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Nachricht vom 17.08.2012    

Pröpstin lobt Ausbildungsprogramm

Die Pröpstin der Propstei Nord-Nassau, Annegret Puttkammer, besuchte Betriebe in der Region. Unter anderem war sie dabei zu Gast bei Rohrverformungsspezialist Schmehmann und lobte in diesem Zusammenhang das Ausbildungsprogramm des Bad Marienberger Unternehmens.

Bei ihrem Besuch im Westerwald besuchte Pröpstin Annegret Puttkammer (links) auch den Schmehmann-Geschäftsführer Karl Groß (rechts) in Bad Marienberg. (Foto: Peter Bongard)

Westerwaldkreis. Annegret Puttkammer ist ein Mensch, der gerne ausgetretene Pfade verlässt. Und deshalb besucht die Pröpstin der Propstei Nord-Nassau – einem Verwaltungsbereich der Evangelischen Kirche, zu dem auch der Westerwald gehört – derzeit Firmen unserer Heimat.

„Ich tue das, um mich überraschen zu lassen und um die Region in ihrer ganzen Bandbreite kennen zu lernen“, sagte sie, „Denn dass wir in einem strukturschwachen Gebiet leben, ist ein Vorurteil. Es gibt hier viele spannende Unternehmen, die nicht nur innovativ sind, sondern auch hervorragende Arbeitsbedingungen schaffen.“

Jetzt machte Annegret Puttkammer Station in Bad Marienberg und sah sich den Rohrverformungsspezialisten Schmehmann an – einen modernen, im Jahr 1945 gegründeten Betrieb mit mehr als 130 Beschäftigten und einem weiteren Standort in Norken. Seit rund zwei Jahren wird Schmehmann von Karl Groß geführt, und er war es auch, der das Unternehmen mit umfangreichen Investitionen fit für die Zukunft machte – nicht nur, indem er den Maschinenpark um hochmoderne Anlagen erweiterte. „Wir haben die Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiter erheblich verbessert und in die Ausbildung investiert“, erklärte Groß. Denn das Thema Nachwuchsförderung liegt dem Geschäftsführer besonders am Herzen, wie er im Gespräch mit der Pröpstin mehrfach betonte: „Der Notendurchschnitt der Schulabgänger ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Und das stellt uns vor Schwierigkeiten. Denn wirklich gute Nachwuchskräfte werden immer seltener“, beklagte er.



Aus diesem Grund hat das Unternehmen gemeinsam mit Pädagogen aus der Region ein Ausbildungsprogramm entwickelt, das bereits im nächsten Jahr beginnen soll: Die Schmehmann GmbH möchte auch diejenigen jungen Leute einstellen, die zwar einen schlechten Schulabschluss haben, aber handwerklich begabt sind. Diesen Jugendlichen wird dann ein Pädagoge an die Seite gestellt, der sie gezielt auf die theoretischen Prüfungen der Berufsschule vorbereitet, ihnen also Nachhilfe in wichtigen Fächern wie Mathematik oder Physik gibt. „Ich hoffe, dass dieses Programm sowohl dem Nachwuchs als auch den Firmen zugute kommt“, so Groß und betonte in diesem Zusammenhang die Rolle des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg, „Das Gymnasium ist ein Glücksfall für unsere Region. Ihm ist es zu verdanken, dass es hier so viele gute Leute gibt. Ich hoffe, dass diese Menschen im oberen Westerwald bleiben und verwurzelt sind.“ Pröpstin Annegret Puttkammer lobte das Ausbildungsprogramm des Betriebs als vorbildlich und hob abschließend noch einmal die Bedeutung eines Unternehmens wie Schmehmann hervor:„Die mittelständischen Betriebe sind für die Region eine ganz besondere Stütze.“ (bon)



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