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Nachricht vom 17.09.2015    

Aktionstag „Hände hoch fürs Handwerk“ war erfolgreich

19 Prominente und Politiker, 19 Schulen sowie 19 Handwerksbetriebe gestalteten den gemeinsamen Aktionstag. Organisiert wurde der Tag von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises unter Federführung von Wilfried Noll und Katharina Schlag. Die Aktion dient dazu, dem Nachwuchsmangel des Handwerks vorzubeugen.

In den Betrieben mussten die Gäste mit anpacken. Fotos: Wolfgang Tischler

Westerwaldkreis. Die Mitglieder des Bundestages Dr. Andreas Nick und Gabi Weber, des Landtages Hendrik Hering, Dr. Tanja Machalet, Ralf Seekatz und Gabi Wieland, Landrat Achim Schwickert, die Bürgermeister Klaus Müller (VG Selters), Michael Ortseifen (VG Wirges), Gerhard Loos (VG Westerburg), Gerrit Müller (VG Rennerod), Peter Klöckner (VG Hachenburg), Thilo Becker (VG Höhr-Grenzhausen), Michael Merz (VG Ransbach-Baumbach) und Klaus Lüttkefedder (VG Wallmerod), die ersten Beigeordneten Andreas Heidrich (Bad Marienberg) und Andree Stein (Montabaur) sowie Madleine Seidel (Geschäftsführerin Agentur für Arbeit Montabaur) und Alexander Baden brachten sich als Handwerker für einen Tag in die Aktion ein. Insgesamt 19 Schulen aus dem Westerwaldkreis waren in 19 Handwerksunternehmen mit ihren Schülern vertreten.

Im Mittelpunkt der gesamten Aktionskampagne stehen neue Wege die Ausbildung und die Karrierechancen im Handwerk aufzuzeigen. Wilfried Noll demonstrierte es mit Unterstützung von Katharina Schlag bei der Begrüßung am Morgen im Kreishaus sehr anschaulich: „Wir müssen noch viele dicke Bretter bohren, bis wir am Ziel sind.“ Sagte es und bohrte mit seinem Akkuschrauber durch ein dickes Brett, was Katharina Schlag bereithielt. Noll unterstrich, wie wichtig es ist, dass das Handwerk genügend Nachwuchs hat. „Wir brauchen Handwerker und nicht jeder kann studieren. Auch im Handwerk kann man Karriere machen und gutes Geld verdienen.“

Mit den besten Wünschen, dass alle Beteiligten den Tag gut überstehen und keine Kollateralschäden in den Betrieben anrichten mögen, ging es ausgestattet mit einem Lunchpaket in die Unternehmen. Da wurde der Schreibtischplatz mit Bürokleidung, gegen Arbeitskittel, Latzhose, Arbeitsjeans und funktionelle Kleidung getauscht. Es wurde gehämmert, geschweißt, lackiert, gegipst, gebacken und vieles mehr. Angeleitet wurden die Schüler und ihre prominenten Begleiter von Azubis in den Firmen. Die Chefs stellten kurz ihr Unternehmen bei einem Rundgang vor. Auf jeden Fall musste mit angepackt werden.



Landrat Achim Schwickert erzählte: „Mein Vater hatte mich und die Umgebung immer davor gewarnt, als Handwerker aktiv zu werden.“ Ihm solle das handwerkliche Talent fehlen. Das selbst gefertigte Werkstück, das Schwickert bei dem Kälte-und Klimaunternehmen Jächel aus Ruppach-Goldhausen anfertigte und am Abend präsentierte, konnte diese Aussage nicht bestätigen. Etliche Aktive hatten abends Werkstücke als Erinnerung im Gepäck.

Von den Schülern und den Promis war bei dem Treffen am Abend im Kreishaus nur Positives zu hören. Alle waren guter Laune und hatten neue Erfahrungen gemacht. Die Schüler bekamen ein Gefühl dafür, ob der ausgeübte Beruf persönlich geeignet und die Richtung weiter verfolgt wird oder ob es doch nicht das Richtige ist.

Um den Gedanken „Hände hoch fürs Handwerk“ in ganz Deutschland zu verbreiten, wurde am Abend des Aktionstages ein Staffelstab, gefertigt aus Metall, an drei Regionen und dort heimische Organisationen weitergereicht. „Es soll einen bundesweiten Dominoeffekt geben und wir wollen einen Impuls senden. Diese Aktion soll sich deutschlandweit etablieren“, begründet Wilfried Noll die Weitergabe der Staffelstäbe. Die Empfänger der Stäbe waren nach Montabaur gekommen und übernahmen sie. Die Staffelstäbe gehen zu der Handwerkskammer nach Halle (Saale,) in die Stadt Norden in Ostfriesland sowie ins Saarland. Dort werden nach der Aktionstag-Premiere im Westerwald die Inhalte weitertragen und neu belebt. (woti)


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