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Nachricht vom 18.03.2024    

Konzert der Bindweider Bergkapelle in Malberg - Sven Hellinghausen gibt den Taktstock weiter

Von Klaus Köhnen

Das Konzert am Samstag (16. März) fand unter dem Motto "Variatio", was Veränderung bebeutet, statt. Das Motto war bewusst gewählt, da der, nicht nur in der Region bekannte, Dirigent und Komponist Sven Hellinghausen (49) die Bergkapelle, nach 18 Jahren als Dirigent verlässt.

Sven Hellinghausen (li.) gab den Taktstock an Christian Schmidt (Bilder: kkö)

Malberg. Das Mehrzweckgebäude in Malberg konnte die Besucher, unter ihnen auch den Beigeordneten Joachim Brenner, Mathias Reuber (MdL) und die beiden Ortsbürgermeister von Malberg (Albert Hüsch) und Rosenheim (Bernd Mockenhaupt), an diesem Abend kaum fassen. Hellinghausen hatte 2005, damals ausschließlich als Chordirigent tätig, die musikalische Verantwortung für die Bergkapelle übernommen. Im Gespräch sagte er: "Bereits das erste Probenwochenende in Bad Marienberg zeigte den Weg auf. Mir war zu der Zeit gar nicht bewusst, welchen Unterschied es macht einen Chor oder eine Kapelle zu dirigieren". Bei einem Chor, so Hellinghausen weiter, gebe es nicht mehr als vier Stimmlagen. Bei einem Orchester dieser Größenordnung seien es eher 20 oder auch mehr.

Im Laufe der Zeit hätten sich Orchester und Dirigent aneinander "gewöhnt" und es folgte eine sehr erfolgreiche Zeit - die nun endet, wie Hellinghausen bekannt gibt. Der "musikalische Perfektionist", wie Hellinghausen beschrieben wird, wird weiterhin Dirigent der Bergkapelle "Vereinigung" Birken-Honigsessen, beim Musikverein Luckenbach, den Siegerländer Bergknappen und weiterer Orchester, darunter auch "German Winds" bleiben. Zusätzlich leitet er zwei Jugendorchester.

Sven Hellinghausen: Engagiert für die Heimat und auf internationalem Parkett
In den letzten Jahren hat Hellinghausen, international als Kane McLean bekannt, zahlreiche Musikstücke komponiert. Sein Hauptaugenmerk liegt auf den sinfonischen Klängen. Der Höhepunkt war die "Franziskusmesse", die zum 80. Geburtstags des Papstes, gemeinsam mit dem Landesmusikverband und dem Landeschorverband Rheinland-Pfalz, im Vatikan aufgeführt wurde. Für das Stück "The Duke of Edinburgh" wurde Hellinghausen im Januar 2023, von Scots Guards als Sieger des internationalen Kompositionswettbewerbs ausgezeichnet. Aber auch die heimische Region liegt ihm am Herzen. So stammen die Märsche "General Marceau", für die Stadt Altenkirchen zum 700-jährigen Bestehen (2014) geschrieben und "Gruß aus dem Wisserland" (2015) auch aus seiner Feder.



Bei dem letzten Konzert als Dirigent hatte Hellinghausen bewusst die Stücke, hierunter "Mars de Medici", "Cats" und Coldplay on Stage ausgesucht. Nach der Pause war es dann so weit - Sven Hellinghausen dirigierte das Stück "Eine letzte Runde" - anschließend übergab er, ganz im Sinne des Konzertmottos "Variatio", die Verantwortung an seinen Freund und Kollegen Christian Schmidt (35). Die einzelnen Register hatten sich zum Abschied verschiedene Geschenke für ihren "Alt"-Dirigenten einfallen lassen. Die Zuhörer verabschiedeten sich mit stehenden Ovationen von Hellinghausen. (kkö)



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