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Region | Hachenburg | Anzeige


Nachricht vom 30.07.2024    

Mit der Hachenburger Brauerei für die heimische Landwirtschaft in der Luft

Von Wolfgang Rabsch

Zu einem einmaligen Erlebnis hatte die Westerwald-Brauerei aus Hachenburg zunächst nach Hattert an das dortige Feuerwehrhaus eingeladen. Die Einladung hatte den Zweck, der Öffentlichkeit zu präsentieren, dass die Brauerei großen Wert auf regionale Produkte legt, in diesem Falle speziell die zweizeilige Hachenburger Sommerbraugerste aus der Heimat.

Hoch hinaus, um Hacheburger Sommerbraugerste zu bestaunen. (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Hachenburg. Brauerei-Chef Jens Geimer konnte kurz vor Beginn der diesjährigen Ernte eingeladene Journalisten, einige Landwirte und auch drei Gewinner eines Gewinnspiels der Brauerei begrüßen. "Nach dem deutschen Reinheitsgebot braucht es Wasser, Hopfen und Malz für ein gutes Bier. Hochwertige Rohstoffe sind die Basis der Hachenburger Biere", führte Jens Geimer in seiner Begrüßung aus. Seit Jahren würde die Westerwald-Brauerei im Hinblick auf die zweizellige Sommerbraugerste auf kompetente Lieferanten aus dem Westerwald und den angrenzenden Regionen setzen. Aus diesem Grund würden seit 2022 Direktverträge mit Landwirten aus dem Westerwald abgeschlossen.

Um die heimische Landwirtschaft zu würdigen und das öffentliche Interesse an deren Mitwirken bei der Herstellung des Hachenburger Biers zu bekunden, hatte die Brauerei für die Besucher ein "Schmankerl" vorbereitet. Im Anschluss an das Pressegespräch durften die Teilnehmer an einem Rundflug mit einem Helikopter über einige Anbaufelder teilnehmen. Die Überraschung des Tages war voll gelungen, als bekannt wurde, dass niemand anderes als der Westerwald-Botschafter und Mitbegründer von "Fly & Help", Reiner Meutsch, höchstpersönlich den Helikopter flog. Bei dem Rundflug über drei Felder mit Sommerbraugerste sollten die Mitflieger sich im Sinne des Wortes persönlich einen "Überblick" verschaffen, wie die Felder von oben aussehen. Ein Highlight gelang einem Brauereiteam, das in drei Feldern bei Hattert und Hachenburg in der meterhohen Braugerste auf etwa 75 Quadratmetern den markanten Schriftzug der "Hachenburger"
platziert hatte.

Zahl der Hachenburger Braugerste-Bauern wächst weiter
Mit der Aktion stellte die Traditionsbrauerei unter Beweis, dass das Interesse für den Braugerste-Direktanbau kontinuierlich wächst. Immer mehr Landwirte entscheiden sich dafür, direkt für die Westerwald-Brauerei anzubauen. Die öffentlichkeitswirksamen Aktionen der Familienbrauerei, die das Engagement der Landwirte immer wieder würdigen, sind hier wohl eher ein zweitrangiger Faktor. Vielmehr punktet die Westerwald-Brauerei mit fairen Bedingungen der Zusammenarbeit.

Braugerste-Vereinbarung garantiert faire Konditionen für beide Seiten
Maik Grün, der Braumeister der Brauerei, der das Projekt federführend betreut, betonte, dass in enger Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Taunus-Westerwald, die Westerwald-Brauerei eine Zusatzvereinbarung mit den Braugerste-Landwirten getroffen hat, die den Direktanbau besonders attraktiv machen soll. "Sie gewährleistet den Bauern einen Preis, der sich zwar am Markt orientiert, ihnen aber in jedem Fall ein mehr als kostendeckendes Arbeiten garantiert", erklärte Maik Grün. Braugerste ist ein Naturprodukt, deshalb kann es zu besonders guten, aber auch schlechten Erntejahren kommen. 2023 war ein Totalausfall wegen viel Regens. Dadurch erreichte die Braugerste nicht die hohen Qualitätsansprüche, die die Brauerei von sich selbst erwartet. In diesem Fall verlangt die Westerwald-Brauerei aber, anders als andere Brauereien, keine Kompensationen, oder Strafzahlungen. Diese Vereinbarung ersparte 2023 vielen Landwirten schlaflose Nächte, das wurde von anwesenden Landwirten bestätigt. Nicht nur die Landwirte, auch die Westerwald-Brauerei ist durch die Vereinbarung abgesichert, da der Abnahmepreis hierin auch nach oben gedeckelt ist.



Beim gemeinsamen Pressegespräch konnte festgestellt werden, dass es sich bei den kurzen Reden um keine leeren Worthülsen handelte, weil die Vertreter der Brauerei und die Landwirte ein überaus zufriedenstellendes Fazit zogen.

Hoch hinaus mit Reiner Meutsch
Anschließend ging es per Shuttle-Service von Hattert zum Flugplatz nach Dierdorf-Wienau. Dort wurden die Besucher leibhaftig von Reiner Meutsch begrüßt. Nach kurzer Einweisung durfte der Helikopter bestiegen werden und ab ging es bis auf 500 Meter Höhe zu einem kleinen Rundflug über den Westerwald, bei dem man von oben herab sich nur wundern konnte, wie landschaftlich schön der Westerwald ist. Kleine Ortschaften liegen in sanften Tälern, umschmeichelt von viel Wald und Wiesen. Das Kloster Marienstatt und das Schloss Hachenburg von oben zu sehen muss man erlebt haben. Aber der Auftrag lautete auch, die Braugerstefelder von oben zu besichtigen, in denen der Name der "Hachenburger" zu erkennen war. Tatsächlich, von der Erde aus nicht zu erkennen, waren regelrechte Kunstwerke in das Getreide gezaubert, sehr imposant und sicherlich mit viel Arbeit verbunden.

Einige Anmerkungen zur Westerwald-Brauerei Hachenburg
Die Westerwald-Brauerei ist eine inhabergeführte Familienbrauerei und wird in der fünften Generation von Jens Geimer geleitet. Die vielfach ausgezeichneten Biere werden schwerpunktmäßig im geografischen Westerwald sowie den angrenzenden Regionen in der Gastronomie und im gut geführten Fach- und Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Berühmt ist der Mittelständler mit gut 90 Mitarbeitern sowie 13 Auszubildenden für das Brauen mit 100 Prozent Aromahopfen und die sechs Wochen lange Reifezeit. Daher wurde die Westerwald-Brauerei in den Werteverband der Slow-Brewer aufgenommen, welcher sie jährlich streng zertifiziert. Darüber hinaus darf die Familienbrauerei sich zu einer der ersten deutschen Brauereien zählen, die im Rahmen der Gemeinwohl-Ökonomie eine Gemeinwohlbilanz vorlegt und damit den Grundstein für die strategische Ausrichtung des Unternehmens hinsichtlich eines nachhaltigen und ethischen Wirtschaftens legt. Seit Oktober 2021 ist die mittelständische Brauerei außerdem zu 100 Prozent klimaneutral durch Kompensation mit einem zertifiziertem Klimaschutzprojekt nach Scope 1, 2 und 3. 2023 wurde die Westerwald-Brauerei als DAS Zukunftsunternehmen des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Die gesamte "Erlebnis-Brauerei" mit angeschlossenem Bier-Park kann jederzeit besichtigt werden - auch alle Produktionsräume - denn Transparenz ist ein Herzensanliegen.


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