Werbung

Nachricht vom 20.09.2023    

Künstliche Intelligenz kann auch die Polizeiarbeit unterstützen

Landes- und Bundeskriminalamt sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern kooperieren in einer für die Polizei bundesweit einmaligen Kooperation seit 2021 im Bereich der Künstlichen Intelligenz, um Wissenschaft und Forschung eng zu verzahnen. Ziel ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) für polizeiliche Zwecke.

(Symbolbild: Pixabay)

Mainz. Innenminister Michael Ebling, LKA-Präsident Mario Germano und der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, Prof. Dr. Andreas Dengel, haben nun erste Teilprojekte der Kooperation vorgestellt. Unter anderem geht es um die Identifikation und die Analyse von Schuhspuren sowie von Massendaten.

"Künstliche Intelligenz wird für die polizeiliche Arbeit der Zukunft unverzichtbar sein. Kriminalität spielt sich zunehmend im digitalen Raum ab und die Auswertung von Massendaten wie zum Beispiel im Fall des Cyberbunkers von Traben-Trarbach wäre schon heute ohne technische Unterstützung undenkbar. Künstliche Intelligenz kann riesige Datenmengen im Sinne eines Assistenzsystems vorstrukturieren und die Arbeit deutlich erleichtern", so Innenminister Michael Ebling.

Mit KI Menschen unterstützen und nicht ersetzen
Die Kooperationspartner stellten die ersten Zwischenergebnisse des KI-Transferlabs anhand einer Geldautomatensprengung vor. Zu den aktuellen Forschungsschwerpunkten zählen in diesem Zusammenhang die KI-gestützte Analyse von Schuhabdruckspuren, die Massendatenanalyse sowie die Wiederherstellung gelöschter oder zerstörter Daten.

"Für das Landeskriminalamt ist es wichtig, mit KI den Menschen zu unterstützen und nicht zu ersetzen, daher erforschen wir mit KI Lösungen für anwendungs- und praxisorientierte Strukturen für die immensen Datenmengen, die die Polizei in Strafverfahren zu bewältigen und zielgerichtet zu analysieren hat", hob LKA-Präsident Mario Germano hervor.

Das DFKI zählt in der internationalen Wissenschaftswelt zu den wichtigsten "Centers of Excellence" und ist als gemeinnützige Organisation in dieser Art das weltweit größte Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Hochspezialisierte Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Sie sollen auf diese Weise gleichsam an die Sicherheitsbehörden herangeführt werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird ein polizeispezifisches Transferlab am DFKI in Kaiserslautern betrieben, das aus einem gemischten Team von Mitarbeitern aus Polizei und Wissenschaft besteht und sich gemeinsamen den sicherheitsbehördlichen Projektfragestellungen widmet.



Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
"Das gemeinsame Transferlab bietet den idealen Rahmen für den direkten und dauerhaften Wissens- und Technologietransfer aus der aktuellen KI-Forschung in die gesellschaftsdienliche polizeiliche Anwendung. Die ersten Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie moderne KI-Tools Ermittlungsbehörden bei ihren immer komplexer werdenden Aufgaben entlasten und effektiv unterstützen können und damit nachhaltig zur Verbrechensbekämpfung und -aufklärung beitragen", sagte Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI in Kaiserslautern.

Innenminister Ebling verspricht sich viel von der weiteren Arbeit im Rahmen der Kooperation. "Die Polizei braucht die starken Partner an ihrer Seite, um mit der Dynamik der technischen Entwicklungen Schritt zu halten. Mit dem DFKI haben wir in Rheinland-Pfalz einen starken und hoch anerkannten Partner gefunden, der das Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt mit seinem Know-how unterstützt und Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglicht", betonte er. (PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Frühlingszeit, Zeckenzeit: Was Hunde, Katzen & Menschen jetzt wissen müssen

Nach einem milden Winter sind die Zecken wieder unterwegs und machen nicht nur uns Menschen, sondern ...

Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Montabaur feiert erfolgreiche Premiere der Lachnacht

Die "1. Montabaurer Lachnacht" lockte am 2. April zahlreiche Besucher in die Stadthalle Haus Mons Tabor. ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Einführung von Pfarrer Michael Zopf in Rennerod: Ein neuer Abschnitt für die Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Rennerod hat Pfarrer Michael Zopf in einem festlichen Gottesdienst offiziell ...

Abiturfeier am Mons-Tabor-Gymnasium: Ein magischer Abschied

Am 31. März verabschiedete das Mons-Tabor-Gymnasium 95 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Feierlichkeiten ...

Weitere Artikel


NABU-RLP bildet Wäller Seen Scouts aus: Ausbildungsangebot startet im Herbst

Sonne, Wasser, unterwegs sein in der Natur – das war in diesem Sommer trotz Regenphasen auch an der Westerwälder ...

Die 43. Auflage der traditionellen Raiffeisen-Veteranenfahrt startet wieder in Altenkirchen

Am Samstag, 7. Oktober, werden an der Glockenspitze wieder Fahrzeuge, darunter Pkw, Zweiräder und natürlich ...

Inklusiver Gottesdienst lädt nach Montabaur ein

"Die Unternehmungslustigen", eine Gruppe der Pfarrei Montabaur für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, ...

IKK Südwest weitet Grippeimpfung in Apotheken aus

Ab sofort können sich alle Versicherten der IKK Südwest ab 18 Jahren nicht nur in Arztpraxen, sondern ...

Noch freie Plätze für "Lesen und Zeichen mit Nina Dulleck"

Für die Vormittagsveranstaltung "Otis & Otilie. Lesen und Zeichnen mit Nina Dulleck" am 22. September ...

Kirmesgesellschaft Dernbach: Von Streich zu Spendenfreude für das Hospiz St. Thomas

Die Kirmesgesellschaft Dernbach, bekannt für ihre traditionsreiche Kirmes, hat erneut bewiesen, dass ...

Werbung