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Nachricht vom 14.08.2014    

Wenn der Alkoholkonsum im Alter zur Sucht wird

Das Thema Sucht und Alter ist in unserer heutigen nach Jugend, Leistung und Gesundheit strebenden Gesellschaft weitgehend tabuisiert. Für die meisten Erwachsenen in Deutschland gehören alkoholische Getränke zum Alltag. Der Umgang wird häufig früh erlernt und Alkohol immer wieder auch als Aufputschmittel eingesetzt.

Foto: Wolfgang Tischler

Montabaur. Die Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsbehörde und Betreuungsvereine des Westerwaldkreises informieren am Mittwoch, 10. September, um 18 Uhr in einem Vortrag von Dr. Dieter Geyer im Stadthaus Selters, Rheinstraße 22, ausführlich über dieses relevante Thema.

Das Älterwerden bringt Veränderungen mit sich: Die Reaktionsweise des Körpers nach Alkoholkonsum ist deutlich anders, Alkoholverträglichkeit nimmt im höheren Lebensalter ab. Alkoholmengen, die früher problemlos vertragen wurden, können zu Trunkenheit und zu Stürzen oder zu anderen Unfällen führen, Nerven im Gehirn werden feinfühliger gegenüber Alkohol, Folgen können erhöhte Schädigungen des zentralen Nervensystems sein. Im Alter passen viele Menschen ihren Lebensstil und ihre Gewohnheiten dem häufig an. Wenn aber der Konsum von Alkohol oder Tabak und der Gebrauch abhängig machender Medikamente unverändert beibehalten oder sogar verstärkt wird, entstehen Risiken.



In der häuslichen Pflege wie im Heim treffen Pflegekräfte auf Männer und Frauen mit substanzbezogenen Problemen. Eine Reduktion des Konsums oder eine Hilfestellung bei Abhängigkeitsproblemen lohnt sich jederzeit. Dr. Dieter Geyer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, wird an diesem Abend neben seinem Vortrag mit den Schwerpunkten „Sucht im Alter erkennen und ansprechen – Wann beginnt riskanter Alkoholkonsum? – Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten“ auch für Fragen zur Verfügung stehen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Infos bei Annette Schmidt-Betz, Lotsendienst Betreuungen, Telefon 02662/948 80 78, oder 0171/455 57 11 oder bei Oliver Holzenthal, Betreuungsbehörde des Westerwaldkreises, Telefon 02602/124 346.


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