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Nachricht vom 04.03.2013    

Bären zeigten trotz knapper Niederlage gute Leistung

Eine deutliche Leistungssteigerung, aber erneut keine Punkte - so lässt sich das Heimspiel des EHC Neuwied im Oberliga-West-Pokal mit wenigen Worten zusammenfassen.

Packende Spielszenen sahen die Zuschauer beim Spiel der Neuwieder Bären gegen Königsborn. Foto: www.fischkopp-medien.de

Nach einem katastrophalen Start der Bären lag Königsborn bereits nach zehn Minuten mit 4:0 in Führung, am Ende hieß es 3:5 aus Sicht der Gastgeber, die zahlreiche Chancen ausließen und damit einen Punkt oder gar einen Sieg verspielten. "Im Abschluss fehlt es an der Qualität", sagte EHC-Trainer Arno Lörsch. "Chancen haben wir zu genüge. Aber wir nutzen sie einfach nicht."

Der Trainer hatte nach dem blutleeren Auftritt gegen Neuss eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert, wollte Einsatz und Willen sehen. Zehn Minuten ließen die Spieler ihren Coach warten - da stand es bereits 0:4. Ein spielentscheidender Rückstand wie sich bis zur Schlusssirene herausstellen sollte. Der Ex Neuwieder Igor Furda (2., 7.), Lars Gerike (5.) und Schahab Aminikia (10.) sorgten für einen komfortablen Vorsprung der Bulldogs, die mit 12 Feldspielern nach Neuwied angereist waren und bisher alle Vergleiche zweistellig gewonnen hatten. Womöglich ein Grund dafür, warum die Gäste die Bären fortan scheinbar unterschätzten.

Dem ersten EHC-Treffer war jedoch eine "glückliche Fügung" vorausgegangen, als eine tief gespielte Scheibe unkontrolliert von der Bande zurück vor das Gästetor sprang. Bulldogs-Keeper Sven Rotheuler, der die Scheibe hinter seinem Tor stoppen wollte, musste zusehen, wie Neuwieds Kanadier Patrick Lomascolo die Scheibe unbedrängt ins leere Gehäuse einschob (10.). Ein Weckruf für den EHC, dem es fortan gelang, den vorhandenen Klassenunterschied zwischen beiden Teams zu egalisieren.

Die Gäste ihrerseits fielen nun verstärkt durch unsaubere Aktionen auf, einzelne Spieler wie etwa Thomas Branz, Tim Schneider oder Schahab Aminikia zogen sich so den Unmut der Fans zu. Aminikia wollte die Schmährufe nicht ungesühnt lassen, sprang nach Ende des ersten Drittels abseits des Spielgeschehens über die Bande und ging auf eine kleine Gruppe Neuwieder Fans los, die sich in der Kurve hinter einem der beiden Toren aufhielten. Die Linesman sahen dies zwar, suchten danach jedoch das Gespräch mit Aminikia, anstatt ihn - so sieht es das Regelwerk in einem solchen Fall vor - mit einer Matchstrafe vorzeitig zum Duschen zu schicken. Nicht die einzige - wenn auch nicht spielentscheidende - Fehlentscheidung der Unparteiischen.



Im zweiten Spielabschnitt erarbeitete sich der EHC ein Chancenplus, es reichte aber nur zu einem Treffer von Rene Sting in Minute 29. Zuvor hatte Jan-Niklas Linnenbrügger einen Penalty vergeben (26.), Willi Hamann (35.) und James Ross (40.) scheiterten freistehend vor Keeper Rotheuler. Auf der Gegenseite verletzte sich Tim Schneider nach einem Schlagschuss des eigenen Mitspielers (Aminikia): Schneider hatte den Puck ohne Einfluss eines Neuwieder Spielers ins Gesicht bekommen und wurde mit Verdacht auf Kieferbruch ins Krankenhaus gebracht.

Mit dem schnellen Anschlusstreffer zum 3:4 durch Marc Blumenhofen (43.) keimte im Icehouse vor 303 Fans noch einmal Hoffnung auf, zum ersten Mal in dieser Saison etwas Zählbares gegen die Bulldogs einzufahren. Doch erneut ließ der EHC beste Chancen liegen, etwa bei einem Konter in Unterzahl, als Lomascolo alleine vor Königsborns Keeper auftauchte, an diesem aber scheiterte. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann jedoch Gästestürmer Milan Vanek, der seinerseits in Unterzahl einen Konter zum 5:3 abschloss (51.). Die Bären bauten bis Spielende zwar noch einmal Druck auf, die Abschlüsse waren jedoch allesamt zu harmlos.

"Ich glaube, heute war deutlich mehr drin für uns", sagte Bärentrainer Lörsch. "In den ersten zehn Minuten waren wir überhaupt nicht im Spiel. Da waren wir nervös und gehemmt und mussten erstmal vom Gegner geweckt werden. Danach waren wir ebenbürtig, phasenweise finde ich sogar die bessere Mannschaft. Aber das Glück, das du in einem solchen Spiel dann auch mal brauchst, ist diese Saison einfach nicht mit uns." Bereits am Sonntag steht das nächste Heimspiel für den EHC an, um 19 Uhr geht es im Neuwieder Icehouse gegen die Dinslaken Kobras, die am Freitagabend nur knapp und unglücklich mit 2:3 gegen Herne verloren haben.



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