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Pressemitteilung vom 27.07.2024    

"Reher Rübchen": Zwei Frauen, 1.200 Quadratmeter und eine Passion für Gartenarbeit

Auf einem malerischen Feld in Rehe verwandeln zwei Frauen ein Stück Land in einen blühenden Gemüsegarten. Christin Hahnenstein und ihre Cousine Ria Weber, bekannt als die "Reher Rübchen", pflegen auf 1.200 Quadratmetern rund 50 verschiedene Gemüsesorten - eine Leidenschaft, die sie mit der Gemeinschaft teilen.

Ein Acker vor herrlicher Kulisse: Christin Hahnenstein (rechts, mit Hut) erklärt gemeinsam mit ihrer Cousine Ria Weber (4. von links) die Idee der Reher Rübchen. Die beiden haben am Rande von Rehe einen 1.200 Quadratmeter großen Gemüseacker angelegt. (Foto: Peter Bongard)

Rehe. Kürzlich stellten die beiden Hobbygärtnerinnen, Christin Hahnenstein und Ria Weber, ihr Marktgärtnerei-Projekt bei einer Informationsveranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung in Rehe vor. Sie erzählten von ihrer Arbeit auf dem Acker am Rande des Dorfes, wo sie sich täglich um ihre Pflanzen kümmern, und teilten ihre Begeisterung für ihr Hobby.

"Wir hatten ursprünglich die Idee, einen Selbstversorgergarten anzulegen", sagte Hahnenstein über den Beginn ihres Projekts im Jahr 2021. Nachdem sie jedoch von der Marktgärtnerei erfahren hatten, waren sie sofort begeistert. Dieser Ansatz ermöglicht einen ressourcenschonenden, biointensiven Gemüseanbau auf einer kleinen Fläche.

Die Großeltern der Frauen stellten ihnen eine 1.000 Quadratmeter große Wiese zur Verfügung, auf der heute eine Vielzahl von Gemüsesorten wie Rote Beete, Mangold und Kürbis wächst. Ein 200 Quadratmeter großer Folientunnel beherbergt empfindlichere Sorten wie Tomaten und Paprika. "Wir haben die Fläche in fünf Quadranten unterteilt, um die Fruchtfolge einzuhalten", erklärte Weber.

Die beiden Frauen setzten auf nachhaltige Methoden: Sie verzichteten auf Pestizide, verwendeten nur Kompost und organischen Dünger und sammelten Schnecken per Hand. Trotz aller Bemühungen konnten sie nicht vollständig auf Kunststoff verzichten und deckten einige Pflanzen zum Schutz vor Vögeln oder Sonnenbrand mit Netzen oder Folien ab.



Hahnenstein und Weber gaben zu, dass es Herausforderungen gab, etwa das Hacken der Beete per Hand und das Bewältigen der Hitze im ersten Sommer. Heute wird ihr Garten durch ein solarbetriebenes Bewässerungssystem versorgt. Sie betonten jedoch, dass trotz der Arbeit und der Herausforderungen ihr Projekt ihr Ausgleich ist. "Eine Pflanze ist ein bisschen wie ein Kind. Du musst sie hegen und pflegen", sagte Hahnenstein.

Von Mai bis Oktober verkaufen die Reher Rübchen ihre Ernte über eine Whatsapp-Gruppe. "Wir ernten nur so viel, wie abgenommen wird", sagt Weber. Trotz des enormen Arbeitsaufwands sehen beide die Arbeit als lohnenswert an. Wie Hahnenstein hinzufügte: "Zu sehen, wie vor so einer schönen Kulisse Gemüse wächst und gedeiht ... das ist ein großes Glück." (PM/Red)


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