Werbung

Nachricht vom 14.10.2015    

EHC: Freitag in Leipzig, Sonntag kommt Herne

Diese zwei Spiele haben es wahrlich in sich: Für den EHC Neuwied steht das erste „Hammer-Wochenende“ der noch jungen Saison an. Die Bären gastieren am Freitag, den 16. Oktober um 20 Uhr bei den starken Icefighters in Leipzig. Und zwei Tage später kommt es zum mit Spannung erwarteten Heimspiel gegen den langjährigen Rivalen Herner EV um 19 Uhr.

Neuwied. Fünf Spiele sind gespielt, in jedem hat der EHC gepunktet. Das ist in einer starken und ausgeglichenen Oberliga Nord ein erstes sportliches Ausrufezeichen der Bären, auch wenn bei 42 Hauptrundenspielen noch ein langer Weg vor dem Team liegt. Bemerkenswert ist zudem das, was man bisher auswärts erreicht hat – bedenkt man, dass Neuwied in der Vorsaison gerade in fremden Stadien wenig überzeugen konnte. In Tilburg (4:1), Essen (4:2) und Braunlage (4:2) gab es jeweils die volle Punktausbeute für die Neuwieder. „Wir wollen unsere Auswärtsserie gerne ausbauen, wissen aber, dass es in Leipzig unheimlich schwer wird“, sagt Streu. Von nicht wenigen Experten werden die Icefighters als eines der Topteams der Liga angesehen.

Erst in der Vorwoche verlor Leipzig nach der ersten Saisonniederlage gegen die Hannover Scorpions die Tabellenführung. „Wir werden hart dafür arbeiten, auch in diesem Spiel im letzten Drittel noch eine Chance auf den Sieg zu haben“, sagt der Trainer, dessen Team bisher nur einmal das Eis als Verlierer verlassen musste - beim 2:3 gegen die Hannover Indians nach Verlängerung. Erst spät hatten die Neuwieder den möglichen Sieg aus der Hand gegeben, die Spieler saßen danach wie versteinert in der Kabine. Streu kam hinzu und stellte nur eine Frage. „Wie fühlt sich das an?“ Die Antwort der Spieler kann man sich denken. „Natürlich ist es unmöglich, alle Spiele zu gewinnen“, sagt der Trainer. „Deshalb denken wir nur von Spiel zu Spiel, von Aufgabe zu Aufgabe. Jedes Spiel ist schwer in dieser Liga. Wir brauchen – wie bisher – immer die richtige kämpferische Einstellung.“

Leipzigs Trainer Sven Gerike konnte in der Nacht danach gut schlafen – der Nacht nach der ersten Saisonniederlage im heimischen Zelt in Taucha gegen die Scorpions. „Wir haben das kommen gesehen“, sagt der Trainer der Icefighters mit Blick auf das 3:6 am vergangenen Sonntag. „Wir hatten die Spiele davor gegen nicht so starke Gegner zwar alle gewonnen, aber immer Fehler gemacht. Und wenn du Spielern wie in Berlin nach einem ersten Drittel bei einer 6:1-Führung sagst, das das nicht gut war, dann schauen dich alle wie blöde an und glauben es dir nicht. Auch nicht, wenn du es ihnen zwei Tage später auf Video zeigst.“ Der Weckruf der Scorpions kam demnach zum richtigen Zeitpunkt. „Ich bin wirklich froh, dass wir gegen einen so starken Gegner gespielt haben. Bei Fünf-gegen-Fünf waren wir auch die bessere Mannschaft, aber dumme Fehler haben uns im Spielverlauf aus der Ruhe gebracht.“

Gerike sieht sich nach diesem Spiel in der Leipziger Sicht der Dinge bestätigt. Denn während Experten und Gegner gerne davon sprechen, dass die Icefighters ein Titelkandidat sind, sehen es die Sachsen zurückhaltender. „Unser Ziel ist ein Play-off-Platz. Das ist realistisch. Wir haben viel Potenzial. Aber auch viele junge Spieler, die einfach noch Zeit brauchen.“ Auch deshalb sind die kommenden Spiele für Gerike richtungsweisend. „Wir spielen jetzt gegen Neuwied, die Hannover Indians und Duisburg. Das ist das komplette Kontrastprogramm zu unserem Saisonstart. Ich freue mich auf das Kräftemessen mit Neuwied und Craig Streu, den ich sehr schätze und schon sehr lange kenne. Die Bären werden eine gute Rolle spielen in der Liga.“



