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Nachricht vom 04.07.2011    

Lernmittelfreiheit verursacht dem Kreis hohe Kosten

Die Neuregelungen im Bereich der Lernmittelfreiheit beschert auch dem Westerwaldkreis einen erheblichen Personalaufwand erhebliche neue Kosten. Dies sagte Landrat Armin Schwickert in der jüngsten Sitzung des Kreistages.

Montabaur/Region. Mit dem Beginn des Schuljahres 2010/11 wurden seitens der Landesregierung in Mainz Neuregelungen im Bereich der Lernmittelfreiheit in Rheinland-Pfalz in Kraft gesetzt. An den Schulen werden auf Antrag unentgeltlich oder gegen ein Entgelt vom Land beschaffte Bücher den Schülern zur Verfügung gestellt. Für den Bereich der kreiseigenen Schulen im Westerwaldkreis liegt die Zuständigkeit für die Antragsbearbeitung und logistischen Abwicklung, insbesondere der Bestandsverwaltung, Schulbuchausgabe und -rücknahme bei der Kreisverwaltung in Montabaur. Für die Abwicklung vor Ort stellt das Land ein Internetportal zur Verfügung. Bis zum Schuljahr 2012/13 soll die Lernmittelfreiheit und damit das Ausleihverfahren in allen Klassenstufen der Schulbücher eingeführt sein.

"Schon bei der ersten Einführungsstufe zum Schuljahr 2010/2011 war zu erkennen, dass die neue Verfahrensweise einen erheblichen Personal- und Organisationsaufwand verursacht", berichtete Landrat Achim Schwickert in der jüngsten Kreistagssitzung. Zeitweise wurde das mit der Antragsbearbeitung betraute dreiköpfige Team um bis zu vier Personen verstärkt. In einer eigens angemieteten Halle im Industriegebiet Feincheswiese in Staudt wurden während den Sommerferien 2010 im Schichtbetrieb von insgesamt elf Mitarbeitern die bestellten rund 24.000 Schulbücher inventarisiert und für 2904 Schüler ein Schulbuchpaket zusammengestellt. Diese Pakete wurden anschließend zu den Schulen transportiert und dort in den Klassen den Schülern übergeben.
"Mit der zweiten Einführungsstufe zum Schuljahr 2011/12 kommen sowohl neue personelle als auch organisatorische Anforderungen auf die Verwaltungen zu. Es muss damit gerechnet werden, dass die Ausweitung des Verfahrens auf die Sekundarstufe II sowie die Berufsfachschulen und die erstmalige Einsammlung, Kontrolle und Bestandverwaltung von im Vorjahr ausgegebenen Lehrmitteln zu einer weiteren Steigerung des Aufwandes führen wird", befürchtet Landrat Schwickert.
Schon Wochen vor Ferienbeginn war ein Team von zehn Mitarbeitern mit der Rücknahme der im nächsten Jahr nicht mehr benötigten Bücher beschäftigt. Die vom Land zur Verfügung gestellte Internetanwendung für die Bestandsverwaltung hätte aufgrund ihrer zu geringen Zugangskapazität öfters ihre Dienste versagt, so dass sich die Arbeiten schon zu Beginn der zweiten Verfahrensstufe verzögerten. In einer zweiten Schicht mussten so in den Abendstunden, wenn die Internetplattform des Landes freie Kapazitäten hatte, rückständige Bestandsverwaltung nachgeholt werden. "Es bleibt zu hoffen, dass die bestehenden Kapazitätsprobleme bald behoben werden, denn zu Beginn der Ferien kommen neue Bücher, und mehrere Tausend Schulbuchpakete müssen wieder zusammengestellt werden", hofft der Landrat. Sofern nicht weiterhin EDV-Probleme die Verfahrensabwicklung erschwerten, bestehe die berechtigte Hoffnung, dass zum Schuljahresbeginn 2011/12 alle Antragsteller über die benötigten Bücher verfügen. Die dazu notwendigen personellen und organisatorischen Vorkehrungen würden seitens der Kreisverwaltung getroffen.



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