Pressemitteilung vom 04.04.2025
Schwache Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur zeigt sich im März nur eine schwache Frühjahrsbelebung. Die Arbeitslosigkeit sinkt zwar leicht, doch die Zahl der offenen Stellen nimmt ab. Der Ausbildungsmarkt hingegen bietet mehr Plätze als Bewerber.

Montabaur. Am Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur gibt es im März nur eine verhaltene Frühjahrsbelebung. Aktuell sind 7.770 Menschen arbeitslos gemeldet, was einem Rückgang von 86 Personen im Vergleich zum Februar entspricht, aber einem Anstieg von 681 Personen im Vergleich zum März 2024. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsverlauf um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent, liegt jedoch 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Der Zugang neuer Arbeitsloser ging mit 2.111 Personen im März nur leicht zurück, während die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit bei 2.209 Personen lagen. Auf dem Stellenmarkt meldeten die Betriebe 448 neue Stellen, ein Rückgang um 70 Angebote gegenüber dem Vormonat und um 62 im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt stehen derzeit 3.105 offene Stellen zur Verfügung, 117 weniger als vor einem Jahr.
"Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen zumindest keine Fortsetzung der Negativspirale", erklärt Elmar Wagner, Geschäftsführer der Agentur Montabaur. Für 2025 wird ein minimales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent prognostiziert, was Hoffnung auf eine Stabilisierung der Beschäftigungssituation gibt.
Am Ausbildungsmarkt wurden seit Oktober 2024 insgesamt 1.442 junge Menschen beraten, die eine Ausbildungsstelle suchen. Dem stehen 1.831 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Trotz des Überangebots an Lehrstellen decken sich die Berufswünsche der Jugendlichen oft nicht mit den Angeboten der Betriebe. Die demografische Entwicklung könnte dazu führen, dass nicht alle ausbildungsbereiten Arbeitgeber Nachwuchskräfte gewinnen können. Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur bietet Beratung zur Qualifizierung ungelernter Mitarbeiter an.
In den Landkreisen des Agenturbezirks zeigt sich folgendes Bild: Im Westerwaldkreis sind 4.713 Menschen arbeitslos, 27 weniger als im Februar, aber 403 mehr als im März 2024. Die Quote bleibt bei 4,0 Prozent. Im Rhein-Lahn-Kreis gibt es 3.057 Arbeitslose, 59 weniger als im Februar und 278 weniger als vor einem Jahr. Hier sank die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent, liegt aber 0,4 Prozentpunkte höher als im März 2024. (PM/Red)
Lokales: Montabaur & Umgebung
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