Auch Hernes Trainer Frank Petrozza gönnte sich am Tag danach Kontrastprogramm, machte mit der Familie einen Ausflug in den Moviepark nach Bottrop. „Die Kinder sind gerade auf der Achterbahn, ich kann also reden.“ Achterbahn, das klingt auch nach einer guten Beschreibung der bisherigen Saison des Herner EV. Doch Petrozza sieht das einen Tag nach dem souveränen 7:1-Erfolg gegen Preußen Berlin anders. „Ich wusste, dass es nicht so einfach werden würde. Und ja, es ist in den ersten Spielen nicht optimal gelaufen. Aber so ist das in dieser starken Liga. Da darf man nicht erwarten, dass wir durch die Liga gehen wie das Messer durch die Butter. Man muss realistisch bleiben.“

Zehn Punkte hat Herne in den ersten sechs Spielen gesammelt. Hätte die Mannschaft derzeit nicht dieses eine Problem, es hätten locker schon ein paar mehr sein können: „Wir machen zu wenig Tore. Die Chancen spielen wir uns heraus, aber ein paar Spieler sind noch nicht in Tritt gekommen. Ich hoffe, der Sieg gegen Berlin hat Selbstvertrauen gegeben.“ Für das Duell in Neuwied erwartet Petrozza „ein gutes Spiel von beiden Teams. In Neuwied hatten wir es noch nie leicht. Ich freue mich auf dieses Spiel. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Du musst immer bereit sein, alles zu geben.“

Die Bären werden am Sonntagabend vermutlich den nächsten Neuwieder Zuschauerrekord für die laufende Saison aufstellen, denn gegen den Herner EV wird das Neuwieder Icehouse sicherlich noch voller werden als bei den bisherigen Heimspielen gegen FASS Berlin (1.228) und die Hannover Indians (1.327). „Wie in allen Spielen so muss auch gegen Herne jeder Akteur bereit sein, über 60 Minuten alles zu geben“, fordert der Trainer.

Der Ausblick:
Freitag, den 16. Oktober um 20 Uhr: Icefighters Leipzig – EHC Neuwied
Sonntag, den 18. Oktober um 19 Uhr: EHC Neuwied – Herner EV


Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Sport


"Mäschder Drehwurm" im Westerwald: Ein sportliches Highlight für alle

Am 26. April findet im Westerwald der beliebte Lauf- und Wanderevent "Mäschder Drehwurm" zum vierten ...

Julius Butenschön überzeugt bei Citycross in Koblenz

Julius Butenschön hat sich beim Koblenzer Citycross erneut als starker Radsportler gezeigt. Der Rheinland-Pfalz-Meister ...

David gegen Goliath: TTC Zugbrücke Grenzau trifft auf Rekordmeister Düsseldorf

Am Sonntag geht es für den TTC Zugbrücke Grenzau gegen den Spitzenreiter der Tischtennis-Bundesliga, ...

Eisbachtaler Budenzauber: Bundesliganachwuchs im Westerwald

Am 11. und 12. Januar treffen sich junge Talente aus ganz Deutschland in Montabaur, um beim Eisbachtaler ...

SG Rennerod triumphiert beim "Cup der Sparkasse Westerwald-Sieg"

Zum 33. Mal fand in der Bad Marienberger Sporthalle das Hallenturnier statt. Die SG Rennerod konnte sich ...

Spannung beim 33. Cup der Sparkasse Westerwald-Sieg in Bad Marienberg

Am ersten Wochenende des neuen Jahres wird in Bad Marienberg wieder um den begehrten "Cup der Sparkasse ...

Weitere Artikel


Culinaria - Messe für Lebensart und Genuss

Naschkatzen, Feinschmecker und Genießer sowie alle interessierten Personen aus der Region finden am Wochenende ...

Unter Alkoholeinwirkung über Verkehrsinsel gefahren

Ein 57-Jähriger hatte eine Verkehrsinsel beschädigt und fuhr weiter. Die herbeigerufene Polizei fand ...

Zwei Fahrer ohne Führerschein gestellt

Die Polizei Montabaur berichtet, dass sie zwei Fahrzeugführer ohne Führerschein angehalten und kontrolliert ...

Scharping begeisterte nicht nur Genossen

Carsten Gerz aus Westernohe präsentierte sein neues Buch „Vom bespitzelten Staatsfeind zur staatstragenden ...

Infos zu handwerklichen Ausbildungsberufen gegeben

Im Rahmen der Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“ lud die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis ...

Reine Frauensache

Westerwald Bank Vorstand Dr. Ralf Kölbach war hoch erfreut, zur ersten Veranstaltung nur für Frauen mehr ...

Werbung