoffene Sonntag in der City von Bad Marienberg entpuppte sich als Besuchermagnet. Bereits mittags tummelten sich viele Besucher aus Bad Marienberg, aber auch aus den umliegenden Ortschaften, in der Innenstadt. In den Schaufenstern und Innenräumen verschiedene Geschäfte konnten weitere Kunstwerke der beteiligten Künstler begutachtet werden.

Die diesjährige „Kunstmeile“ kann alles voller Erfolg verbucht werden, weil einfach alles stimmte: Eine schöne Eröffnungsfeier der Kunstmeile, Traumwetter zum Flanieren, und gut gelaunte Besucher aus nah und fern. Eigentlich kann das kaum getoppt werden, doch zur 25. Jubiläums-Kunstmeile 2023, werden sich die Sparkasse Westerwald-Sieg und die Werbegemeinschaft Bad Marienberg, sicherlich das eine oder andere Highlight einfallen lassen.



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