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Nachricht vom 03.03.2023    

KulturZeit Hachenburg stellt starkes Jahresprogramm 2023 vor

Von Wolfgang Rabsch

Das Team der Hachenburger KulturZeit hatte zur Vorstellung des Jahresprogramms 2023 in den historischen "Vogthof“ zu einem Kulturfrühstück eingeladen. Kulturreferentin Beate Macht freute sich bei ihrer Begrüßung über eine starke Medienpräsenz.

Stefan Leukel (von links), Marco Dörner, Beate Macht, Shelly Fuchs, Torsten Greisund und Angela Kapeller bei Vorstellung des Programms. (Foto: Wolfgang Rabsch)

Hachenburg. Auch die kommunalen Spitzen von Stadt und Verbandsgemeinde Hachenburg bewiesen durch ihre Anwesenheit, dass sie voll und ganz hinter dem kulturellen Auftrag stehen. Stadtbürgermeister Stefan Leukel und Beigeordneter Marco Dörner, in Vertretung für die verhinderte Bürgermeisterin Gabriele Greis, bekundeten mit ihrer Anwesenheit ihre Solidarität mit der KulturZeit.

Cancel-Culture - nicht bei der Hachenburger KulturZeit
"Wir leben in seltsamen Zeiten. Diversität wird gelebt, wer etwas auf sich hält, hisst die Regenbogenfahne und Zusätze wie non binär oder cis gehören fast schon zum guten Ton. Wir lieben unsere Unterschiede, feiern unsere Individualität. Jeder soll/darf/muss sein Innerstes nach außen stülpen. Kein noch so intimes Charakteristikum darf bei der Individualitätspalette ausgespart werden. Viva la difirencia! Doch wenn es um Meinungen geht, setzen wir auf Mainstream, gleichgeschaltet, im Takt, um bloß nicht aus der Reihe zu fallen. Wer dennoch den Schritt nach links oder rechts wagt, wird Opfer der Cancel-Culture, dem neudeutschen Schlagwort. Nicht bei uns! Die Hachenburger KulturZeit sagt Nein zu Cancel-Culture. Ganz im Sinne einer funktionierenden Demokratie setzen wir auf ein breites Meinungsspektrum, das sich Jahr für Jahr in unserem hochwertigen Kulturprogramm widerspiegelt. 2023 macht da keine Ausnahme. Wir teilen nicht immer die Meinung unserer Künstler, wir verstehen es jedoch als eine Aufgabe unserer Kulturarbeit, hintergründige Fragen stellen zu lassen und neue Denkansätze zu präsentieren, und das alles grenzenlos in bunter und gelebter Vielfalt“, erklärte Beate Macht, die sich dagegen wehrt, bei der Aufstellung des Kulturprogramms von bestimmten Ideologien vereinnahmt und beeinflusst zu werden.

Jeder soll sich in Hachenburg Kultur leisten können
Die KulturZeit der Stadt Hachenburg will allen, die gerade etwas knapp bei Kasse sind, mit dem Low-Budget und dem Ein-Euro-Ticket ermöglichen, Kabarett, Comedy, Kleinkunst und Konzerte zu besuchen. Beim Low-Budget-Ticket ist der Eintritt um bis zu 50 Prozent ermäßigt, das Ein-Euro-Ticket kann per Mail, oder unter der Rufnummer 02662/95 83 36 diskret bestellt werden. Stadtbürgermeister Stefan Leukel hatte eine klare Meinung zu Cancel-Culture: "Wir haben Gott sei Dank Meinungsfreiheit und leben in einer Vielfalt verschiedener Kulturen. Wenn in der Schweiz ein weißer Künstler ausgeladen wird, weil er in seine Haare Extension eingeflochten hat, dann kann ich das nicht mehr verstehen. Wir durften ja hier im Westerwald eigentlich gar kein Oktoberfest feiern, denn das ist ja ureigenstes bayerisches Kulturgut, oder auch keine Pizza essen, das wäre Aneignung von italienischer Küche“.



Marco Dörner war der Meinung, dass der große Erfolg des Figurentheaters gezeigt habe, dass Kinder noch durchaus Kinder sein wollen, wie die große Begeisterung ganz klar aufzeigte. So könne man dem digitalen Wahnsinn, dem viele Kinder fast hilflos ausgesetzt sind, wenigstens etwas entgegensetzen.

Große Programmvielfalt erwartet die Besucher des Kultursommers
Das Programm hält für jeden Geschmack etwas bereit. Los geht es am 15. April mit der Kabarettistin Anny Hartmann, die inzwischen mit dem renommierten Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde. Ihr Humor ist ansteckend und ihre Haltung inspirierend. Am 6. Mai wird der Klavierkabarettist William Wahl mit seinem Programm "Nachts sind alle Tasten grau“ sein Publikum begeistern. Ansonsten können sich die Besucher auf Open-Air-Konzerte am Alten Markt freuen, Konzerte im Kloster Marienstatt, Vernissagen, Museumsfest, Monkey Jump Festival und, und, und…

Eine Veranstaltung liegt Beate Macht besonders am Herzen: Wundertüte "Exciting Places“, die Überraschungsshow am 9. und 10. September in der Westerwälder Brauerei. Die Kulturreferentin machte nur Andeutungen, ließ aber die Katze nicht aus dem Sack, welche Überraschungen geplant sind.

Sämtliche Termine sind in dem Veranstaltungskalender vorzufinden, der an vielen Stellen in Hachenburg ausliegt. Weitere Informationen können auf der Homepage der KulturZeit abgerufen werden.

In Ihrem Schlusswort fand Beate Macht nur lobende Worte für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt und Verbandsgemeinde Hachenburg. Trotz deren Hilfe wäre das Programm nicht durchführbar, wenn nicht regionale Unternehmen als Sponsoren überaus großzügig die Kulturschaffenden in Hachenburg unter die Arme greifen würden. Sie dankte auch ihrem Team, ohne dessen Unterstützung und Engagement könne der Kultursommer organisatorisch und logistisch nicht gestemmt werden.


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