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Nachricht vom 14.05.2024    

Demokratiefest in Montabaur war nur schwach besucht

Von Wolfgang Rabsch

Leider erzielte das Demokratiefest am Samstag (11. Mai) in Montabaur nicht die von den Veranstaltern erhoffte Resonanz. Das lag aber nicht an den Veranstaltern, die ein umfangreiches Programm zusammengestellt hatten, sondern nach Meinung vieler an den äußeren Umständen.

Demokratie: Ideen per Telefon. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Montabaur. In der Fußgängerzone, speziell vor dem Alten Rathaus, herrschte in der Mittagssonne eine schwüle Hitze, die kaum zu ertragen war, dazu absolute Windstille. Es war gefühlt der wohl heißeste Tag in diesem Jahr im Westerwald.

Gegenüber der sonstigen Betriebsamkeit in der Fußgängerzone wirkte diese während des Demokratiefestes teilweise wie ausgestorben. Es ist anzunehmen, dass viele Menschen, die eigentlich geplant hatten, das Fest zu besuchen, es vorgezogen haben, die Hitze zu Hause auszusitzen. Die Freibadsaison beginnt ja erst am 18. Mai.

Gleichwohl haben die Veranstalter vom Projekt "Jugend macht Zukunft" (JumaZu), der Volkshochschule Montabaur (vhs), des Integrationsbüros der Verbandsgemeinde Montabaur und der Initiative "Denkbares" sich nicht entmutigen lassen, um mit interessierten Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Gedanken und Wünsche zur Demokratie
Einige interessante Aktionen und Mitmachspiele, die sich mit dem aktuellen Thema "Demokratie" befassten, waren für Besucher vorbereitet. So konnte unter anderem ein Demokratiebaum gestaltet werden, der ähnlich wie ein Weihnachtsbaum, anstatt mit Kugeln, mit Schildern geschmückt wurde, auf denen Besucher ihre Wünsche im Hinblick auf Demokratie schreiben konnten.



Weiterhin war es möglich, seine Gedanken auf eine Bodenzeitung zu schreiben oder auf einem Demokratie-Telefon seine Ideen zur Demokratie zu sprechen. In der Zusammenfassung ähnelten sich die Vorstellungen der Besucher: Toleranz, Freude am Leben, Chancengleichheit, Freiheit, Gleichheit, Wohlstand, Meinungsfreiheit, Frieden, Diversität und Integration.

Für Jugendliche, die in diesem Jahr schon mit 16 Jahren erstmalig wählen dürfen, wurden Informationen zur Europawahl vorgestellt. Ein Basteltisch und eine Popcornmaschine warteten auf Kinder, um diese zu beschäftigen. Vor dem Alten Rathaus begeisterte die dreiköpfige Band "Moondance and Friends" mit bluesigem Rock, den die Gäste auch in der Außengastronomie gegenüber genießen durften.

Trotz vieler Angebote kaum Besucher
Es wäre sicherlich nicht richtig, den Westerwäldern mangelndes Interesse vorzuwerfen, aber Demokratie ist ein so hohes Gut, dass es sich lohnt, wachsam zu sein und seine Stimme zu erheben. Die Initiatoren des Demokratiefestes werden sich nicht entmutigen lassen, sich weiter für den Erhalt der Demokratie einzusetzen.

Montabaur kann auch anders, das wurde eindrucksvoll am 3. März bewiesen, als bei der Demo gegen rechts mehr als 2.000 Menschen sich friedlich für den Erhalt der Demokratie einsetzten (Die Kuriere berichteten). (Wolfgang Rabsch)



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