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Pressemitteilung vom 05.12.2023    

Emotionaler Abend im Stöffel-Park: "Hell & himmlisch" ging es beim "@coustics"-Konzert zu

Mit viel Schwung und Gefühl hat "die feine Herrenband" "@coustics" im Stöffel-Park die Zuschauer auf Weihnachten vorbereitet. Bei Liedern wie "Crazy little thing called love" oder "A little respect" gaben sogar einige Zuhörer den Wiederstand auf und verließen ihre Sitzplätze, um besser mitzuschwofen zu können.

Wenn die Wäller Formation @coustics auftritt, ist die Alte Schmiede im Stöffel-Park immer voll besetzt. (Foto: Tatjana Steindorf)

Enspel. Timo Jaschewski, Bernd Gudernatsch, Bruno Kötting und Eddi Stinner waren hörbar gut drauf und konzentriert bei der Sache. Sehr viele Worte wurden nicht gemacht, doch bei der Moderation von Bernd - der Mann, der dank Kopfstimme in den höchsten Tönen singen kann und mit der Kistentrommel (Cajon) kräftig Schwung reinbringt - gab es fast immer etwas zu schmunzeln. Uns doch war der Abend alles andere als oberflächlich.

Nur wenige waren heute das erste Mal bei den "@coustics", ein paar Neulinge outeten sich, die meisten Besucher wussten bereits, was sie erwartet. Dennoch seien sie nicht bereits seit einem Jahrhundert im Stöffel-Park zu hören, so Bernd Gudernatsch, "sondern eigentlich schon seit der Grundsteinlegung", setzte er nach. Die Lacher hatte er gleich auf seiner Seite.
Ja, für viele gehören sie mittlerweile schon "traditionell" zur Adventszeit. Und der Fankreis wird immer größer. Mittlerweile spielen die Herren sechs ihrer "etwas anderen Weihnachtskonzerte" allein in Enspel.

Heuer hieß das Motto "hell & himmlisch", wobei ersterer Begriff durchaus auch in der englischen Bedeutung Sinn machte. Gestartet wurde auf der "Road to hell". Eddis Reibeisenstimme gab dem Ganzen das gewisse abgründige Etwas, das Timo mit dem Kontrabass wunderbar unterstrich. Dann ging das Stück rockig-beschwingt und mitreißend mit allen weiter. So kennt und mag man sie, die Wäller Musiker, die einige neue Interpretationen hören ließen. Beim Einstudieren haben sie "viel gelacht, getrunken, wieder verworfen und Spaß gehabt". Und da diese Freude zu hören war, konnte das Ergebnis noch einmal mehr gefallen. Sie verstehen es, bekannte Lieder auf ihre ganz eigene Weise zu interpretieren und teilweise sagt einem das Ergebnis dann sogar mehr zu als der Ursprungshit. "Schöner als das Original", war auch das Raunen eines Zuhörers zu vernehmen.



Bei der Auswahl der Songs geht es der Gruppe auch um deren Inhalt. Der lag zwischen Verlorensein, Verzweiflung und Schmerz auf der einen Seite, und Hoffnung und Mut auf der anderen. Es ist diese gewisse Ehrlichkeit, die gut tut und wo Probleme nicht nur mit Kitsch überkleistert werden. Auch bei "Feels like heaven" oder "Road to nowhere" lohnt es sich, auf mehr als den Refrain zu achten. Beim letzteren Lied setzte der vielseitige Bruno sein Akkordeon grandios ein. Er vermittelte in einem stilleren Moment seine Gedanken zu Weihnachten - ein Fest, bei dem "ein Stückchen Himmel auf die Erde trifft". Passend zu seinen Überlegungen sang er "Fly on", wobei er sich am Klavier begleitete.

Dazwischen gab es natürlich reichlich Gute-Laune-Lieder wie "Footloose" sowie einen witzigen Dialog, den Timo und Eddi rund um "El Lute" (Boney M.) führten, um dann wieder ins Gefühlvolle zu wechseln. Ein bewegender Abend! Die Musiker zeigten sich wie gewohnt als gute Teamplayer, zogen an einem Strang, unterstützten einander und hatten dazu ihre eigenen Rampenlicht-Momente. Mal a cappella, mal Solo, mal Background, mal zupften alle Gitarre, dann wieder setzte Eddi mit der Trompete Glanzlichter. An Beiträgen wurde nicht gegeizt, die alle mit heftigem Applaus quittiert wurden. Zu den Zugaben zählte "Leise rieselt der Schnee", bei dem die Besucher einstimmten, bevor sie in die Schneelandschaft hinaustraten. Der Alten Schmiede, die in rotes Licht getaucht war, kehrten sie den Rücken, nahmen aber von hier ein prallvolles Päckchen an Gedankenanstößen und Emotionen mit. (PM)


Lokales: Westerburg & Umgebung
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