Pressemitteilung vom 26.02.2025
Callcenter-Betrug in Montabaur: Rentner übergibt Gold an kriminelle Schockanrufer
Ein 87-jähriger Rentner aus Montabaur-Horressen fiel am Donnerstag (20. Februar) einem Callcenter-Betrug zum Opfer. Im Glauben an eine medizinische Notlage übergab er Gold im Wert von mehreren Zehntausend Euro an einen Handlanger mit südländischem Aussehen.
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Montabaur. Am Nachmittag des 20. Februars wurde ein 87-jähriger Mann aus Montabaur-Horressen Opfer eines Callcenter-Betrugs. Der Täter gab sich telefonisch als Professor der Charité aus und behauptete, eine Angehörige des Rentners benötige dringend ein teures Medikament, um ihr Leben zu retten.
Der Rentner wurde aufgefordert, in Vorleistung zu gehen, um den Kauf des Medikaments zu sichern.
Der Geschädigte übergab schließlich diverse Goldbarren und Schmuckstücke an einen unbekannten Verdächtigen. Dieser wird wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 25 Jahre alt, südländischer Typ mit dunklen Haaren, Dreitagebart, schmaler Statur und etwa 170 cm groß. Er trug eine beige Jacke mit Aufnähern, möglicherweise eine Collegejacke, deren Ärmel etwas heller abgesetzt waren, sowie weiße Turnschuhe, eventuell der Marke Nike, und eine Mütze oder Kapuze.
Die Polizei sucht Zeugen, die am Donnerstagnachmittag oder in den frühen Abendstunden im Wohngebiet zwischen der Mainzer Straße und Im Wiesengrund auffällige Beobachtungen gemacht haben oder ein wartendes oder parkendes Fahrzeug gesehen haben.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Montabaur unter der Telefonnummer 02602-9226-0 entgegen.
Erneute Warnung vor falschen Schockanrufen
Die Polizei warnt eindringlich vor sogenannten Schockanrufen. Bürger sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, niemals Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben und im Zweifelsfall das Gespräch beenden und die Polizei unter der Notrufnummer 110 kontaktieren. Für weitere Informationen steht das Beratungszentrum der Polizei unter der Nummer 0261-103-51152 oder per E-Mail an beratungszentrum.kolenz@polizei.rlp.de zur Verfügung. (PM/Red)
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