Schockraumübung am DKR Klinikum Altenkirchen - Hachenburg
Bestens auf den Ernstfall vorbereitet sein, das soll mit einer sogenannten Schockraumübung gewährleistet werden. Im DRK Klinikum Altenkirchen - Hachenburg, Standort Hachenburg, wurde jetzt eine solche praxisnahe Übung durchgeführt.

Hachenburg. Unter der Leitung von Dr. Frank Hostmann (Chefarzt der Unfallchirurgie), Oberarzt Dr. Johann Pretli, Oberarzt Jochen Weinlich (Leitender Notarzt Standort Hachenburg), Bernd Schneider (Leiter der Chirurgischen Notaufnahme), Dieter Schneider (Leiter der Rettungswache in Hachenburg und Bad Marienberg) sowie Pflegedirektorin Monika Lehnen erfolgte die Schockraumübung.
Das Ziel: Schwächen erkennen und beseitigen, das Prozedere optimieren und noch besser werden in der Erstversorgung. Im März nächsten Jahres steht die Rezertifizierung im Rahmen des Qualitätsmanagements an. Aber auch wenn dem nicht so wäre, „Wir müssen nicht, wir wollen diese Übung durchführen“, bekräftigt Frank Hostmann. „Kommunikation ist das A und O“.
Was geschieht im Detail? Ein schwerstverletzter Patient, der von Rettungskräften eingeliefert wird, muss primär versorgt werden. Bestimmte Standards, die zu befolgen sind, damit man auch im Echtbetrieb die Nerven und den Überblick behält. Dazu bedarf es klarer Anweisungen und klarer Absprachen.
Das Handwerkliche muss sitzen und immer wieder Blick auf den Austausch, die Kommunikation unter allen Beteiligten - und das ist eine große Anzahl von Personen - die gemeinsam ein schlagkräftiges Team bilden. Dazu gehören Ärzte aus der Chirurgie, Anästhesie, bei Bedarf aus der Inneren Medizin, Pflegekräfte aus der Anästhesie, dem OP, der Zentralen Notaufnahme, Mitarbeiter aus Röntgen und Labor.
„Den Rettungsdienst im Westerwald stärken durch gemeinsame Weiterbildungen und nicht zuletzt durch vierteljährlich stattfindende Qualitätskonferenzen“, wünscht sich Frank Hostmann.
Am Ende jeden Jahres erhält das Krankenhaus wertvolle Informationen aus den Auswertungen des Trauma-Registers. Das Trauma-Register der DGU (der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie) ist ein Zusammenschluss unfallchirurgischer Schwerpunktkliniken zur wissenschaftlichen und standardisierten Erfassung und Auswertung von Unfallverletzungen und der Behandlung unfallverletzter Patienten.
Damit wird auch Hachenburg als Traumazentrum nicht nur auf dem Papier, sondern in der Praxis gelebt. „Die Alarmierungskette steht“, bestätigt auch Bernd Schneider, das Miteinander komme Patienten zugute und dem Personal.
Wie Monika Lehnen ist auch Frank Hostmann wichtig, dass die Kooperation zwischen Altenkirchen und Hachenburg reibungslos funktioniert. Mit dem Ziel, die Vorgaben zu vereinheitlichen und somit die optimale Versorgung an beiden Standorten mit jeweiliger Schwerpunktsetzung zu gewährleisten. Monika Lehnen betont: „Diese Zusammenarbeit muss wachsen und kann nicht einfach übergestülpt werden.“ (Doris Kohlhas)
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