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Pressemitteilung vom 26.10.2022    

KHDS zum Weltschlaganfalltag: Schlaganfall erkennen und handeln

Allein in Deutschland erleiden im Jahr über 280.000 Menschen einen Schlaganfall. Im Jahr 2020 verstarben mehr als 25.000 Menschen durch einen Schlaganfall. Darüber hinaus ist der Schlaganfall ein häufiger Auslöser von Behinderungen. Ein Umstand, der durch das Wissen um Risikofaktoren und die richtige Vorsorge verbessert werden könnte.

Dr. med Benjamin Bereznai, PhD, Chefarzt der Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Dierdorf/Selters. (Foto: KDHS)

Dierdorf/Selters. Jährlich am 29. Oktober ist der Weltschlaganfalltag, der dazu dienen soll, das öffentliche Bewusstsein für die Erkrankung zu schärfen und die Prävention zu fördern. Anlässlich des diesjährigen Weltschlaganfalltags informiert Dr. med. Benjamin Bereznai, PhD, Chefarzt der Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Dierdorf/Selters (KHDS) darüber, wie man Schlaganfall-Symptome erkennen kann und richtig handelt. "Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall – das sofortige Handeln kann lebenswichtig sein und helfen, bleibende Behinderungen zu vermeiden. Bei einem Schlaganfall verstopft oder platzt ein Blutgefäß im Gehirn oder ein Gefäß im Halsbereich, das für die Hirnversorgung zuständig ist. Somit werden die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend versorgt und können absterben. Durch schnelles Handeln können die Folgen eines Schlaganfalls begrenzt werden", so der Facharzt für Neurologie.

Anzeichen für einen Schlaganfall
Charakteristische Anzeichen für einen Schlaganfall sind Lähmung und Taubheitsgefühl, Seh- und Sprachstörungen, Schwindel mit Gangunsicherheit und bei Blutungen ein sehr starker Kopfschmerz. Nur wer die Anzeichen eines Schlaganfalls erkennt, kann im Notfall rasch handeln. Dr. med. Benjamin Bereznai erklärt, wie man die wichtigsten Anzeichen für einen Schlaganfall prüfen kann:
Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.
Bitten sie die Person, die Arme nach vorn zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, ein Arm sinkt oder dreht sich nach innen.
Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprach- oder Sprechstörung vor. Diese können sich bei Betroffenen unterschiedlich bemerkbar machen: Es kann vorkommen, dass einerseits Gesprochenes nicht verstanden wird oder dass andererseits die Sprachverständlichkeit aufgrund von Verdrehen der Silben oder der Verwendung falscher Buchstaben undeutlich ist.
Sehstörungen werden häufig vom Betroffenen selbst nicht mit einem Schlaganfall in Verbindung gebracht. Treten diese aber mit einer plötzlichen Erblindung eines Auges, einer Einschränkung des Gesichtsfeldes auf beiden Augen, oder dem Sehen von Doppelbildern auf, kann ein Schlaganfall die Ursache sein.

Der Mediziner appelliert: "Wenn Sie die Vermutung haben, dass Sie oder jemand in Ihrer Nähe einen Schlaganfall erleidet, verlieren Sie keine Zeit, denn: Zeit ist Hirn. Zögern Sie nicht und wählen Sie bei Verdacht auf einen Schlaganfall sofort die 112 – denn jeder Schlaganfall ist ein Notfall!" Der Rettungsdienst sorgt dann für eine rasche Aufnahme auf eine hoch spezialisierte und zertifizierte "Schlaganfallstation" (Stroke Unit). "In unserer Stroke Unit in Selters bieten wir das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum der modernen neurologischen Versorgung an und können im Notfall schnell und häufig auch lebensrettend helfen", so der KHDS-Chefarzt.



Dr. med. Benjamin Bereznai, PhD informiert auch detailliert in einem Video zum Thema "Schlaganfall erkennen und schnell handeln". (PM)


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