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Nachricht vom 20.08.2023    

"One of These": Pink Floyd Tribute faszinierte im Stöffel-Park

Was für ein Erlebnis, was für ein Ereignis: "One of These", die wohl authentischste Pink Floyd Tribute-Band Deutschlands gab im Stöffel Park in Enspel ein Konzert, das bei den Besuchern noch lange nachwirken wird. Das Konzert fand auf der Basaltbühne im Stöffel-Park statt, die mit ihrem rustikalen Charme immer wieder Besucher und Künstler begeistert, weil in Deutschland kaum vergleichbare Bühnen zu finden sind.

"One of these" auf der Basaltbühne im Stöffel-Park. (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Enspel. Da es sich um ein Open-Air-Konzert handelte, musste zumindest trockenes Wetter herrschen. Während der ganzen Woche hatte es teilweise wie aus Kübeln geregnet, sodass man sich auf das Schlimmste gefasst machen musste. Doch am Freitag (18. August), dem Tag des Konzerts, wurde alles Bangen und Hoffen erhört, es hörte auf zu regnen und bei milden Temperaturen schaute sogar die Sonne herab. Somit waren auf jeden Fall ideale äußere Bedingungen erfüllt. Nachdem klar war, dass man trockenen Hauptes das Konzert genießen konnte, durften die Veranstalter sich über eine fast ausverkaufte Basaltbühne freuen.

Als die Band die Bühne betrat, wurden die Musiker bereits mit frenetischem Beifall begrüßt. Mit dem Auftaktsong "Astronomy Domine" schworen die fünf Musiker ihr Publikum mit dem typischen Sound von Pink Floyd auf das Konzert ein. Bandleader Steffen Thiele hatte sogleich etwas zu sagen: "Leute, nehmt euch an die Hand, haltet zusammen. Lasst euch nicht von den vielen Idioten, die zurzeit unsere Welt zerstören wollen, davon abbringen, an Hoffnung und Liebe zu glauben. Wir wollen mit unserer Musik dazu beitragen, dass ihr für einige Stunden allem Kummer entfliehen könnt".

Spezielle Stimmung von Beginn an
Lacher erzeugte Steffen, als er meinte: "Wir werden Ende des Jahres in Wissen spielen, Ich glaube das ist in einem im anderen Land. Bis wir nach Enspel gefunden haben, hat es auch etwas gedauert, aber wir sind total begeistert von der wunderschönen Gegend, der tollen Location und insbesondere der unglaublichen Basaltbühne".

Mit dieser Ansage und dem Lob für die Location hatte die Band auch den letzten Besucher auf ihre Seite gezogen. Man muss dabei gewesen sein, um die ganz spezielle Stimmung zu beschreiben, die von Beginn an herrschte. Andächtig, wie in einer Kirche, lauschten die Fans den Songs von Pink Floyd, sozusagen in atemloser Stille. Da fast jeder Song von Pink Floyd nicht mit einem lauten musikalischen Inferno endet, wie bei den meisten Rockbands, sondern mit immer leiser werdenden Klängen des Keyboards, harrten die Fans bis zum letzten Ton aus, um sich dann in grenzenlosem Jubel bei der Band zu bedanken.

Authentisch ohne Experimente
Pink Floyd wurde 1965 gegründet und verschrieb sich von Beginn an der experimentellen Musik, speziell dem Progressiv- und Psychedelic-Rock, sowie dem Genre Art-Rock. Die Band war auch deshalb so erfolgreich, weil sie dem allgemeinen Mainstream-Rock entgegenwirkte, der nur auf die schnellen Nummer-Eins-Hits ausgelegt war. "One of These" folge dem Original authentisch, "verhunzte" die Songs nicht mit eigenen Experimenten und Interpretationen, das war genau das, wie die Fans es lieben und sich wünschten.



Das Konzert war ganz vom Stil von Pink Floyd geprägt, die Band verzichtete auf das übliche Rumspringen auf der Bühne, so wie es bei vielen Rockbands der Fall ist. Sparsam in den Bewegungsabläufen, konzentrierte sich die Band voll auf die Musik, die sie sowieso verinnerlicht hat. Dadurch entsteht eine Intensität, die kaum in Worte zu fassen ist. Sparsam in der Bewegung, jedoch großzügig bei der Bühnenbeleuchtung. Die Basaltbühne wurde häufig in grelle Farben ausgeleuchtet, die sich jedoch dem jeweiligen Song anpassen.

"Live at Pompeii"
Das Konzert stand unter der Überschrift "Live at Pompeii", dem legendären Musikfilm von Pink Floyd aus 1972. Im zweiten Teil des Konzerts wurden komplett die Songs aus dem Film von "One of These" gespielt: "Echoes" Part 1, "Careful with That Axe, Eugene", "A Saucerful of Secrets", "One of These Days", "Set the Controls for the Heart of the Sun", "Mademoiselle Nobs" und "Echoes, Part 2". Die Songs faszinierten durch die ständigen Wechsel im Rhythmus und Sound. Sphärischen Klängen, die in eine andere Welt entführen und zum Träumen anregten, wurden abrupt und ohne jede Vorwarnung von knallhartem Rock unterbrochen, um dann wieder zur filigranen Musikalität zurückzukehren.

Es war eine Selbstverständlichkeit, dass das begeisterte Publikum die Band mit stehenden Ovationen und lauten Bravo- und Zugaberufen dankte. Von der fantastischen Atmosphäre vor der Basaltbühne ließ sich die Band nicht zweimal bitten und bewies, dass Pink Floyd auch harten Rock spielen konnten. Mit "Lucifer Sam" und "Interstellar Overdrive" bekam das Publikum genau die Droge Musik, die es sich zum Ausklang des Konzerts gewünscht hatten. Es hielt niemanden mehr auf den Sitzen, stehend und klatschend feierten die Besucher sich und "One of These".

In seinem Schlusswort dankte Steffen Thiele Johannes Schmidt vom Kulturbüro der VG Westerburg, der das Konzert in Kooperation mit dem Stöffel-Park organisiert hatte. Im Dank eingeschlossen wurde auch die Technik, die aufgrund der speziellen Gestaltung der Basaltbühne vor besondere Herausforderungen gestellt war.

"One of These" spielten in folgender Besetzung: Dominik Baumann (Keys, Vocals); Thomas Diemer (Drums); Arndt Immekeppel (Bass); Jonas Kopp (Gitarre, Vocals) und Steffen Thiele (Gitarre, Vocals).

(Wolfgang Rabsch)


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