Werbung

Nachricht vom 28.10.2024    

Nicole nörgelt … über die schnöde Verschmähung des Bargelds und EC-Karten-Wahnsinn

Von Nicole

GLOSSE | Wo ist sie hin, die gute alte Zeit, in der man zum Einkaufen Geld in sein Portemonnaie steckte und dann auch nur genau das, zumindest weitestgehend, kaufte, was auf dem Zettel stand und für die Woche gebraucht wurde?

(Symbolfoto)

GLOSSE. Seit Corona definitiv vorbei, denn plötzlich wurden Scheine und Münzen zu todbringenden Virenträgern erklärt und wenn man überhaupt noch etwas in einem Geschäft erwerben durfte, musste selbst das Brötchen bargeldlos bezahlt werden.Das ist natürlich sehr bequem – man muss nicht an Bargeld denken, man kann kaufen, so viel man will und natürlich kann man inzwischen nicht mehr nur mit der EC- oder Kreditkarte, sondern auch mit Handy, Smartwatch oder sogar Ring bezahlen. Also alles ganz easy, oder vielleicht auch nicht?

Vorsicht Schuldenfalle
Denn das System birgt auch einige Nachteile. Wer kann zum Beispiel nach einem Shoppingbummel durch mehrere Geschäfte, bei dem in jedem nur die Smartwatch an der Kasse über das Lesegerät gehalten wurde, noch genau sagen, wie viel er ausgegeben hat? Kaum jemand. Und genau hier liegt die Tücke des Objekts. Denn viele, auch junge, Leute verlieren so den Überblick über ihre Ausgaben und tappen in die Dispo- und Schuldenfalle.

Alles total safe - oder vielleicht auch nicht?
Eine weitere Hürde ist auch die Sicherheit, denn Smartwatch, Ring und Konsorten sind alles, aber nicht sicher. Also sollte man sich dann auch nicht darüber wundern, wenn irgendwann auf dem Konto, so man auf die Auszüge schaut, irgendwelche dubiosen Abbuchungen erfolgt sind, an deren Ursprung man sich ums Verrecken nicht erinnern kann. Wie denn auch, wenn jedes Brötchen und jeder Coffee To Go eine einzelne Abbuchung zur Folge haben?



Trinkgeld adé?
Und einen Riesen-Nachteil bedenkt niemand. Wenn alles nur mit Karte bezahlt wird und niemand mehr Bargeld bei sich hat, dann gibt es sehr oft für den zuvorkommenden Kellner oder die Friseurin des Vertrauens kein Trinkgeld mehr. Das kann man ja auch bei Kartenzahlung eingeben, ist dann immer das Totschlag-Argument. Kann man, aber kommt das Geld auch wirklich bei der gemeinten Person an? Und wie oft wird es bei der Kartenzahlung schlicht und einfach auch ohne bösen Willen vergessen?

On Top noch ein Fun-Fact: Wozu wurden dann die ganzen verschiedenen Rückseiten auf die Zwei-Euro-Münzen geprägt, wenn niemand mehr Bargeld hat und der ganze Spaß beim Tauschen und Sammeln vor die Hunde geht?

Also, liebe Leser, denken Sie an die Menschen, die sich über Trinkgeld freuen, sammeln und tauschen Sie Münzen und gewähren Sie unserem guten alten Bargeld das, was es verdient hat – seine Wertschätzung.

In diesem Sinne … lassen Sie die Kassen klingeln!
Ihre Nicole


Mehr dazu:   Nicole nörgelt  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Frühlingszeit, Zeckenzeit: Was Hunde, Katzen & Menschen jetzt wissen müssen

Nach einem milden Winter sind die Zecken wieder unterwegs und machen nicht nur uns Menschen, sondern ...

Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Montabaur feiert erfolgreiche Premiere der Lachnacht

Die "1. Montabaurer Lachnacht" lockte am 2. April zahlreiche Besucher in die Stadthalle Haus Mons Tabor. ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Einführung von Pfarrer Michael Zopf in Rennerod: Ein neuer Abschnitt für die Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Rennerod hat Pfarrer Michael Zopf in einem festlichen Gottesdienst offiziell ...

Abiturfeier am Mons-Tabor-Gymnasium: Ein magischer Abschied

Am 31. März verabschiedete das Mons-Tabor-Gymnasium 95 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Feierlichkeiten ...

Weitere Artikel


Das Gruselwetter zu Halloween: Hochdruck im Hexenkessel

Gruselig verkleidet ziehen Kinder und Jugendliche am 31. Oktober durch die Straßen und jagen uns einen ...

Freunde der Kinderkrebshilfe unterstützen seit 30 Jahren erkrankte Kinder und Familien

Die Unnauer Patenschaft und die Freunde der Kinderkrebshilfe arbeiteten schon lange zusammen. Die Unnauer ...

Polizei Koblenz zieht Bilanz: Verstärkte Kontrollen zum Tuning-Saisonabschluss

Die Polizeidirektion Koblenz hat anlässlich des jährlichen "Saisonabschlusses" der Tuning-Szene verstärkte ...

Konzertreihe "Herbsttöne" in Sayner Hütte in Bendorf

Mit drei Konzerten in der Reihe "Herbsttöne" bringt die Sayner Hütte in der Krupp’schen Halle den November ...

Montabaur "on fire": Der Oktobermarkt folgte dem Oktoberfest

Schlag auf Schlag ging es in Montabaur rund: Wurde am Samstag (26. Oktober) noch das rauschende Oktoberfest ...

Sicherheitslage im Westerwaldkreis: Jenny Groß besucht Polizeiinspektion Montabaur

Die Landtagsabgeordnete Jenny Groß hat sich mit der Polizeiinspektion in Montabaur getroffen, um aktuelle ...

Werbung