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Pressemitteilung vom 23.10.2023    

"Selters liest vor": Jeder Vorleser brachte Lieblingsbuch mit

Sieben Vorleser stellten bei der kleinen Literaturveranstaltung "Selters liest vor" ein Buch vor, dass sie besonders fasziniert hatte und zogen so auch andere Zuhörer in den Bann der Geschichten.

(Symbolbild: Pixabay)

Selters. Nadine Bongard aus Marienrachdorf las einen Abschnitt aus "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff, der sehr eindrücklich schilderte, wie grotesk und schrecklich der Autor das körperliche seiner eigenen Schauspielausbildung fand. Bongards engagiertes Lesen und Schlüpfen in die Rollen unterhielt das Publikum sehr.

Mit Moderator Eckhard Schneider spielte das Publikum eine 500.000-Euro-Frage von "Wer wird Millionär" nach und versagte mehrheitlich kläglich. Meike Winnemuth, Journalistin und Autorin, hatte die Frage damals mit einem Joker gewonnen, eine Weltreise gemacht und zu jeder Stadt einen Brief geschrieben, die als Buch "Das große Los" veröffentlicht wurden. Almut Krah aus Herschbach las, was die Autorin an skurrilen Dingen in London erlebt hatte.

Volker Hummerich aus Selters hatte das Buch "Letzte Nacht in Twisted River" von John Irving mitgebracht, einem amerikanischen Erfolgsautor, der im Publikum vielen bekannt war. "Eigentlich geht es in seinen Büchern auch immer um Bären", erklärte Hummerich. So auch hier. In seiner Lesung wurde eine Person im Liebesspiel mit einem gefährlichen Bären verwechselt und mit einer im Buch bedeutungsvollen Bratpfanne niedergestreckt.
Die Geschichte eine selbstherrlichen und rücksichtslosen Mutter, deren dumme Tochter und der schönen und schlauen Enkelin hatte Steffi Glaremin aus Marienrachdorf mit in die Selterser Bücherei gebracht. "Die schärfsten Gerichte der tartarischen Küche" ist keineswegs ein Kochbuch. Glaremin gab Einblick in die rücksichtslose Denkweise der Protagonistin, die ihre Tochter für blöd und ausgesprochen hässlich hält, und in den grotesken Humor der Autorin Alina Bronsky.



Mit einem Stück deutscher Geschichte, aufgearbeitet aus der Sicht der Olympischen Spiele 1972 in München, begeisterte Ulrich Christian aus Brückrachdorf die Gäste. "Die Spiele des Jahrhunderts" heißt ein gut recherchiertes Buch von Roman Deininger und Uwe Ritz. Ulrich Christian trug eigene Geschichten bei, denn er war 1972 als junger Mensch selbst für einen Tag in München und nahm die erlöste Sportfest-Stimmung war, die dann später mit dem Attentat ein jähes Ende fand.

Marietta Hering aus Selters führte die Gäste in die Welt des schrulligen Kommissars Martin Kühn ein und las aus Jan Weilers Buch "Kühn hat Ärger". Die Gäste lernten Kühn auf einer für ihn langweiligen Fortbildung kennen, bei der das Team ein Floß aus Papier bauen sollte.

Mit dem Satz "Ich wollte werden, wie mein Hund. Wild. Unerschrocken. Nicht zu halten" ist das Buch der amerikanischen Naturforscherin Sy Montgommery gut beschrieben. Bettina Rückert-Schneider las aus dem autobiografischen Buch "Einfach Mensch sein, von den Tieren lernen" die Geschichte vom Schwein Christopher Hogwood vor: "Ich bin scheu, das Schwein nicht, es sieht geflissentlich darüber hinweg, dass ich ein Mensch bin."
Zum Abschluss las Eckhard Schneider eine kurze makaber-skurrile Geschichte aus eigener Feder vor, in der es um verhakte Tierkörper in der Gefriertruhe beim Tierarzt ging und um Bestatter, die Verstärkung brauchten, sowie um einen riesen großen Fernsehbildschirm. (PM)



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