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Nachricht vom 08.09.2011    

Ausstellung "Seelenbilder" noch bis 30. September

Menschen mit Depressionen stellen ihre "Seelenbilder" aus. Der Auftakt der Ausstellung, die in allen zehn Verbandsgemeinden gezeigt werden soll, fand im Foyer der Kreisverwaltung statt. Die "Westerwälder Allianz gegen Depression" will mit der Ausstellung auch die Volkskrankheit Depression in die Diskussion rücken und ein Tabu durchbrechen.

Monika Meinhardt (von links), Psychiatrie-Koordinatorin des Westerwaldkreises, Landrat Achim Schwickert, Annika Millahn von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung sowie und Landespsychiatriereferentin Dr. Julia Kuschnereit sind von den „Seelenbildern“ beeindruckt.

Montabaur. "Seelenbilder" lautet der Titel einer Bilderausstellung, die bis zum 30. September im Foyer der Kreisverwaltung in Montabaur zu sehen ist. Gezeigt werden 15 Bilder von Bewohnern aus sieben Einrichtungen im Westerwaldkreis Kreis, die an Depressionen leiden und unter anderem mit Hilfe der bildnerischen Gestaltung ihre Krankheit bekämpfen. Ergänzt wird die Bilderschau durch Informationstafeln, die über die "Volkskrankheit Depression" aufklären.
Denn diese psychische Erkrankung entwickelt sich mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen zu einer der am weitesten verbreiteten Krankheiten in den Industriestaaten. Trotz ihrer Steigerungsrate bleibt die Krankheit ein Tabu, steht sie doch in Zusammenhang mit den Anforderungen der modernen Gesellschaft an jeden Menschen, reibungslos zu funktionieren. Und dieses Tabu will die "Westerwälder Allianz gegen Depression" unter anderem mit dieser Ausstellung durchbrechen.
Zu Beginn der Vernissage trugen drei Mitglieder einer Selbsthilfegruppe der Wekiss unter dem Motto "Der Depression eine Stimme geben" kurze Texte vor. Im Anschluss begrüßte Landrat Achim Schwickert die zahlreichen Gäste. In seiner Ansprache betonte der Landrat das Ziel der Ausstellung, die aufmerksam machen, aufklären und Hilfe anbieten will. Landespsychiatriereferentin, Dr. Julia Kuschnereit, dankte insbesondere den Künstlern für den Mut, ihre Werke öffentlich auszustellen. Organisiert wurde die Präsentation, die ab Oktober in allen zehn Verbandsgemeinden zu sehen sein wird, von der "Westerwälder Allianz gegen Depression". Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 30 Einrichtungen, Institutionen und Ehrenamtlichen aus dem gesamten Westerwaldkreis. Ziel der Allianz ist es, über die Erkrankung aufzuklären, Angebote vor Ort für Betroffene und Angehörige transparent zu machen sowie ein tragfähiges Netzwerk in der Region zu knüpfen.
Dr. Frithjof Niegot, leitender Psychologe der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie und psychiatrische Institutsambulanz am Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach, vermittelte in seinem Vortrag die für alle Betroffenen so wichtige Botschaft: "Depression ist heilbar." Das Problem sei jedoch, so Dr. Niegot, dass nicht offen über die Erkrankung gesprochen werde.
Nächste Station der Ausstellung ist Bad Marienberg. Dort wird sie ab November in der dortigen Kreissparkasse gezeigt werden.


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