Werbung

Pressemitteilung vom 21.10.2022    

Scharfe Kritik an gesetzlichen Vorgaben für den Pflegebonus - Forderung von Nachbesserung

"Das Gegenteil von gut, ist gut gemeint" - so kommentiert der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz und des KHDS, Guido Wernert, die gesetzlichen Vorgaben, nach welchen der Pflege-Bonus für die coronabedingt besonders belastete Berufsgruppe der Pflege mehr als berechtigt ausgezahlt werden muss.

Geschäftsführer Guido Wernert. (Foto: privat)

Dierdorf/Selters/Limburg. Grundsätzlich sei natürlich dieses Zeichen der Wertschätzung und der Dankbarkeit zu begrüßen. Andererseits fallen viele Berufsgruppen, die in der Corona-Pandemie in der Patientenbehandlung ebenso wichtige Arbeit leisten wie ihre Kollegen direkt am Corona-Bett und/oder an den Intensivstationen, bei der mit sehr engmaschig begrenzten Sonderzahlung durchs Raster. Dies betreffe zum Beispiel die Mitarbeitenden der Zentralen Notaufnahmen, der Radiologie, des Labors, Medizinische Fachangestellte, Hebammen und auch die Mitarbeitenden des Reinigungsdienstes. "Gut gedacht, schlecht gemacht - anders kann man dieses Procedere nicht bezeichnen", so Wernert.

Der Klinikgeschäftsführer fordert eine deutliche, angemessene Nachbesserung des Betrages und gesetzliche Regelungen, die uns ermöglichen allen an Covid-Patienten arbeitenden Mitarbeitern einen Bonus geben zu können. Aktuell wirke der Bonus eher als Ausdruck einer ad-hoc-Politik, die viele Fragen aufwerfe und Unzufriedenheit schüre, greift Wernert die Kritik des Deutschen Caritasverbandes auf, die dieser bereits im Vorfeld geäußert hatte.

Letztendlich haben alle Mitarbeitenden der Kliniken in der Patientenversorgung, Jeder an seinem Platz, dazu beigetragen, die Pandemie zu bewältigen und tue dies auch aktuell nach wie vor. "Dies gelang in außerordentlichem kollegialen Miteinander und Solidarität über alle Berufsgruppen hinweg. Nur so konnten wir schwere Zeiten bewältigen, nur so werden wir die Zukunft stemmen können", ist Wernert überzeugt. Die strenge Ab- und Begrenzung des Pflegebonus bewirke das Gegenteil: "Ein erheblicher Teil des Pflegepersonals und große Teile der zuarbeitenden Teams anderer Bereiche sind von der Prämie ausgeschlossen. Eine gesetzlich unschöne und ungerechte Ungleichbehandlung! Eine deutliche Nachbesserung ist unerlässlich", führt der Geschäftsführer fort.



Gern würde die Krankenhausleitung ihren Respekt und die Dankbarkeit für die Leistung ihrer Mitarbeitenden sehr gern selbst monetär ausdrücken, doch aufgrund der nicht auskömmlichen finanziellen Unterstützung seitens der Politik sei es der Gesellschaft als Arbeitgeber nicht möglich, dies aus eigenen Mitteln zu stemmen. Zudem sei die Gesellschaft aufgrund der gesetzlichen Vorgaben verpflichtet, die zweckentsprechende Verwendung der Bonusgelder durch einen Jahresabschlussprüfer bestätigen lassen und diese Bestätigung als Nachweis vorlegen.

Der Gesetzgeber hat die Auszahlung ausschließlich an das Vorliegen aller gesetzlichen Voraussetzungen geknüpft. Der Bonus gilt derzeit somit ausschließlich für
Examinierte Pflegefachkräfte (dreijährige Ausbildung in der Pflege) oder examinierte Intensivpflegefachkräfte (dreijährige Ausbildung und zweijährige anerkannte Fachweiterbildung)
Pflegekräfte die im Jahr 2021 an mindestens 185 Tagen beschäftigt, Intensivpflegefachkräfte (mindestens drei Monate in der Intensivpflege)
Pflegekräfte, die in unmittelbarer Patientenversorgung arbeiten, das heißt Arbeiten am Patientenbett (Durchführung der Grund- und Behandlungspflege)
Pflegekräfte, die auf bettenführenden Stationen eingesetzt sind. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Stromabschaltung in Nister, Nistertal und Unnau

Am Sonntag, 13. April, wird in den Orten Nister, Nistertal und Unnau im Ortsteil Korb das Stromnetz gewartet. ...

Waldbrand in Nauroth: Schnelles Eingreifen verhindert weitere Ausbreitung des Feuers

Am Freitagnachmittag (4. April) kam es am Ortsrand von Nauroth zu einem Bodenfeuer, das sich aufgrund ...

Geschicklichkeitsturnier der Kreisjugendfeuerwehr Westerwald begeistert Wallmerod

Am Samstag (29. März) und Sonntag (30. März) fand in Wallmerod ein beeindruckendes Geschicklichkeitsturnier ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Hachenburg plant klimaneutrale Zukunft bis 2040

Die Verbandsgemeinde Hachenburg hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Mit der Fortschreibung ihres ...

Musikalischer Frühling im Westerwald: Serenaden-Konzert in Rennerod

Am Sonntag, 6. April, wird die Westerwaldhalle in Rennerod zum Schauplatz eines besonderen musikalischen ...

Weitere Artikel


"Wirges kreativ" zeigt vielfältige Ausstellung

Die Künstlergruppe "Wirges kreativ" lädt wieder zu einer Ausstellung ins Bürgerhaus Wirges ein. Die Vernissage ...

Westerwaldwetter - subtropische Luft bestimmt das Wochenende

Auf der Vorderseite des hochreichenden Tiefdruckkomplexes Georgina über dem Ostatlantik und Irland strömt ...

Verkehrsunfallflucht am Autohof Mogendorf - Zeugen gesucht

Wie die Polizeidirektion Montabaur erst jetzt mitteilte, kam es bereits am Sonntag (16. Oktober) gegen ...

Mutabor sucht Pflegefamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Jugendliche fliehen aus ihrer Heimat und brauchen dringend ein Zuhause: Der freie Jugendhilfeträger Mutabor ...

Gefüllter Veranstaltungskalender der VG Rennerod im November - für jeden etwas dabei

Auch im November ist der Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde Rennerod wieder voller Veranstaltungen ...

Neue touristische Infotafeln am Wied-Radweg aufgestellt

Der Wied-Radweg, der durch die drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald führt, hat 16 radtouristische ...

Werbung