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Nachricht vom 04.03.2013    

Grundschüler entführten in den Zirkus Tonitelli

Egal ob Jung oder Alt: Die Welt des Zirkus fasziniert quer durch alle Altersschichten die Menschen. Diese Faszination konnten die Schüler der Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule in Nentershausen nun in der vergangenen Woche im Rahmen einer Projektwoche selbst erleben.

Die stolze Summe von 3750 Euro konnten (von links) Schulleiterin Cornelia Nagel-Schlitt und Werner Schmidt vom Förderverein der Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule in Nentershausen aus den Händen von Marion Stendebach (Sparda-Bank Südwest) als Unterstützung für die Zirkusprojektwoche in Empfang nehmen.( Fotos: Andreas Egenolf)

Nentershausen. Eine Woche lang standen für die mehr als 200 Grundschüler ausnahmsweise mal nicht Mathematik, Deutsch oder Sport auf dem Stundenplan, sondern sie beschäftigten sich zum Beispiel mit Akrobatik oder erlernten Fakirtechniken. „Der Weg war diese Woche das Ziel“, formulierte Schulleiterin Cornelia Nagel-Schlitt am Ende das Motto des Zirkusprojekts. Dieser Weg war allerdings nicht steinig wie alle Beteiligten bestätigten, denn alle, egal ob Kinder, Lehrer oder Eltern zogen in dieser Woche an einem Strang. Möglich gemacht wurde das kostenintensive Projekt erst durch den Förderverein der Grundschule, private Spenden sowie vor allem durch die Sparda-Bank Südwest. 3750 Euro stellte die Genossenschaftsbank aus den Erträgen ihres Gewinnsparvereins für die Zirkuswoche zur Verfügung, die Kundenberaterin Marion Stendebach im Rahmen der Aufführungen symbolisch als Spendenscheck an Werner Schmidt vom Förderverein und Schulleiterin Cornelia Nagel-Schlitt übergab.
Dass das Geld nicht fehl am Platze ist, bewiesen dann die Kinder, denn sie zeigten den Zuschauer auf eindrucksvolle Weise, was sich innerhalb der kurzen Zeit alles erlernen lässt. So gab es unter anderem unter den insgesamt 37 aufgeführten Nummern Einlagen mit Einrädern zu sehen, es wurde auf dem Gymnastikball durch die Manege balanciert oder die Kinder legten sich wagemutig auf ein Nagelbrett bzw. in Glasscherben. „Die Woche mit den Kindern war super. Sie waren diszipliniert und haben sich regelrecht auf alle Techniken gestürzt. Man musste sie teilweise schon fast zwingen eine Pause zu machen“, verriet Christof Heiner alias Herr Zopp, der gemeinsam mit Stefan Preker alias Herr Prekär und der Pädagogikstudentin Inga Schäfer die Federführung während der Projektwoche inne hatte. Bereits im Vorfeld hatten sie die beteiligten Lehrer und Eltern im Rahmen einer Fortbildung mit Infomaterial versorgt und ihnen alle Angebote schon einmal vorgestellt. „Ohne Lehrer und Eltern wäre diese Woche erst gar nicht möglich“, so Stefan Prekär, der hauptberuflich Artistikcomedy macht und solche Zirkusprojekt fünf bis sechs Mal im Jahr auf die Bühne bringt.
Die Erst- bis Viertklässler hatten zu Beginn der Woche erst einmal die Möglichkeit alle Techniken kennenzulernen, angefangen von der Akrobatik bis hin zum Balancieren. Am Dienstag mussten sich die Kleinen dann entscheiden, welche Technik sie favorisierten, wobei dies nach Auskunft der Verantwortlichen reibungslos klappte. Anschließend war drei Tage lang Zeit die Techniken zu erlernen und sich Nummern für die Aufführungen auszudenken, die passende Musik zu wählen sowie sich einen Gruppenamen zu überlegen. Ein Name musste ebenfalls für den Zirkus gefunden werden, doch das war kaum ein Problem: „Tonitellli“, in Anlehnung an den Namen der Grundschule, sollte das Projekt heißen. Nach einer Generalprobe am Freitag war dann der große Aufführungstag gekommen, bei dem die Grundschüler ihr Erlerntes ihren Verwandten in der Manege der Freiherr-vom-Stein-Halle zeigen konnten. „Es ist einfach schön zu sehen wie alle Kinder mit Begeisterung bei der Sache sind“, freute sich Schulleiterin Cornelia Nagel-Schlitt sichtlich über die gelungene Projektwoche. Ihren Dank richtete sie ausdrücklich auch noch einmal an die große Zahl der Helfer, ohne die eine solche Woche nicht zu stemmen gewesen wäre.
Für die Kinder heißt es seit Montag unterdessen wieder Alltag in der Aarstraße: Statt Zirkusnummern üben im Klassenraum, steht die Addition wieder auf dem Stundenplan. (aeg)


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