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Nachricht vom 20.10.2022    

Rasant über die Rennstrecke: Simone Busch ist Meisterin der VFV GLPpro Formelwagen 2022

Von Wolfgang Rabsch

Sie hat eine kleine Sensation perfekt gemacht: Simone Busch aus Hardert ist frischgebackene Meisterin in der Rennserie VFV GLPpro Formelwagen 2022. Auf ihrem Reynard Formel Ford 2000 gewinnt die Erzieherin aus Hardert überraschend die Formelklasse des Veteranen Fahrzeug Verbands, kurz VFV. Der NR-Kurier hat sie an ihrem Arbeitsplatz im Engerser Heinrich-Haus besucht.

Gewonnen! Simone Busch hatte mit dem Sieg nicht gerechnet und freute sich doppelt. (Fotos: Simone Busch privat)

Hardert / Neuwied-Engers. Simone Busch hatte viel zu erzählen, denn mit dem Meistertitel hätte sie gar nicht gerechnet. "Mit 38 Startern waren in der Klasse der Formelwagen 2022 wieder sehr viele Teilnehmer gemeldet. Ich habe bereits 2019 als Dritte auf dem Podest gestanden, trotzdem habe ich mit dem Meistertitel nicht gerechnet. Darum bedeutet mir der Erfolg in diesem Jahr viel, viel mehr".

Immer noch glückstrahlend erzählt Simone Busch, wie sie auf den letzten Drücker den Titel doch noch gewinnen konnte. "Im Laufe der Rennsaison ist es mir gelungen, einige Einzelsiege herauszufahren. Gezielt hat mein Team eigentlich gar nicht auf die Meisterschaft hingearbeitet, doch plötzlich lag ich nach dem letzten Doppellauf auf dem Hockenheimring mit zwei Punkten in der Fahrerwertung knapp vorne. Für das große Finale am Nürburgring habe ich einen Extra-Test durchgeführt, das war wichtig, weil der Test der Schlüssel zum Erfolg war. Zur Vorbereitung für das Finale habe ich auch noch als Gaststarterin an einem Rennen in der FFR (Formula Ford Racing) - Klasse teilgenommen."

Hochspannung bis zum letzten Rennen
Um sich den Traum vom ersten Meistertitel zu erfüllen, ging Simone Busch finanziell bis an ihre Grenzen, zumal ihr relativ kleines Budget erschöpft war. Auch dank der Unterstützung ihrer Eltern Edeltraud und Klaus Busch und des Färber-Motorsport-Teams konnte sie bis zum Ende fahren, um die nötigen Punkte für die Meisterschaft zu ergattern.



Dirk Juilfs im Formel Opel Lotus war der einzige Konkurrent, der beim Finale noch eine reelle Chance auf den Sieg hatte. Simone Busch belegte Platz drei im Wertungslauf, und konnte Dirk Juilfs hinter sich lassen, der lediglich Platz vier erreichte. Durch die bessere Platzierung gelang es Simone damit sogar, den Gesamtvorsprung vor Juilfs auszubauen.

Dankbarkeit für den Erfolg
Auch im Erfolg bleibt die Rennfahrerin dankbar und bescheiden und sagt: "Vielen Dank an alle, die mich auf dieser Reise unterstützt und begleitet haben. Ohne meine Sponsoren, Gönner, Eltern, Freunde und mein Team mit seinen großartigen Mechanikern und meinen Teamkollegen wäre das alles nicht möglich gewesen".

Sehr wahrscheinlich ist Simone Busch die erste Frau, die eine Rennwagenmeisterschaft im VFV gewonnen hat. Das wäre ein absolutes Novum und würde den Erfolg von Simone noch viel grösser erscheinen lassen, da sie sich immer im Rennauto mit Männern messen muss.
Am Ende des Gesprächs zieht Simone Busch natürlich ein zufriedenes Resümee,
Sie verschweigt aber nicht, dass trotz des Erfolges es auch eine sehr kraftzehrende Saison gewesen sei. Darum gönnt sie sich zunächst nach der Meisterschaft einige Tage Urlaub, um dann wieder mit der Vorbereitung für die Saison 2023 zu starten - mit dem Ziel, ihren Titel zu verteidigen. Ihr Mantra lautet: "Nach der Saison ist vor der Saison". (Wolfgang Rabsch)





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