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Pressemitteilung vom 23.11.2024    

Folk & Fools Festival: Ein Abend der außergewöhnlichen Musik

Beim 34. Kleinkunstfestival Folk & Fools in Montabaur, das vom 1988 gegründeten Mons Tabor e.V. ausgerichtet wurde, erlebten die Besucher einen besonderen Abend. Unter dem Motto „Musik der Welt“ stand in diesem Jahr ausschließlich Folk-Musik im Vordergrund.

Astillero (Foto: Sascha Ditscher)

Montabaur. Die Veranstaltung, die traditionell Kabarett und Comedy beinhaltete, wurde erstmals als reines „Folkfestival“ präsentiert. Zwei international renommierte Bands, die mit einzigartigen Klangwelten beeindruckten, traten auf. Das Event bot einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt der weltweiten Folk-Musik, die die Besucher in fremde Länder entführte. Doch trotz der beeindruckenden Musik war die Stadthalle an diesem Abend weniger gut besucht, was unter anderem durch zahlreiche konkurrierende Kulturveranstaltungen und das zeitgleich stattfindende Fußballländerspiel bedingt war.

Kleinkunstbühne bedankt sich bei Unterstützern
Zu Beginn der Veranstaltung dankte die Kleinkunstbühne als Gastgeber der Stadt Montabaur, dem Land Rheinland-Pfalz sowie der Sparkasse Westerwald-Sieg und der EVM, dem regionalen Energieversorger, für ihre Unterstützung. Auch dem Landesmusikgymnasium wurde für die Bereitstellung eines Instruments gedankt. In einer turbulenten Welt sei weltumspannende Musik ein verbindendes Element, das Menschen auf allen Kontinenten erreicht – und das gelang den beteiligten Musikern, wobei leider nur eine Musikerin vertreten war.

Vielfältige Klänge und außergewöhnliche Musiker
Der Abend begann mit der Band „Violons Barbares“, die mit ihrem energetischen Mix aus Weltfolk, Balkanblues und Rockriffs die Bühne der Stadthalle eroberte. Das Trio, bestehend aus Enkhjargal Dandarvaanchig aus der Mongolei, dem Bulgaren Dimitar Gougov und dem französischen Perkussionisten Fabien Guyot, bot einen einzigartigen Klangkosmos, der durch verschiedene traditionelle Instrumente wie die Pferdekopfgeige Morin Khoor und die Gadulka, ein bulgarisches Saiteninstrument, bereichert wurde. Besonders hervorzuheben war Dandarvaanchigs Soloauftritt, bei dem er meisterhaft den Obertongesang und die Morin Khoor spielte. Die Musik der Band zog die Zuhörer in ihren Bann, und bereits nach den ersten Tönen begann das Publikum, sich im Takt zu bewegen.

Die Band präsentierte Stücke aus ihrem neuen Programm „Monsters and Fantastic Creatures“, wobei sie auf die Frage eingingen, welche modernen Monster sie besingen. Ihre leidenschaftliche Darbietung und die exotischen Klänge fesselten das Publikum, das bei bekannten Songs wie „Horse Galop“ und „Krushovitsa“ besonders begeistert reagierte.



Der Tango aus Buenos Aires: Astillero
Den zweiten Teil des Abends gestalteten die Musiker von „Astillero“, einer Band aus Argentinien, die mit einer eigenwilligen Weiterentwicklung des Tango Nuevo die Zuschauer faszinierte. Die Band, bestehend aus zwei Bandoneons, Geige, Cello, Klavier und Kontrabass, präsentierte einen Abend voller schwermütiger, aber auch hoffnungsvoller Musik. Besonders beeindruckend war die Bandbreite an Emotionen, die die Band in ihrer Musik vermittelte – von feurig und expressiv bis hin zu sinnlich und ruhig. Das Publikum erlebte mit „Murga Barracas“ einen traditionellen Tango, der in seiner Ausdruckskraft zu den Höhepunkten des Abends gehörte. Während die Musik der Argentinier nicht sofort die Tanzfreude der Gäste entfachte, zog sie dennoch alle in ihren Bann.

Die Band nutzte ihren Auftritt, um die Zuschauer auf eine Reise in die Kultur von Buenos Aires zu entführen und um ihre Botschaft der Toleranz und des Dialogs zu vermitteln. Der Pianist Julian Peralto bedankte sich zum Abschluss des Konzerts bei den Anwesenden, dass sie die Kultur der Band miterleben durften, und mahnte zur Solidarität in einer von Konflikten geprägten Welt.

Ausblick auf zukünftige Festivals
Obwohl das musikalische Angebot von „Violons Barbares“ und „Astillero“ durchweg begeisterte, war die Resonanz im Publikum gemischt. Besonders die Sprachbarrieren bei den Moderationen der argentinischen Musiker sorgten für Unklarheiten und stellten das Publikum vor einige Herausforderungen. Trotz dieser kleinen Hürden war der Abend ein Erfolg und zeigte, wie Musik als universelle Sprache weltweit Menschen verbindet. Besonders bemerkenswert war die Atmosphäre des Abends, die durch die kraftvolle Musik und die starke Botschaft der Künstler geprägt war.

Die Kleinkunstbühne Montabaur blickt nun auf die kommenden Festivals. Die 35. Ausgabe des Folk & Fools Festivals wird 2025 unter dem Motto „Stars der Zukunft“ stattfinden und hochbegabte Künstler mit viel Potenzial präsentieren. Ein weiteres Highlight wird die Abschiedsversion des Festivals im Jahr 2026 sein, die unter dem Titel „Die Kleinkunstbühne geht, die Demokratie bleibt“ das Ende der traditionsreichen Veranstaltung markieren wird. Das Festival wird weiterhin Kabarett, A-Cappella und Folk vereinen und sicherlich mit weiteren Überraschungen aufwarten.



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