Werbung

Nachricht vom 05.01.2016    

Mit Reha kann Neustart ins Berufsleben gelingen

Jährlich erfahren auch im Westerwald viele Menschen, dass ihr Körper den Belastungen am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen ist oder dass die gesundheitlichen Probleme eine berufliche Neuorientierung erforderlich machen. Mit einer Rehabilitation kann ein Neustart gelingen.

Auch Physiotherapie in der Reha hilft dabei wieder fit für den Beruf zu werden. Foto: DRV.

Westerwaldkreis. Damit beschäftigte sich das Forum Soziale Gerechtigkeit bei einem Informationsabend mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV) im Tagungsraum des Azurit Seniorenzentrums in Montabaur.

„Das Ziel jeder Rehabilitation ist es, dass Versicherte mit – vor allem chronischen – Erkrankungen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren oder in einen anderen Beruf einsteigen können“, so Roland Adams von der DRV Rheinland-Pfalz. Der erfahrene Rehafachberater erläuterte zunächst, dass sich eine Rehabilitation der Rentenversicherung von einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation über eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben – zum Beispiel eine Umschulung – bis hin zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben erstrecken kann. Ziel sei immer die Erhaltung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit um an den Arbeitsplatz zurückkehren oder in einen anderen Beruf einsteigen zu können.

„Wir stellen die Reha auch deshalb in den Mittelpunkt unserer Arbeit, weil sie sich fast immer auch für die Rentenversicherung rechnet“, so der Referent. Bereits nach durchschnittlich vier Monaten bezahlter Arbeit des Rehabilitanden amortisiere sich der Aufwand für eine medizinische Reha. Um das Ziel zu erreichen, seien auch Angebote wie Rehasport und Funktionstraining im Angebot. Als Leistungen zur Teilhabe würden zudem Mobilitätshilfen, Eingliederungszuschüsse oder Qualifizierungsmaßnahmen beispielsweise zur Umschulung im Berufsförderungswerk (BFW) Koblenz in Vallendar finanziert.

Der beruflichen Wiedereingliederung dienen sollen außerdem Integrationsmaßnahmen, wie sie beispielsweise das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW) in der Region anbietet. Die Aufnahme einer selbständigen Arbeit werde zudem mit einem Gründungszuschuss gefördert.

Wie zu erwarten, hatten die Teilnehmenden viele Fragen und Fallschilderungen mitgebracht. So wurde nach der Altersgrenze bei der Gewährung von Rehamaßnahmen gefragt. „Nach meiner Einschätzung hat sich die Altersgrenze mangels Fachkräften auf über 50 Jahre verschoben“ so Forumssprecher Uli Schmidt (Horbach). Er halte dies für sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar.

Geschildert wurde von einem Betroffenen nach einem Schlaganfall sein schwieriger Weg zurück in den Beruf als Handwerker. Eine andere Frage galt dem Zusammenwirken von Teilzeitbeschäftigung und Teilerwerbsrente. Roland Adams nahm einige „Fälle“ mit und will sich um Klärung bemühen.

Am Beginn der Veranstaltung hatte die Heimleiterin des Azurit-Seniorenzentrums, Claudia Ahrens, die Gäste begrüßt und ihr Haus vorgestellt. Dieses gehört mit 240 Betten zu den größten in der Region. Uli Schmidt sagte am Schluss der Veranstaltung zu, das Forum werde sich weiter regelmäßig um Themen von der beruflichen Reha bis zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit einem Handicap kümmern.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Aktualisiert: Kienle tot – Händler aus Mülheim-Kärlich deckte Skandal auf

Die aktuelle Episode des Podcasts „Verbrechen von nebenan“ rückt einen der spektakulärsten Oldtimer-Skandale ...

Neues Wohnprojekt in Montabaur: Barrierefreie Wohnungen entstehen

In der Hospitalstraße in Montabaur wird ein neues Bauprojekt realisiert, das dringend benötigten Wohnraum ...

Erneut Weltkriegsbombe an der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz entdeckt

Bei Bauarbeiten an der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz wurde erneut eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ...

Niederelbert: Baugebiet "Im Herberg II" erfolgreich erschlossen

Die Erschließung des Neubaugebiets "Im Herberg II" in Niederelbert ist abgeschlossen. Auf 45 neuen Bauplätzen ...

Tafel Koblenz: Wefelscheid lobt Engagement und schlägt Integrationsprojekt vor

Bei einem Besuch der Tafel Koblenz informierte sich der Landtagsabgeordnete Stephan Wefelscheid über ...

Themenvorschläge, Hinweise, Wünsche: Was möchten Sie bei den Kurieren lesen?

In unserer Region - Ihrer Heimat! - passieren oft Dinge, von denen wir als Redaktion nicht zwangsläufig ...

Weitere Artikel


Malu Dreyer unterstützt Kundgebung in Daaden

Der Unterstützerkreis der Kundgebung für Menschlichkeit und Toleranz in Daaden am Donnerstag, 7. Januar ...

Neuwieder Bären empfangen Freitagabend die Black Dragons

Am Ende einer turbulenten Woche geht es für den EHC Neuwied am Freitag und Sonntag in der Oberliga Nord ...

Keine Ausnahmegenehmigung für das Schächten von Tieren

Im Westerwaldkreis wird es auch künftig keine Ausnahmegenehmigung für ein Schlachten ohne Betäubung geben. ...

Neujahresempfang im Ignatius-Lötschert-Haus

Neujahrsempfang des Ignatius-Lötschert-Hauses in Horbach am 7. Januar mit Musik und Leckerem aus der ...

Einbruch in eine Pizzeria in Hachenburg

Die Polizei sucht Zeugen eines Einbruchs in eine Pizzeria in der Graf-Heinrich-Straße. Der Einbruch fand ...

Hilfsaktion Krippenspiel in der „Lieg“

Mit einer spontanen Idee haben am 4. Advent die Anwohner der „Lieg“, sprich die der Liegnitzer Straße ...

Werbung