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Nachricht vom 17.08.2012    

Ein Konzert von Weltklasse begeisterte im Kulturwerk

Klarinette und Streicher vereint auf der Bühne – 300 Gäste, die in den Genuss dieses musikalischen Ohrenschmauses kommen wollten, zog es am Freitagabend in die Räumlichkeiten des Wissener Kulturwerks, wo Giora Feidman und das Gershwin Quartett mit ihrem Programm die Menge begeisterten.

Gemeinsam mit dem Gershwin Quartett begeisterte Klarinettist Giora Feidmann am Freitagabend im Wissener Kulturwerk mit einem Konzert von Weltklasse. (Fotos: Bianca Klüser)

Wissen/Sieg. Rund 300 Gäste fanden sich am Freitagabend im Kulturwerk in Wissen ein. Grund: ein Konzert von Weltklasse, dessen Künstler es sich nicht nehmen lassen wollten, auch die kleine Stadt im Westerwald im Rahmen ihrer Tour in den Genuss ihrer melodischen Klänge kommen zu lassen.

Das Gershwin Quartett eröffnete das Konzert mit Moshe Vielnsky’s „Calaniot“. Im Anschluss hallten leise Klarinettentöne durch den Raum. Während Giora Feidman „Shabbat Melody“ spielte bahnte er sich langsam seinen Weg durch den Mittelgang, zwischen den Zuschauerreihen hindurch, in Richtung Bühne. Kaum vorne angekommen, hielt er einen Moment inne und involvierte dann sogleich das Publikum in seine Kunst der Klanglichkeit.
Es folgte Peter Breiner’s „Le Grand Nigun“, welches von Klarinettist und Streichern gemeinsam gespielt wurde und, ebenso wie die darauffolgenden Stücke rege Begeisterung beim Publikum auslösten.

Kurz vor der Pause begrüßte der Giora Feidman sein Publikum mit einem freundlichen „Guten Abend“. Dann sagte er weiter, dass bereits im neuen Testament stehe: „The Zugabe ist am Ende of the Programm.“ Er hielt einen kurzen Moment inne. „Wir spielen sie jetzt“, so Feidman und begann in seiner Funktion als Brückenbauer zwischen den Nationen und nannte das gemeinsame Lachen und Singen in der heutigen Welt etwas Einzigartiges („It’s unique“). Wenn es Probleme zwischen Menschen gebe, so müssten diese erkennen: „Killing people ost not a solution.“ („Menschen zu töten, ist keine Lösung.“) Mit den Worten „I feel home here, because we live together“ („Ich fühle mich hier zuhause, weil wir zusammen leben“) leitete Feidman über zu einem einzigartigen Stück, einem Gemisch aus deutscher, israelischer und palästinensischer Nationalhymne, das das Publikum sichtlich beeindruckte. Im Anschluss stimmt der Künstler das Publikum ein, von den Instrumentisten begleitet, das israelische Volkslied „Shalom chaverim“ zu singen.



Hohe, leise und schnelle Klänge im stetigen Wechsel mit tiefen, lauten und langsamen. Die Künstler beeindruckten während des Konzertes mit einer ungeheuren Vielfältigkeit. Nicht zuletzt dafür ernteten sie seitens des Publikums riesigen Beifall.
Manches Duell, das sich der Feidman mit den Streichern des Gershwin Quartetts im Rahmen des Konzertes lieferte, sorgte für zahlreiche Lacher beim Publikum.
Auch in der zweiten Hälfte des Konzertes begeisterten die Künstler, die eine langjährige Freundschaft verbindet, mit Klängen von Weltklasse, so etwas im Rahmen von George Enescu’s „Romanian Rhapsody No. 1“.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung wurde sich im Foyer um Klarinettist Giora Feidman gerissen. Gerne gab er seinen zahlreichen Fans auf die an dem dort aufgestellten Fan-Shop erworbenen Artikel ein Autogramm. Auch Verbandsbürgermeister Michael Wagener ließ es sich nicht nehmen, sich die frisch ergatterte Biographie vom Künstler signieren zu lassen.
Eine junge Dame präsentierte Giora Feidmann ihre besondere gemeinsame Verbindung anhand eines Fotos. Vor 18 Jahren, damals noch ein kleines Mädchen, hatte sie ihm bei seinem Konzert im Schloss in Hachenburg, am 25. Juni 1994, ein selbstgeflochtenes Freundschaftsarmband überreicht. Diesen Moment hatte ein Vertreter der lokalen Presse damals bildlich festgehalten. Das Foto brachte sie dem Künstler mit und ließ es sich als Andenken signieren. (bk)



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