Vorschulkinder beschäftigten sich mit dem Tod
Mehr als 100 Kinder aus neun Kindertagesstätten besuchten das Bilderbuchkino „Die besten Beerdigungen der Welt“ von Ulf Nilsson in der Stadtbücherei Selters. An neun Terminen kamen die Vorschulgruppen mit Erzieherinnen aus den Einrichtungen in Selters, Sessenhausen, Marienrachdorf, Freirachdorf, Wölferlingen, Maxsain, Schenkelberg und Roßbach.

Selters. Völlig unvoreingenommen lauschten die Kinder der einfühlsamen und heiteren Geschichte, in der sich drei Kinder mit dem Sterben, dem Tod und mit Abschiedsritualen auf ganz direkte Weise auseinandersetzen. Aus dem spielerischen Begraben einer toten Hummel mit Loch, Grab, Kreuz, Rede und einer Schniefnase erwächst die Idee, mit solchen Beerdigungen Geld zu verdienen. Liebevoll und voller Vertrauen erklären sich die Kinder die letzte Reise, kindlich, klar und ohne Schnörkel.
Jedes einzelne Bild des Buches wurde von Birgit Lantermann mit den Kindern besprochen. Diese berichteten von Beerdigungen, an denen sie selbst teilgenommen hatten und von Friedhof mit hübschen Blumen, die von ihnen gegossen werden.
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Einige wenige Eltern hatten sich im Vorfeld besorgt über das Thema gezeigt. Die Kinder hatten aber keine Scheu, ihre Gedanken und Gefühle offen mitzuteilen und auch die Verantwortlichen der Tagesstätten empfanden das Buch und den Nachmittag als kindgerecht und sehr einfühlsam.
Zu den Bilderbuchkinos der Stadtbücherei Selters melden sich jedes Jahr mehr Einrichtungen an. Bei den Besuchen nutzten die Kinder auch die Gelegenheit, nach Herzenslust in Comics und Bilderbüchern zu stöbern und Bücher für den eigenen Kindergarten auszuleihen.
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