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Nachricht vom 15.09.2024    

Buchtipp: "Der Tod der Bienenkönigin" von Micha Krämer

Von Helmi Tischler-Venter

Das Warten der Nina Moretti-Fans hat ein Ende: Micha Krämers neuer Westerwald-Krimi mit echtem Lokalkolorit liegt vor. Darin zeigt sich die besondere Erzählkunst des unterhaltsamen Westerwälders, denn es gelingt ihm, die Ermittlungen zu einem vor bereits 34 Jahren erfolgten Mordfall so spannend zu gestalten, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.

Micha Krämer und sein neuestes Werk. Fotos: Wolfgang Tischler

Dierdorf/Kausen. Kriminaloberkommissar Thomas Kübler hat von der Terrasse seines Hauses im Westerwalddorf Kausen einen schönen Blick auf das Naturschutzgebiet Seifer Wald. Genau dort finden die neuen Besitzer eines heruntergekommenen Bienenhauses menschliche Knochen unter den Dielenbrettern der Veranda. Die Gerichtsmedizinerin stellt schnell fest, dass es Skelettteile einer jungen Frau sind, die dort bereits seit Jahren liegen. Die Betzdorfer Polizei hat nun die Aufgabe, die Identität der Toten festzustellen. Kriminaloberkommissar a. D. Hans Peter Thiel erinnert sich, dass in den Achtziger oder Neunzigerjahren die Tochter der Imkerfamilie nach ihrer Abiturfeier verschwunden war, angeblich von zu Hause abgehauen. Thiels Lebensgefährtin erinnert sich an deren Namen: Michaela König.

Kübler beobachtet, dass nachts ein Unbekannter in dem alten Bienenhaus herumsucht und schnell die Flucht ergreift, als er angesprochen wird. Die Gerichtsmedizinerin erkennt, dass die Tote schwanger war und durch Strangulation zu Tode kam.



Kriminalhauptkommissar Torsten Liebig und Polizeihauptmeister Jürgen Wacker, die beide im Westerwald aufgewachsen sind, verhalten sich verdächtig, indem sie Erkenntnisse verheimlichen und Beweismittel unterschlagen. Auch seiner Frau gegenüber verhält sich Liebig seit dem Auffinden der Leiche auffällig schroff.

Außer dem Pensionär Thiel beteiligen sich auch Küblers Kinder mehr oder weniger illegal, aber erfolgreich an den Ermittlungen, während die Kripo im Umfeld der Toten nicht richtig vorwärtskommt.

Nina Moretti ist hin- und hergerissen zwischen Dienstpflicht und Loyalität zu altvertrauten Kollegen. Immer wieder fällt der Name Torsten Liebig. Als dieser ohne Begründung mit seinem Motorrad wegfährt, verfolgt die Kriminalhauptkommissarin zusammen mit dessen Ehefrau den Flüchtigen.

Das 438-seitige Taschenbuch "Der Tod der Bienenkönigin" ist erschienen bei Niemeyer, ISBN 978-3-8271-9293-6. htv


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