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Nachricht vom 07.04.2016    

Den Flüchtlingen und Unterdrückten eine Stimme geben

Mit einer Musik von atemberaubender Schönheit und Eindringlichkeit startet am 8. Mai die 21. Westerwälder Weltmusikreihe „Musik in alten Dorfkirchen“ im Kultursommer Rheinland-Pfalz. In der Schlosskirche in Westerburg ist dann „Aziza Brahim & Band“ zu hören. Selbst in einem Flüchtlingslager geboren und aufgewachsen, nimmt sich die Sängerin mit der einzigartigen Stimme der Not der Flüchtlinge an.

Will den Unterdrückten eine Stimme geben: Aziza Brahim, die mit ihrer Band die 21. Reihe von „Musik in alten Dorfkirchen“ am 8. Mai in Westerburg eröffnet. Foto: Veranstalter.


Westerburg. Aziza Brahim will mit ihren Songs das Unrecht aufzeigen, das die Unterdrückten weltweit erfahren. Beginn dieses sicher außergewöhnlichen Konzertes ist um 17 Uhr.

Aziza Brahim stammt aus Westsahara, ist in einem Flüchtlingslager in der Westküste Algeriens aufgewachsen und lebte danach in Kuba im Exil. All ihre Erlebnisse lässt sie in die Songs einfließen. Leidenschaftliche Musik von einer starken Frau und ihrer hochmusikalischen Band. Die Musik ist geprägt von Tragödien einerseits und Hoffnungen andererseits, die im alltäglichen Leben als Flüchtling so nah beieinander liegen. Azisas Band spielt dazu kraftvolle Musik, in der saharauische traditionelle Klänge sowohl mit Trommeln und Rhythmen aus Westafrika als auch mit mediterranen Klängen gemischt werden. Einfach ein musikalisch und textlich beeindruckendes und mitfühlendes Statement über die turbulente Zeit in der wir leben. Eine Zeit, in der wieder Mauern und Grenzen aufgebaut werden.

Wie zu allen folgenden Konzerten werden auch zum Auftakt in Westerburg bis zu zehn Flüchtlinge eingeladen. Interessierte Gruppen können sich gerne melden. Alle weiteren Flüchtlinge erhalten verbilligten Einlass für nur 5 Euro. Aber nicht nur die Flüchtlingsproblematik steht bei diesem Konzert im Mittelpunkt: da an diesem Tag auch „Muttertag“ gefeiert wird, erhalten alle Mütter ab 60 Jahre an der Tageskasse eine Freikarte, wenn sie von zwei eigenen „Kindern“ begleitet werden.

Zu dem Konzert lädt die Kleinkunstbühne Mons Tabor e.V. in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Westerburg und dem Kulturreferat der Verbandsgemeinde Westerburg ein.



Am Sonntag, 5. Juni um 17 Uhr ist es dann soweit: in Selters werden viele Weltmusikfans zum 100. Jubiläumskonzert erwartet. Aus diesem ganz besonderen Anlass gibt es erstmals zwei Programmpunkte: zunächst ist der einzigartige Perkussionist Mohammad Reza Mortazavi aus dem Iran zu erleben. Den zweiten Teil gestaltet die Gruppe „Egschiglen“ aus der Mongolei. Beide haben schon einmal bei einem Konzert von Musik in alten Dorfkirchen für Begeisterung gesorgt.

Ein absolutes Muss wartet am 17. Juli in Neuhäusel auf Fans südeuropäischer Volksmusik mit Riccardo Tesi & Banditaliana aus Italien. Am 7. August kommt mit der Gruppe Söndörgö aus Ungarn eine der spannendsten Bands aus Osteuropa nach Höhr-Grenzhausen. Zum Abschluss der diesjährigen 21. Weltmusikreihe im Westerwald kommt am 18. September mit der siebenköpfigen Band „Son del Nene“ noch ein wirklicher Hochkaräter aus Kuba nach Nordhofen.

Der Kartenvorverkauf läuft ab 11. April für alle Konzerte im Schuhhaus Schulte in Montabaur (Kirchstrasse 28). Dazu gibt es immer an den jeweiligen Veranstaltungsorten eine Vorverkaufsstelle, so für das Konzert am 8. Mai in Westerburg in der Buchhandlung LOGO (Bahnhofstr. 4). Eintritt je 13 Euro im Vorverkauf, Tageskasse 15 Euro. Beginn der Konzerte immer sonntags um 17 Uhr. Einlass jeweils circa 30 Minuten vor Konzertbeginn. Kartenreservierungen sind zum Tageskassenpreis begrenzt möglich unter Telefon 02602/950830. Info bei Uli Schmidt (keine Karten) per Email unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de oder im Internet unter www.kleinkunst-mons-tabor.de.


Lokales: Westerburg & Umgebung
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